Rudern: Aasee-Regatta
Keine Chance gegen die Ostertage – daher der frühe Termin

Münster -

Die Aasee-Regatta findet in diesem Jahr früher als üblich statt. Der Termin über Ostern wäre ansonsten nicht ideal gewesen. Auch sonst gibt es eine ganze Reihe Änderungen. Sportlich geht es für viele Ruderer darum, sich vor den Augen von Landestrainer Ralf Wenzel in Szene zu setzen.

Donnerstag, 04.04.2019, 15:32 Uhr aktualisiert: 05.04.2019, 16:24 Uhr
Noch liegt der Aasee still und starr: Ab Samstagmorgen um 9.30 Uhr werden hier von der Startanlage nahezu nonstop 250 Rennen gestartet.
Noch liegt der Aasee still und starr: Ab Samstagmorgen um 9.30 Uhr werden hier von der Startanlage nahezu nonstop 250 Rennen gestartet. Foto: Ansgar Griebel

Selten wurde die Frühjahrs-Regatta auf dem Aasee ihrem Namen so gerecht wie in der bevorstehenden 49. Auflage am Wochenende. So früh fand diese erste Standortbestimmung eines jeden Ruderjahres schon lange nicht mehr statt. Der traditionelle Termin in der zweiten Aprilhälfte wird diesmal sehr prominent und nicht verhandelbar von den Osterfesttagen besetzt.

Die werden die Verantwortlichen beim Münsteraner Regattaverein MRV und die rund 250 freiwilligen Helfer der angeschlossenen Clubs RV Münster und ARC Münster dann entspannt und von jeglichen sportlichen Pflichten befreit genießen können.

Regattaleiter Nils Warnke im Kurzinterview

 

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Dafür stehen aber alle Beteiligten aktuell umso mehr unter Dampf. „Eigentlich waren wir mit dem Termin auch nicht so glücklich“, gibt Regattaleiter Nils Warnke zu. Doch das erneut und trotz des Frühstarts eindrucksvolle Meldeergebnis hat das Orga-Team dann doch wieder besänftigen können.

Am Samstagmorgen um 9.30 Uhr werden im ersten von insgesamt 250 Starts bis zum späten Sonntagnachmittag die Junioren-Einer auf die Strecke geschickt. Anschließend wird nonstop gerudert – wie eigentlich immer, aber auch ein bisschen anders als in den Vorjahren. Denn erstmals wird neben den Wettkämpfen auf dem Wasser am Ufer für ein geregeltes Geleitprogramm auf Zweirädern gesorgt. „Das freut uns sehr. Mit Hilfe der Stadt Münster können die Trainer die Rennen nun auch offiziell am Rand begleiten“, so Warnke. Jeweils vor den ersten Starts am Samstag und Sonntag werden auf der Mensa-Seite des Sees Teile des Fußweges für den Trainer-Tross abgesperrt. „Das ist nationaler und internationaler Standard“, so Warnke.

Gutes Meldeergebnis

810 Boote aus 70 Vereinen, 1650 Bootsplätze, 250 Rennen in 14 Stunden an zwei Tagen – belohnt mit 500 Medaillen. Wer soll da den Überblick bewahren? Regattaleiter Nils Warnke hat da so eine Idee, wer für diesen Job in Frage kommen könnte. Tatsächlich wird das erfahrene und bewährte Orga-Team des MRV auch in diesem Jahr seinen Job souverän erledigen – und hat dafür auch beste Voraussetzungen: Erstmals kommt ein neues Konstrukt zum Einsatz: Der neue Startturm wird eingeweiht, sein erst im vergangenen Herbst eingeweihtes schwimmendes Pendant wird zudem zum Zielturm umfunktioniert, und der neue vereinseigene Schiedsrichter-Katamaran wird die flotte Flotte von insgesamt sechs rennbegleitenden Katamaranen anführen. Die Organisatoren haben damit jederzeit von überall alles im Blick – in allen 250 Rennen.

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Der sollte zumindest in Teilen auch auf dem Wasser zu sehen sein. Landestrainer Ralf Wenzel wird in Münster erwartet, um ein interessiertes Auge vor allem auf den ältesten Nachwuchs zu werfen, der nach den Ergebnissen in den Einer- und Zweier-Rennen per Rangliste ins Blickfeld für den Landeskader rutschen kann. Warnke: „Eine erste wichtige Standortbestimmung für die bevorstehende Saison.“ Und die wird lang, wegen der bevorstehenden Ostertage und des daraus resultierenden Frühstarts auf dem Aasee noch zwei Wochen länger als in den Vorjahren.

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