Leichtathletik: London-Marathon
Schönherr ist mit den Top-Stars der Szene an der Themse am Start

Münster -

David Schönherr von den Laufsportfreunden Münster freut sich nicht nur tierisch auf seinen ersten London-Marathon, er möchte auch seine Bestzeit toppen. Parallel drückt er seinen Vereinskollegen bei der Team-DM in Düsseldorf die Daumen.

Mittwoch, 24.04.2019, 14:50 Uhr aktualisiert: 25.04.2019, 15:10 Uhr
Gut in Schuss: David Schönherr setzt sich eine neue persönliche Bestzeit beim London-Marathon zum Ziel
Gut in Schuss: David Schönherr setzt sich eine neue persönliche Bestzeit beim London-Marathon zum Ziel. Foto: Jürgen Peperhowe

Spektakel, Spaß und Spitzensport: Der London-Marathon an diesem Sonntag (28. April) hat von allem etwas. Weltrekordler Eliud Kipchoge aus Kenia hat gemeldet, ebenso Großbritanniens Lauf-Ikone Mo Farah, der Doppel-Olympiasieger über 5000 und 10 000 Meter von London 2012 und Rio de Janeiro 2016 – und mit ihnen mehr als ein Dutzend weiterer Top-Marathonis. Der Lauf durch die Londoner City ist zu einem besonderen geworden, seitdem er 1981 mit etwa 7000 Teilnehmern erstmals gestartet wurde. Mittlerweile zählt er schon rund 30 000 Läufer.

Mittendrin im Feld der richtig guten Ausdauerathleten ist in diesem Jahr erstmals David Schönherr, erklärtermaßen zurzeit schnellster Marathonläufer der Laufsportfreunde Münster mit einer Bestzeit von 2:26,53 Stunden. Der 29-Jährige hat das Glück, von seinem Ausrüster nach London eingeladen zu sein. Bewerbungszusagen – auch für Läufer mit einer Bestzeit von unter 2:30 Stunden – liegen „üblicherweise im einstelligen Prozentbereich“, schildert Schönherr. Umso erfreuter war der Münsteraner, seinen Traum vom Marathon an der Themse in diesem Jahr verwirklichen zu können. „Ja, das war immer mein Ziel“, bestätigt Schönherr, der sich seit etwa acht Jahren im ambitionierten Marathon-Bereich bewegt. Für sein Ziel hat der seit Kurzem zweifache Vater zuletzt viel investiert. „Ich bin fit, fühle mich gut – und eigentlich bin ich sogar in der Form meines Lebens“, erzählte Schönherr knapp eine Woche vor dem Start im Greenwich-Park. Kann er seine Top-Form bis zum Sonntag auch konservieren, könnte sogar eine neue persönliche Bestzeit möglich sein. „Ich will an die 2:25 Stunden heranlaufen“, gibt Schönherr preis.

Nun ist der Marathonlauf kaum planbar, die Vorzeichen passten für den Physiotherapeuten aber selten so gut. Fehlen nur noch die Rahmenbedingungen. Im vergangenen Jahr litten die Läufer in der britischen Hauptstadt noch unter Rekordtemperaturen. Diesmal soll es nur sonnig, aber nicht gerade heiß sein. „Ich habe richtig Lust darauf. Die Intervalleinheiten zuletzt auf der Bahn und die langen Läufe waren super“, sagt Schönherr und fühlt sich sehr gut vorbereitet. Den Rest organisiert übrigens sein Ausrüster – ein US-amerikanischer Sportartikelhersteller. „Wir erhalten beim Technical Meeting am Samstag alle Informationen, es gibt vorab noch eine Besprechung, das ist alles super-professionell organisiert.“ Schönherr weiß sich gut aufgehoben.

Da lässt es sich für ihn auch einigermaßen verschmerzen, dass seine Teamkameraden von den Laufsportfreunden zeitgleich in Düsseldorf um den Titel des Deutschen Mannschaftsmeisters kämpfen. Ohne ihn. „Diese Entscheidung ist mir wirklich nicht leicht gefallen, aber die Jungs haben mir großes Verständnis entgegengebracht“, sagt Schönherr und drückt Yannick Rinne, Sven Serke, Simon van Martial und Marvin Röthemeyer von der Tower Bridge aus die Daumen. „Am Samstag ist noch eine Live-Schaltung geplant, wir werden uns gegenseitig motivieren“, betont Schönherr.

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