Basketball: 2. Bundesliga Pro B
WWU Baskets: Das letzte Wort hat der Trainer Kappenstein

Münster -

Die Emotionen waren nicht zu bremsen. Nach dem letzten Heimspiel einer unvergleichlichen Saison richtete Trainer Philipp Kappenstein, der schon jetzt so viel erreicht hat mit den WWU Baskets, einige Worte an das große Publikum.

Donnerstag, 02.05.2019, 17:40 Uhr aktualisiert: 02.05.2019, 18:38 Uhr
Erst waren die Spieler an der Reihe, dann wandte sich Philipp Kappenstein auch ans Publikum.
Erst waren die Spieler an der Reihe, dann wandte sich Philipp Kappenstein auch ans Publikum. Foto: Jürgen Peperhowe

Vor versammelten Schulklassen spricht er oft, durchgehend auch vor vollen Sportlerkabinen. Jetzt nahm sich Philipp Kappenstein, obschon stimmlich angeschlagen und emotional mitgerissen wie so oft in der von ihm bestens gesteuerten Baskets-Serie, das Mikro in Berg Fidel. Und 3000 hörten zu. Selbst die 194 in Rot gekleideten Bayer-Fans.

„Ich will Danke sagen. Wir haben vor allem durch euch ein unvergessliches Jahr erlebt und eine unglaubliche Unterstützung erfahren“, sagte der Gymnasiallehrer, der einst eine mögliche Profitrainer-Karriere in Wulfen ausschlug und die Chance an der NRW-Sportschule Pascal-Gymnasium wahrnahm. Unter Münsters Körben hat er schon mehr bewegt als jeder andere Trainer. „Ich ziehe erst mal den Hut vor dieser Mannschaft. Ich habe den Jungs während der Saison so oft gesagt, sie sollen immer daran denken, was sich hier vor und in der Halle abspielt.“

Und er setzte wie sein Kapitän Jan König darauf, Rückenstärkung für die Saisonschluss-Sequenz in der Fremde erfahren zu dürfen. „Lasst uns die Leverkusener Halle zu unserer machen. Und noch mal Vollgas geben“, sprach König nach seinem 30. Einsatz und insgesamt 407 Punkten zur Kulisse, die fast darauf wartete, mit einer lauten „Humba“ den Kader hochleben zu lassen. Die Nachfrage nach Fanbus-Tickets ist hoch. Die Ostermann-Arena ist mittlerweile ausverkauft. Die Busse starten am Freitag um 16.30 Uhr an der Sporthalle Horstmarer Landweg gen Rhein.

Kappenstein und Co-Trainer Atilla Göknil werden bis zum Showdown kaum Zeit haben, die spürbar gestressten Akteure noch mal einzuschwören. „Es ist doch klar, dass ein paar Jungs sehr müde Beine haben. Diesmal fehlte in der Defensivarbeit ein ganzes Stück. 89 Punkte gegen uns sind viel. Aber ich bin sicher, dass die Entscheidung erst im letzten Viertel des zweiten Finals fällt“, sagte der Chefcoach. Und ganz sicher freut er sich auch darauf, in den nächsten Wochen seinen Assen gegenüber mal schweigen zu dürfen.

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