Fußball: B-Junioren-Bundesliga
Preußen lassen gegen Hennef große Chance liegen

Münster -

Es wäre mehr drin gewesen für die U 17 von Preußen Münster. Doch die Chance, sich im Tabellenkeller noch weiter von den Abstiegsrängen abzusetzen, blieb gegen den FC Hennef 05 ungenutzt. Nach dem 1:1 ist der Klassenerhalt dennoch gut möglich.

Sonntag, 07.04.2019, 13:30 Uhr
Die Szene, die zum SCP-Rückstand führte: Keeper Tom Limberg muss in den Pressschlag mit Hendrik Strobl gehen – der belohnt sich mit dem 1:0 für Hennef.
Die Szene, die zum SCP-Rückstand führte: Keeper Tom Limberg muss in den Pressschlag mit Hendrik Strobl gehen – der belohnt sich mit dem 1:0 für Hennef. Foto: Peter Leßmann

Die U-17-Junioren des SC Preußen halten sich konsequent an die von ihnen perfektionierte Eichhörnchen-Methode. Punkt für Punkt und Törchen für Törchen streben sie gen Bundesliga-Erhalt. In Coerde vergab die Elf des künftigen U-19-Trainers Arne Barez gegen den Aufsteiger FC Hennef 05 aus dem Rhein-Sieg-Kreis aber den Dreier und lieferte mit dem 1:1 (0:1) doch nur ein typisches Resultat ab.

Am Ziel ist die Elf daher noch nicht, auch wenn die geholten 22 Punkte die Gesamtausbeute des Vorjahres einstellen. Damals reichte diese Summe so gerade eben zum Klassenverbleib. Nach der Osterpause stehen die vier letzten Duelle an – gegen Paderborn, auf Schalke und in Bochum sowie gegen Unterrath. In den Heimspielen liegen also keine echten Brocken im Weg.

Im 5-3-2-Format mit den agilen Außen Paul Wietzorek und Jürgen Sinev, die auf den Seiten jeweils klaglos die Meter machten und für Überzahl- und Flankensituationen sorgten, gingen die Adlerträger taktisch das Spiel an. Das Tempo freilich fehlte beiden Teams. Hennef stellte sich mit der Zeit besser auf Münsters Dominanz ein, schlug gefährliche Eckbälle, kassierte aber nach einem Abwehr-Blackout beinahe das 0:1. Phil Harres erlief einen Rückpass auf den Keeper und traf nur an die Torlatte (23.). Auf der anderen Seite passierte Henri Löbbers, dem sonst so sicheren Abwehrchef, ein ähnliches Malheur, das zum Pressschlag zwischen SCP-Keeper Tom Limberg und „Gewinner“ Hendrik Strobl führte, der den eroberten Ball zum Torerfolg verwertete (31.) und mit dem zehnten Saisontreffer seine Klasse unterstrich. Dass Münster ein klarer Freistoß verweigert wurde und gute Abschlüsse wie der von Harres vor dem Wechsel ohne Ertrag blieben, ärgerte Barez: „Auch ohne spielerische Klasse hatten wir Szenen.“

Es war noch Zeit genug – erst recht nach der feinen Aktion von Sinev zum 1:1 (43.), als er trocken ins lange Eck abzog und den Gegenspieler nur zuschauen ließ. Die Gäste offenbarten Defensivmängel, die Preußen schalteten schneller um. Ein Solo nach Balleroberung an der Mittellinie brachte Deniz Bindemann nicht durch (68.), und Dario Markovski köpfte frei stehend zu harmlos (77.). „Den Stil haben wir nicht durchgehalten“, sagte Barez, „und sind insgesamt nach dem Ausgleich kopfmäßig ein bisschen aus dem Spiel gekippt.“

Mit dem vierten Heim-Remis bleiben diese Preußen 2019 ungeschlagen. Und ihrem Trend treu: Nur in drei Saisonspielen traf die Mannschaft mehr als einmal ins Tor des jeweiligen Gegners. SCP: Limberg – Wietzorek (77. Kloth), Ter-Horst, Löbbers, Wesberg, Sinev – Markovski, Kir, Sikorski – Harres (65. Scheele), Bindemann

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