Basketball: 2. Bundesliga Pro B
Schwenningen kommt – Gelassenheit sticht bei den WWU Baskets den Druck aus

Münster -

In den USA oder auch in England heißen solche Partien „Do-or-die-Games“. Der Gewinner schnappt sich alles, der Verlierer steht mit leeren Händen da. Die WWU Baskets können es kaum abwarten. Spiel drei im Playoff-Halbfinale gegen die Panthers Schwenningen lockt am Samstagabend wieder die Massen.

Freitag, 26.04.2019, 14:24 Uhr aktualisiert: 26.04.2019, 15:40 Uhr
Jojo Cooper (l.) baut auf die Deckung.
Jojo Cooper (l.) baut auf die Deckung. Foto: Jürgen Peperhowe

Diese emotionale, begeisternde, aber auch kraftraubende Saison fordert auch mal Pausen zum Durchschnaufen. Nach der ersten Niederlage des Jahres vor einer Woche bei den Panthers Schwenningen bekamen die WWU Baskets Münster vor dem entscheidenden Spiel um den Einzug ins Playoff-Finale zu Hause an diesem Samstag (19.30 Uhr) erst mal Zeit zum Luftholen. Über Ostern war frei, auch am Dienstag ging es nur mal kurz in den Kraftraum. „Das war wohl auch mal nötig“, sagt Trainer Philipp Kappenstein.

Im Gespräch vermittelt der 39-Jährige wie kein anderer das Selbstverständliche: Druck macht sich der Neuling nach dieser Sensationsserie nicht mehr. Der unbedingte Wille, das Erfolgsgefühl noch ein weiteres Mal auszukosten ist aber deutlich erkennbar. „Viel cooler geht’s nicht, wir können es kaum abwarten und wollen unbedingt ins Endspiel gegen Leverkusen. Ich hoffe auf das lauteste Spiel des Jahres.“

Aufsteigen wird Münster nicht, Schwenningen hat dagegen die Lizenz für die Pro A beantragt, aber noch kein grünes Licht. Die Hausherren können also Gelassenheit ausstrahlen. Das 82:100 vor einer Woche ist aber der große Ansporn. „Da haben wir uns nicht gut verkauft, sondern uns in der Defense extrem oft selbst ins Knie geschossen. Wir waren immer einen Schritt zu langsam“, sagt Kappenstein. „Es war aber auch klar, dass wir in den Playoffs nicht mal eben alles gewinnen. Und jetzt kommt unser Heimvorteil ja erstmals richtig zum Tragen.“ Das Publikum, so viel steht fest, wird da sein. Die 2000 Online-Tickets waren binnen 18 Minuten vergriffen. Nun hat die Mannschaft das Zepter in der Hand. „Wir kommen über die Intensität, die Verteidigung, über Emotionen“, so der Trainer. „Wir haben uns einen Plan zurechtgelegt, wir wollen die Schwenninger an ihre Grenzen bringen, müde machen.“ Kleine taktische Überraschungen verspricht Kappenstein, dem nur Anton Geretzki weiter fehlt, zudem.

Zustimmung erhält der Coach von Aufbau Jojo Cooper: „Das Wichtigste ist, dass wir wieder die Defense spielen, die uns schon die ganze Saison ausgezeichnet hat, und dass wir unsere Teamchemie aufs Feld bringen.“ Denn Kappenstein stellt klar: „In der regulären Saison kann man Niederlagen immer noch wieder ausbügeln. Diesmal nicht.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6567161?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F
Nachrichten-Ticker