Basketball: 2. Bundesliga Pro B
Gametime, Overtime, Partytime – die WWU Baskets runden die Pro-B-Saison ab

Münster -

Es war eine rauschende Basketballnacht, erst saßen die WWU Baskets im kleinsten Kreis beim Essen zusammen, dann ging es weiter ins „Herzschlag“. Der Vizemeister der Pro B ließ nach 31 Partien die Saison grandios ausklingen. Nach dem Kater folgt dann auch die erste Personalie: Klärung der Trainerfrage.

Sonntag, 05.05.2019, 15:39 Uhr aktualisiert: 06.05.2019, 17:50 Uhr
Nach 31 Pflichtspielen ein „Danke“ für die Fans: Die WWU Baskets nach der Finalniederlage in Leverkusen
Nach 31 Pflichtspielen ein „Danke“ für die Fans: Die WWU Baskets nach der Finalniederlage in Leverkusen Foto: Jürgen Peperhowe

Die 32. Pflichtpartie der Saison war die mit Abstand längste. Da reichte die normale Spielzeit nicht, da ging es in die Verlängerung, bis zum bitteren Ende. Fast schon ein Herzschlagfinale. Genau dort, im „Herzschlag“, dem Club an der Hafenstraße, endete die Traumreise der WWU Baskets Münster. Gametime, Overtime, Partytime. Siebeneinhalb Monate Basketball pur, wie ein Crescendo, von Spielrunde zu Spielrunde lauter, attraktiver, spektakulärer werdend. Münsters erste Basketball-Adresse hängte mit seinem Anhang irgendwann am Sonntag in aller Frühe, die Vögel zwitscherten schon, ein Schloss an das fulminante und bewegende Spieljahr 2018/19.

„Alle waren total euphorisch, alle waren happy“, meinte Manager Helge Stuckenholz mit angekratzter Stimme. Jeder wollte noch was wissen, jeder hatte was zu sagen, am Ende versagten die Stimmbänder. Am Freitag hatte es im Final-Rückspiel bei den Bayer Giants Leverkusen den verwegenen letzten Anlauf auf den Titel in der Pro B gegeben. Münster musste nach dem 86:89 am 1. Mai in eigener Halle nun einen Drei-Punkte-Rückstand aufholen. Was gelang, als in Minute fünf Jan König zur 9:6-Führung traf. Das Team von Trainer Philipp Kappenstein hatte damit allerdings sein Pulver verschossen. Denn die Leverkusener, die im Gegensatz zu den WWU Baskets ihr Aufstiegsrechts zur Pro A annehmen wollen, zeigten vor 3000 frenetischen Zuschauern eine Basketball-Gala. Und siegten am Ende mit 88:60 (38:26) deutlich. Den 500 mitgereisten WWU-Fans zog das aber nicht den Stecker, wie Duracell-Hasen feierten sie ihre Mannschaft nach der Partie. Wer kann sich daran erinnern, dass ein unterlegener Finalist jemals so umgarnt wurde?

Mitte September vergangenen Jahres hatte der Regionalliga-Meister nach einem Testspielsieg über Leverkusen (86:73) seine Vorbereitung erfolgreich abgeschlossen. Während die Giants aber klar ihr Saisonziel hatten, kristallisierte sich bei den Baskets alles erst mit Verzögerung heraus. Münster avancierte zum 1a-Standort der Pro B. „Wir sind in Basketball-Deutschland jetzt ein Begriff“, meint Stuckenholz. Er steht nun vor einer ersten wichtigen Entscheidung: Bleibt Philipp Kappenstein Trainer?

„Das ist die Frage, die wir zuerst beantworten müssen. Außer Frage steht, dass wir ihn behalten wollen“, benennt Stuckenholz eine klare Perspektive für die weitere Zusammenarbeit. Was die Spieler betrifft, so werden „alle das in den nächsten Wochen sacken lassen“, dann wird alles weitere besprochen. Zwei, drei Wochen wird das Training ruhen, dann beginnt die Vorbereitung auf die prestigeträchtige Deutsche Hochschulmeisterschaft. Ende Juli wird das Pro-B-Team die intensive Vorbereitung für die Saison 2019/20 aufnehmen.

Termine gefällig? Erster Spieltag ist der 21. September 2019, die erste Playoff-Runde wird am 14. April 2020 ausgetragen.

Und das Finale? 1. und 3. Mai 2020 – vielleicht sollte man das schon einmal im Kalender notieren.

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