Fußball: Oberliga
Das war’s dann für den Neuling – Gievenbeck unterliegt auch Sprockhövel

Münster -

Diese Oberliga scheint für den 1. FC Gievenbeck doch ein, zwei Nummern zu groß zu sein. Auch im Heimspiel gegen die TSG Sprockhövel, das 1:3 verloren ging, kam vom Aufsteiger und Schlusslicht zu wenig. Zudem gewann auch noch die Konkurrenz.

Sonntag, 05.05.2019, 19:22 Uhr
Julian Canisius (r.) fliegt hier an Sprockhövels Noah Karthaus vorbei, am Ende aber jubelte die TSG.
Julian Canisius (r.) fliegt hier an Sprockhövels Noah Karthaus vorbei, am Ende aber jubelte die TSG. Foto: fotoideen.com

Oberliga-Fußball Marke 1. FC Gievenbeck wird sich nach einer Serie wieder erledigt haben. Der Stadtteil-Verein kämpft in der Restspielzeit einen aussichtslosen Kampf. Beim 1:3 (0:1) gegen die TSG Sprockhövel war für 217 Zuseher zu erkennen, dass es qualitativ nicht reicht und dass kaum einer noch die Mentalität aufbringt, an das Wunder zu glauben. Die vielen Niederschläge und der quälende Abstiegskampf haben längst Spuren hinterlassen.

Nach der 14. Niederlage im 30. Spiel war es das für die Elf, nimmt auch Trainer Benjamin Heeke an. „Die Show ist vorbei, der Drops gelutscht – endlich muss man fast sagen“, formulierte der Club-Dauerbrenner, der lange auf die letzten Chancen hingewiesen und an die Machbarkeit der Mission Liga-Erhalt geglaubt hatte. „Wahrscheinlich spielen wir erst wieder Fußball, wenn wir auch rechnerisch abgestiegen sind.“ In Rheine (Mittwoch), in Herne und in Erndtebrück hat sich der FCG nacheinander vorzustellen, ehe es am 26. Mai gegen Rheine daheim aufs Feld geht.

„Wir dürfen nichts schönreden – wir sind nicht gut genug“, sagte Heeke, der seine Aufsteiger anfangs der Serie als spielerisch fähig erlebte, ehe die Konkurrenz den Stil durchschaute und auch mit robusten Mitteln dem chronisch offensivschwachen Neuling den Schneid abkaufte.

Sprockhövel trat zunächst nicht so auf, dass sich der FCG erschrecken musste. Dem fehlte Leistungsträger Nils Heubrock verletzt, Christian Keil und Tristan Niemann saßen nach den Anstrengungen der letzten Wochen draußen. Eine knappe halbe Stunde lang passierte so gut wie nichts. Die Münsteraner begannen vorsichtig. Und wurden dann wiederholt fahrig. Keeper Nico Eschhaus hielt die Null mit Fußparaden gegen Christian Antwi-Adjej und Hasan Ülker (26., 28.). Der Zusammenhalt der FCG-Fünferkette war nicht immer gegeben, das notwendige Tempo Einzelner auch nicht. Ein unkonzentriert auf Eschhaus gespielter Rückpass von Yasin Altun eröffnete Felix Casalino Freiraum zum TSG-Treffer (33.). Eine Reaktion darauf blieb aus.

Altun blieb, weil er den Akku aufladen soll für den Saisonrest, wie der verletzte Theo Töller in der Kabine. Niemann und der bemühte Tom Gerbig sorgten für Lebenszeichen. Aber ein nächster Patzer erlaubte dem umtriebigen Ülker den Blick auf den weit vorne postierten Eschhaus, der per Heber aus über 30 Metern zum 0:2 überrascht wurde (58.). Als Gäste-Keeper Bruno Staudt im Herauslaufen Gerbig aus dem Weg räumte, gab es Foulelfmeter. Wie zuletzt Keil und Heubrock vergab Maximilian Franke (68.), der an Staudt scheiterte. Die Chance, sich noch einen Schub zu holen, war dahin.

Vor Gericks 1:2 (77.) nach Doppelpass mit Niemann traf Ülker die Latte (74.). Als es am Ende hin und her ging, scheiterte Felix Krasenbrink an Staudt (88.), während die TSG vorne viel Platz bekam. In der Nachspielzeit traf Luca Hauswerth. FCG: Eschhaus – Brüwer, Scherr, Krasenbrink, Franke, Gerbig – Balz, Altun (46. Kurk), Canisius (73. Geisler) – Gerick, Töller (46. Niemann)

► Terminiert ist das Kreispokal-Halbfinale. Am 15. Mai (19.15 Uhr) reist der FCG zum FC Nordkirchen.

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