Tischtennis: NRW-Liga
Borussia stellt Aufstieg in Frage und sucht Verstärkung

Münster -

Sportlich hat sich Borussia Münster für die Oberliga qualifiziert. Ob die Mannschaft das Startrecht aber auch wirklich wahrnimmt, ist sehr fraglich. Denn Tim Artarov verlässt den Verein, eventuell auch Alexander Meschnik. Nun sucht der Meister nach Neuen.

Donnerstag, 04.04.2019, 13:56 Uhr aktualisiert: 04.04.2019, 16:10 Uhr
Max Kruse (Foto) muss sich nach dem Fortgang von Tim Artarov einen neuen Doppelpartner suchen.
Max Kruse (Foto) muss sich nach dem Fortgang von Tim Artarov einen neuen Doppelpartner suchen. Foto: Thomas Strack

Seit vergangenem Wochenende dürfen sich die Männer von Borussia Münster Meister der NRW-Liga nennen. Nach dem 9:4-Erfolg in Brackwede ist den Jungs der Titel nicht mehr zu nehmen. Gefeiert wird mit Verspätung. Nach dem Saison-Kehraus am Samstag (18.30 Uhr, Ludwig-Erhard-Schule) gegen das TT-Team Bochum bleibt die Mannschaft noch ein bisschen zusammen. „Zwei, drei Bierchen wollen wir uns wohl gönnen“, sagt Mannschaftssprecher Max Kruse.

Ein letztes Mal sitzt dann auch Tim Artarov am Tisch. Münsters aktuell bester Tischtennisspieler verlässt den Meister. Den 18-Jährigen zieht es in höhere Gefilde, er wechselt zum Nord-Regionalligisten SF Oesede aus Georgsmarienhütte. Aktuell gehören dieser Spielklasse auch Mannschaften aus Berlin und Rostock an, Auswärtsfahrten in die Nachbarschaft gibt es für den ehrgeizigen jungen Mann dann nicht mehr. Kruse, der mit Artarov ein glänzendes Doppel bildet, hat Verständnis für die Wechsel-Entscheidung des Mitspielers. „Tim hat sein Potenzial noch nicht ausgeschöpft. Es ist gut für ihn, dass er sich neuen Herausforderungen stellt“, sagt er.

Borussia trifft der Fortgang der Nummer eins (15:5-Bilanz in der Rückrunde) natürlich empfindlich. „Mit Tim hätten wir den Sprung gewagt. Ohne ihn macht es eigentlich keinen Sinn“, verdeutlicht Kruse. Die Verschlankung der höheren Ligen habe in den vergangenen Jahren enorme Qualität in die Oberliga gespült. Kruse: „Ganz streng genommen, haben wir da nichts zu suchen. Der Stärkste von uns würde bei der Konkurrenz vermutlich nur im unteren Paarkreuz spielen.“

Möglicherweise müssen die Borussen sogar einen zweiten Abgang kompensieren. Alexander Meschnik verändert sich aus Studiengründen nach Mannheim. Als einziger Neuzugang steht bislang Alexander Michelis, Nummer eins des Stadtnachbarn und Verbandsliga-Absteigers Westfalia Kinderhaus, fest. „Alex ist richtig gut und wird uns sicherlich helfen. Doch für die Oberliga brauchen wir weitere Verstärkung“, konstatiert Kruse. So lange wie möglich will sich Borussia alle Optionen offen lassen. Kruse: „Es gibt immer neue Studenten in Münster. Vielleicht schaut ja mal einer vorbei, der auch ein bisschen Tischtennis-Talent hat.“

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