Basketball: 2. Liga Pro B
WWU Baskets gegen Schwenningen – Aufsteiger gegen Aufsteiger ums Finale

Münster -

Wer vor der Saison in der 2. Liga Pro B gewettet hätte, dass mit den WWU Baskets Münster und den Panther Schwenningen zwei Aufsteiger ums Playoff-Finale spielen, hätte wohl viel Geld gewonnen. Doch die beiden Neulinge sorgten für Furore – und treffen nun im ausverkauften Haus aufeinander.

Freitag, 12.04.2019, 17:08 Uhr aktualisiert: 13.04.2019, 22:08 Uhr
So kann es gehen: Trainer Philipp Kappenstein hat sich gegen die Panther eine Taktik zurechtgelegt. Ob sie passt?
So kann es gehen: Trainer Philipp Kappenstein hat sich gegen die Panther eine Taktik zurechtgelegt. Ob sie passt? Foto: Ulrich Schaper

„Nichts geht mehr.“ Dieses Motto wird am Samstag um kurz nach 18 Uhr gelten, wenn die letzten Restkarten an der Abendkasse in die Hände von glücklichen Basketball-Fans gewandert sind. Das Playoff-Halbfinale (19.30 Uhr) der WWU Baskets Münster gegen die Panther Schwenningen übt längst eine große Strahlkraft aus, erneut wollen die dann 3000 Zuschauer ein Fest am ausverkauften Berg Fidel feiern. „Nichts geht mehr“ soll es nach der Best-of-three-Serie aber nicht für die Baskets heißen, die ihren Lauf fortsetzen und ins Endspiel wollen. „Wir werden alles daransetzen, der Meister in der 2. Liga Pro B zu werden. Das wäre als Aufsteiger eine absolute Sensation“, meint Münsters Manager Helge Stuckenholz.

An einer solchen werkeln seit Saisonbeginn auch die aufstiegswilligen Gäste aus dem Schwarzwald. Die Panther sind wie die Baskets ein Neuling in der dritthöchsten Spielklasse, stellen aber die weitaus routiniertere Mannschaft. „Da kommt eine Menge Erfahrung und eine Menge Physis auf uns zu“, sagt Münsters Trainer Philipp Kappenstein nach den Videoanalysen des Gegners. Um die „beiden überragenden Offensivspieler Bill Borekambi und Rasheed Lee Moore“ (Kappenstein) hat Trainer Alen Velcic ein variabel spielendes, defensivstarkes Team geformt, das mit Rückschlägen umzugehen weiß. „In den Runden zuvor gegen Wedel und Gießen haben sie drei von vier Auswärtspartien gewonnen und sind bei teils hohen Rückständen nicht nervös geworden. Sie haben ihren Streifen weitergespielt, das zeigt die Klasse und das Selbstvertrauen“, erklärt Kappenstein.

Von beidem aber haben die Baskets auch reichlich. Anders als Schwenningen ersparte sich Münster bislang ein Entscheidungsspiel, ist nach den beiden Serien gegen die Basketball-Löwen Erfurt und Bayern München II nun 13 Spiele in Serie ungeschlagen. 13 Gründe, für eine breite Brust und Optimismus. „Ich bin guten Mutes, dass wir variabler sind und den Druck höher halten können als Schwenningen“, sagt Kappenstein, der allerdings auf Anton Geretzki (Handverletzung) verzichten muss.

Ansonsten ist der Kader komplett, nach zwei Wochen Pause frisch, ausgeruht und topmotiviert. Dazu servierte Panther-Coach Velcic den Baskets noch einen zusätzlichen Ansporn, als er Münster schon vor Wochen als „machbaren Gegner“ bezeichnete. „Das ist natürlich noch einmal extra motivierend“, sagt Kappenstein. „Ich erwarte ein hitziges Spiel, in dem wir vorlegen und den nächsten Heimsieg holen wollen.“ Damit dann am Berg Fidel nach 40 oder eventuell mehr Minuten für die Panther das Motto gilt: „Nichts geht mehr.“

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