Basketball: Jugend-Bundesliga
Münsters Youngsters trotzen Albatrossen

Münster -

Im Playoff-Viertelfinale der Jugend-Bundesliga ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Beim 49:52 gegen Alba Berlin zogen sich Münsters Talente glänzend aus der Affäre. Im Rückspiel kann das Team einen dritten Vergleich erzwingen.

Sonntag, 28.04.2019, 19:34 Uhr aktualisiert: 29.04.2019, 11:31 Uhr
Phil Schmidt (re.) zeigte mit den münsterischen Talenten eine starke Leistung gegen den Nachwuchs von Alba Berlin.
Phil Schmidt (re.) zeigte mit den münsterischen Talenten eine starke Leistung gegen den Nachwuchs von Alba Berlin. Foto: Peter Leßmann

Die womöglich größte Hürde in der Jugendbasketball-Bundesliga (JBBL) stellte sich den U-16-Youngsters der UBC/SCM Baskets Münsterland in Form der Nachwuchs-Alba­trosse. Im Pascal-Gymnasium gab es im ersten Viertelfinalspiel der Playoffs der Nordgruppe gegen Alba Berlin in der mit über 200 Zuschauern restlos gefüllten Halle eine nur knappe 49:52 (25:30)-Niederlage, die am 5. Mai in der Hauptstadt gekontert werden kann.

Die bemerkenswerte Kulisse, in der sich eine stattliche Abordnung der WWU Baskets zeigte, hatte Auswirkungen. Derlei Resonanz ist die große Ausnahme. Die von die von Ex-Nationalspieler Vladimir Bogojevič gecoachten Berliner setzten anfangs Größenvorteile um, weil sie die jeweils 2,05 m langen Center Vincent Dubbeldam und Marc Tilly fanden. Ein 16:9 legten die aggressiv pressenden Gäste vor, deren Gangart die Baskets aber schnell verstanden. Großer Lauf-Aufwand sorgte für mehr Ausgeglichenheit.

Aufbau Lorenz Neuhaus zeigte sich ziemlich unbeeindruckt und trieb enorm energiegeladen seine Mitspieler an. Jugendnationalspieler Max Schell, der alleine schon physisch mithalten konnte, kam Ende des zweiten und anfangs des dritten Viertels zur Geltung, als er sein Selbstbewusstsein gefunden hatte und sehenswert punktete. „Der Kader war zunächst beeindruckt – vom Gegner und der Kulisse“, sagte Trainerin Marsha Owusu Gyamfi, die ihre U 16 permanent eingreifend wie aufmunternd coachte. „Unser Spiel war sehr von Phasen geprägt“, sagte sie. Wiederholt belohnten sich die Baskets nicht für gute Ansätze.

Vor den letzten zehn Minuten stand es 33:44, dann drehte sich Schell bestens weg und traf doppelt. Berlins Aufbau Gian Aydinoglu suchte die Chance zum Pass auf die langen Mitspieler, aber mit zwei Treffern und fünf Punkten sorgte der auch defensiv sehr aufmerksame Baskets-Flügel Finn-Luca Philipp zum 47:50 für Großspannung kurz vor Schluss. Zwei weitere verworfene Freiwürfe aber schoben Alba die letzte Chance zu, die Dubbeldam nutzte.

„Offensiv muss mehr kommen, aber auch heute sah man, warum wir diese Ausbildung betreiben und warum wir die Playoffs erreicht haben“, sagte Marsha Owusu Gyamfi. „Ich bin sicher, dass wir in Berlin einiges besser machen können.“

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