Handball: Landesliga
Münster 08 schlägt Ibbenbüren und präsentiert Coach Helftewes

Münster -

Im Rennen um den Klassenerhalt hat der SC Münster 08 einen wichtigen Heimsieg gegen den 1. HC Ibbenbüren eingefahren. Beim 32:27 wurde zudem klar, wer neuer Trainer der Mannschaft wird. Assistent Andreas Helftewes übernimmt den Posten.

Sonntag, 07.04.2019, 13:04 Uhr aktualisiert: 07.04.2019, 16:52 Uhr
Linus Witzenhausen lieferte eine gute Partie im Rückraum. Auch von den Ibbenbürenern Maik Menger, Sebastian Elbert und Markus Tenberg (v.l.) lässt er sich hier nicht stoppen.-
Linus Witzenhausen lieferte eine gute Partie im Rückraum. Auch von den Ibbenbürenern Maik Menger, Sebastian Elbert und Markus Tenberg (v.l.) lässt er sich hier nicht stoppen. Foto: Peter Leßmann

Tore satt, das gibt es nicht so oft bei Landesligist SC Münster 08. Die Handballer belohnten sich im Heimspiel gegen den mehr und mehr überforderten 1. HC Ibbenbüren mit dem 32:27 (13:14) und nahmen mit dem dritten Sieg im Kalenderjahr neue Zuversicht auf, den scheidenden Trainer nicht als Absteiger ziehen lassen und den neuen nicht in der Bezirksliga begrüßen zu müssen.

Björn Hartwig, der Telgter Friesen-Coach in spe, wird von seinem aktuellen Mitstreiter ersetzt. Co-Trainer Andreas Helftewes übernimmt das erste Nullacht-Amt nach der Sommerpause. Für diese Insider-Lösung haben sich die Verantwortlichen entschieden. Helftewes trainiert aktuell auch die A-Jugend-Mädchen (Bezirksklasse) von GW Nottuln und coachte die Münsteraner zuletzt erst in Vreden, als Hartwig verhindert war.

Das Duo sah einen nach dem Seitenwechsel eingetüteten und vollauf verdienten Erfolg. Der Gastgeber hatte zwar schnell den Braten gerochen, wie der läuferisch und auch mental unterlegene Gegner zu packen ist – aber das erforderliche Tempo bot das Team zunächst nur mit der ersten Welle und etlichen Gegenstoßtreffern durch Außenspieler Jorma Kramer. Der preschte nach Ballgewinnen blitzgescheit nach vorne und verwertete dann kühl.

Im geordneten Angriffsspiel hingegen fehlte ebenso der Zug zum Torabschluss wie in der Abwehr die Aufmerksamkeit gegen die Gäste-Werfer. Ibbenbüren kam wiederholt aus acht Metern zu leichten Toren, die Nullacht-Keeper Lukas Boden hinnehmen musste. „Wir haben uns auf schnellere Abschlüsse eingeschworen und den Zugriff in der Deckung verbessert“, sagte Hartwig zum starken Start in die zweite Halbzeit.

Da ging direkt die Post ab – zielgerichtet und wirkungsvoll ohne Zaudern. Über 18:15 und 23:18 wurde die Spur gelegt. Der variabel agierende Lasse Gehmeyr traf aus dem Rückraum. Linus Witzenhausen setzte die HC-Deckung mit selbstbewussten Attacken unter Druck. Linksaußen Sven Lüdiger traf, weil er oft bestens frei gespielt wurde. Jonas Bittern setzte fünf von sechs Kurzen ins Tor.

Ibbenbüren kam längst nicht mehr mit, sondern attackierte wiederholt unfair und kassierte Sanktionen. Die Rote Karte gegen den besten Werfer Sebastian Elbert (sechs Tore) nach grobem Foul (50.) war bezeichnend. Auch eine Umstellung der Abwehrformation auf zwei hoch positionierte Spieler brachte Nullacht nicht mehr aus dem Konzept. 32 Treffer warf das Team letztmals Anfang Dezember. „Ich wusste doch, dass das lange her sein muss“, war Hartwig bestens zufrieden über das Ende der Schmalspur-Tour. Tore: Gehmeyr (9), Kramer (7), Bittern (5/5), Lüdiger (4), Witzenhausen (3), Limke, Sibbersen, Stock, Weiß (je 1)

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