Fußball: 3. Liga
Abwehr-Talent Lion Schweers verlässt die Preußen

Münster -

Lion Schweers wird in der kommenden Saison nicht mehr das Trikot von Preußen Münster tragen. Der 23-Jährige sucht nach einer neuen Herausforderung, lässt seinen neuen Club aber noch offen. Für seinen aktuellen Verein hat er nur lobende Worte.

Mittwoch, 03.04.2019, 14:56 Uhr aktualisiert: 03.04.2019, 15:14 Uhr
Lion Schweers (l.) hat sich in Münster prächtig entwickelt. Nun sucht er eine neue Herausforderung.
Lion Schweers (l.) hat sich in Münster prächtig entwickelt. Nun sucht er eine neue Herausforderung. Foto: Jürgen Peperhowe

Der zweite Sommer-Weggang des SC Preußen steht fest. Lion Schweers verlässt Münster nach dieser Saison und sucht eine neue Herausforderung. „Ich will jetzt eine andere Richtung einschlagen“, sagt der seit Montag 23-Jährige. Die Entscheidung traf er gemeinsam mit seinen Beratern und der Familie. Viele Beobachter trauen dem Innenverteidiger auf Sicht die 2. Liga zu, im Mann-gegen-Mann sowie im Aufbau bringt er alles dafür mit. Schweers selbst sagt aber auch: „Es wird meiner persönlichen Entwicklung nicht schaden, wenn ich mich anders orientiere.“

Der nächste Schritt für den höflichen, aber meist zurückhaltenden Rechtsfuß wäre, auch auf dem Rasen lauter zu werden. Dazu gehört vielleicht auch, die gewohnte Umgebung in seiner Dortmunder Heimat zu verlassen. „Fünf Jahre sind eine lange Zeit, ich habe Preußen eine Menge zu verdanken und hänge weiter mit dem Herz an dem Verein. Er hat bei mir einen besonderen Stellenwert, weil ich hier die Chance bekommen habe, Profi zu werden“, sagt der Abwehrspieler. „Für junge Leute ist das, was in Münster geboten wird, super.“

"Fairer Austausch"

Ein großes Feilschen mit Sportdirektor Malte Metzelder hat nicht stattgefunden. „Wir hatten einen sehr fairen Austausch, er kannte meine Beweggründe. Wir haben immer mit offenen Karten gespielt“, sagt Schweers. Intern gab es ohnehin Meinungen, nach denen dem talentierten Defensivmann ein Tapetenwechsel guttun wird. Wohin ihn dieser führt, wollte er noch nicht sagen.

Der Modellathlet (Zitat Ex-Sportdirektor Carsten Gockel: „Der trägt dir Schränke hoch und runter“) kam vor fünf Jahren vom TSC Eintracht Dortmund in die U 19 der Preußen, durfte sich nach wenigen Monaten schon bei den Profis zeigen und erhielt nach einer Saison einen Vertrag für das Drittliga-Team.

Dort etablierte er sich nach kurzer Anlaufphase unter Coach Horst Steffen nach einem halben Jahr und war seitdem meist Stammspieler, auch wenn es immer mal wieder Phasen wie zu Beginn dieses Jahres gab, in denen er draußen saß. Nach vier Jahren in der ersten Mannschaft (93 Punktspiele, zwei Tore) ist nun Schluss.

Personeller Ausblick

► Eine ungeklärte Zukunft haben demnach diese SCP-Akteure:

Benjamin Schwarz, Fabian Menig, Danilo Wiebe, Sandrino Braun, René Klingenburg, Moritz Heinrich, Martin Kobylanski, Lucas Cueto und Philipp Müller.

► Kandidaten für eine Weiterverpflichtung dürften am ehesten Menig, Braun, Wiebe und Cueto sein.

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