Beachvolleyball
Guter Start und große Enttäuschung: Romund/Meyer in Münster außen vor

Münster -

Sieg in Marl, guter Auftritt in Köln. Für Jan Romund und Niko Meyer von BW Aasee hat die Beachvolleyball-Saison eigentlich gut begonnen. Eigentlich. Denn wenn am Freitag die Techniker-Beach-Tour in Münster beginnt, bleibt dem Duo nur die Zuschauerrolle. Die Wildcards gehen an zwei junge Teams.

Dienstag, 07.05.2019, 17:50 Uhr aktualisiert: 08.05.2019, 17:51 Uhr
Nur Zuschauer beim Tour-Auftakt in Münster: Jan Romund (v.) und Niko Meyer
Nur Zuschauer beim Tour-Auftakt in Münster: Jan Romund (v.) und Niko Meyer Foto: König-Event

So ganz alt ist die Beachvolleyball-Saison 2019 noch nicht, zwei Turniere haben Jan Romund und Niko Meyer erst gespielt. Und doch taugen diese beiden Auftritte, um dem Duo von BW Aasee einen Fingerzeig zu geben, wo es in diesem Sommer steht. „Wir sind einen riesigen Schritt weiter als im Vorjahr. Das haben wir bereits gesehen“, zieht Routinier Romund (35) einen ersten Vergleich zur Saison 2018.

Die Vorbereitung auf eben diese war schleppend verlaufen, Meyers Knieprobleme beeinträchtigten den Findungsprozess des damals neu formierten Teams doch mehr als erwartet. Nun aber lief bislang alles glatt, gleich die Jahrespremiere in Marl war erfolgreich. Fünf Spiele, fünf Erfolge – das war gleichbedeutend mit dem Sieg bei dem A-Turnier. Diesen Schwung nahmen die beiden mit nach Köln zum Urlaubsguru-Beach-Cup, der Ende Juni auch in Münster auf dem Hafenvorplatz Station macht. Zwar stand am Rhein letztlich nur ein neunter Platz, das Spielerische aber macht weiter Hoffnung auf einen erfolgreichen Sommer. Partien wie gegen die späteren Finalisten Jonas Reinhardt/Tobias Brand (TGM Gonsenheim) oder im Achtelfinale nach vergebenem Matchball gegen Simon Kulzer (TSV Vaterstetten)/Jefferson Santos Pereira (TG Rüsselsheim) zeigen die gestiegene Konkurrenzfähigkeit. „Wir spielen deutlich stabiler und konstanter. Wir haben ein ganz anderes Vertrauen in unser Spiel, haben ein gutes Gefühl. Da ist es doppelt ärgerlich, dass wir am Wochenende nicht in Münster spielen dürfen“, erklärte Romund.

Auf dem Schlossplatz beginnt am Freitag die nationale Techniker-Beach-Tour, zu gerne wäre er dabei gewesen. Als Nummer sieben der Nachrückerliste stehen für den Blocker und seinen 21-jährigen Partner die Chancen, ins am Freitag beginnende Hauptfeld zu kommen, schlecht. Auf eine der beiden Wildcards – diese gegen an Filip John/Simon Pfetzschner und Leon Meier/Lui Wüst – hatte das Duo daher gehofft und wurde enttäuscht. Obwohl die Möglichkeit nach den Durchführungsbestimmungen des DVV durchaus groß war. Der fünffache Westdeutsche Meister Romund, der von 2010 bis 2016 immer bei den nationalen Titelkämpfen dabei war, und Meyer erfüllen als Lokalmatadore alle Voraussetzungen für die klassische Wildcard, zumal „der Ausrichter, der Vermarkter sowie der Landesverband uns ihre Stimme gegeben haben“ (Romund). „Die Art und Weise, wie die Wildcards vergeben wurden, ist nicht in Ordnung. Der DVV kann nicht Regeln aufstellen und sie dann nicht einhalten. Wo durch die Vergabe der Wildcards an zwei Nachwuchsteams der Mehrwert für das Turnier ist, muss man mir erklären“, sagte Romund.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6595696?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F
Nachrichten-Ticker