Basketball: 2. Bundesliga Pro B
Finale oder Spiel drei – High Noon für WWU Baskets in Schwenningen

Münster -

Ein Sieg am Samstag bei den Panthers Schwenningen – und die WWU Baskets Münster stehen tatsächlich im Playoff-Finale der Pro B. Die Aufgabe wird allerdings unangenehm, denn der Gastgeber baut nach der Niederlage im ersten Vergleich auf eine volle Halle.

Donnerstag, 18.04.2019, 16:24 Uhr aktualisiert: 18.04.2019, 21:00 Uhr
Das Duell der Aufbauspieler entschied Jojo Cooper (r.) gegen Kosta Karamatskos im ersten Halbfinale für sich. Glückt dem Amerikaner dies erneut, erhöhen sich die Endspiel-Chancen der Baskets.
Das Duell der Aufbauspieler entschied Jojo Cooper (r.) gegen Kosta Karamatskos im ersten Halbfinale für sich. Glückt dem Amerikaner dies erneut, erhöhen sich die Endspiel-Chancen der Baskets. Foto: Peter Leßmann

62, 67, 65, 64, 62 – macht in der Summe 320 Punkte. So viele, oder besser gesagt so wenige, kassierten die WWU Baskets Münster in den fünf Playoff-Spielen. Macht 64 pro Partie. Ein Top-Wert und die Basis für die Fortsetzung des Siegeszugs, der am vergangenen Samstag die 13. Station passierte. Halt Nummer 14 liegt in Schwenningen, Bahnhofsvorsteher dort sind am Samstag (20 Uhr) die Wiha Panthers. Ein gefährlicher Gegner, weil angeschlagen und gereizt. Doch greifen die defensiven Abläufe der Baskets wie bisher, stehen die Chancen auf den Einzug in das Playoff-Finale gut.

Die starke Abwehrarbeit sieht Münsters Trainer Philipp Kappenstein erneut und gerade im Schwarzwald wieder als unabdingbar, um in der Best-of-three-Serie den ersten Matchball zu nutzen. Obwohl die Baskets im ersten Duell mit den Gastgebern nur 62 Punkte einstecken mussten, hat der Coach in der Defensive noch Verbesserungspotenzial gesehen. „Wir haben sicher nicht alles perfekt gemacht. Zum Beispiel müssen wir das Rebound-Verhältnis zu unseren Gunsten gestalten, um auswärts zu gewinnen. Und wir müssen damit rechnen, dass Schwenningen diesmal besser treffen wird“, sagt Kappenstein. Zur Erinnerung: Von der Dreierlinie verwandelten die Panthers am Berg Fidel nur einen von neun Versuchen.

Doch auch diese Bilanz stimmt Kappensteins Gegenüber Alen Velcic zuversichtlich. In gut zwei Minuten, so der Schwenninger Coach, habe sein Team im vierten Viertel das Spiel in Münster verloren. „Ich weiß, was schief gelaufen ist. Ich bin mir sicher, die Serie geht über drei Partien wie gegen Wedel und Gießen. Wir werden daheim gewinnen und ausgleichen“, so Velcic optimistisch. „Beide Teams werden sich etwas überlegt haben, wir haben das natürlich auch und dabei Ansatzpunkte gefunden“, kontert Kappenstein, der die Chancen auf 50:50 beziffert. „Schwenningen hat sicher den Druck, gewinnen zu müssen. Aber das Team hat auch mit seinen Zuschauern im Rücken den Heimvorteil. Da müssen wir von Beginn an schauen, dass die Kulisse nicht früh zum Faktor wird.“ Heißt im Klartext: Gerade in der Anfangsphase sollen seine Schützlinge – anders als im Achtelfinale in Erfurt (8:18) oder im Viertelfinale bei Bayern II (15:25) – von Beginn an hellwach und im Bestfall vor den 1400 Fans in der Deutenberghalle vorne sein. „Wir haben in den Runden zuvor schon bewiesen, dass wir auf Rückstände reagieren können und Antworten haben. Die Intensität wird sehr hoch. Aber wir sind mega heiß und wollen schon jetzt ins Finale“, erklärt der 39 Jahre alte Coach.

Am Samstagmittag um 12 Uhr wird Kappenstein mit seiner Mannschaft, die bereits am Freitag um 10 Uhr die Reise ohne den verletzten Anton Geretzki (Hand­gelenk) in den Schwarzwald antritt, die Gegebenheiten vor Ort und die Korbanlagen testen, um bestens vorbereitet zu sein. High Noon ist dann ab 20 Uhr angesagt, wenn die Frage beantwortet wird: Finale oder doch Spiel drei?

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