Fußball: Oberliga
Gievenbeck darf plötzlich wieder hoffen – 2:0-Sieg in Rheine

Rheine -

Der 1. FC Gievenbeck kann doch noch gewinnen. Der Fußball-Oberligist gewann beim FC Eintracht Rheine mit 2:0 (0:0) durch Treffer von Tristan Niermann und Christian Kiel. Geht noch was im Abstiegskampf für den FCG? Trainer Benjamin Heeke schiebt das Thema lieber ganz weit weg.

Mittwoch, 08.05.2019, 21:34 Uhr aktualisiert: 09.05.2019, 16:24 Uhr
Traf zum durchaus verdienten 2:0 beim Sieg der Gievenbecker in Rheine: Christian Keil
Traf zum durchaus verdienten 2:0 beim Sieg der Gievenbecker in Rheine: Christian Keil Foto: fotoideen.com

Geht da auf einmal doch noch was für den 1. FC Gievenbeck? Nach dem 2:0 (0:0)-Sieg im Nachholspiel bei Eintracht Rheine ist das rettende Ufer zumindest in Sichtweite. Auf Rechnungen ließ sich zwar auch nach dem zweiten Auswärtserfolg niemand ein, doch der Auftritt trat der geschundenen FCG-Seele auch so gut. „Wir fangen auf keinen Fall wieder an“, sagte Trainer Benjamin Heeke. „Wir haben am Montag gesagt, dass es das war. Das revidieren wir nicht, denn wir haben gesehen, dass wir jetzt ohne einen Rucksack spielen.“

Das Schlusslicht bot einen couragierten Auftritt. Mit einer Mittelfeldraute, aber temporären Tempovorstößen über die Außen zog der Underdog den Rheinensern taktisch den Zahn und ließ vor der Pause nur eine Halbchance durch Timo Scherping – einer von sechs Ex-Preußen im Kader – zu (5.), die Keeper Nico Eschhaus mühelos vereitelte.

Gute FCG-Chancen

Selbst kam der FCG mehrmals in gute Position. Etwa über Christian Keil, den Daniel Geisler und Jannik Balz sehenswert freispielten (25.), der aber an Torhüter Philipp Hinkerohe scheiterte. Oder Balz, dessen Schlenzer nur knapp den Kasten verfehlte (27.). Julian Canisius (9,) und Keil (38.) verpatzten allein vor dem Kasten die Annahme. Größter Aufreger der ersten Hälfte aber war ein Zweikampf zwischen dem klammernden Marvin Holtmann (FCE) und Yasin Altun, der sich mehrfach zu befreien versuchte. Tätlichkeit? Eine amtliche Rudelbildung folgte, es blieb aber bei ein paar Verwarnungen.

Durchgang zwei begann für den Neuling nach Maß. Einen groben Aussetzer von Felix Frank nutzte Tristan Niemann eiskalt aus und schob aus zwölf Metern zum 1:0 ein (52.). Riesiger Jubel – nur mit der Führung wurde es ein ganz anderes Spiel. Nun war der Gastgeber plötzlich offensiv wesentlich bemühter und hatte einige tumultige Standardmomente. Den ersten klärte Tom Gerbig gegen Holtmann auf der Linie (58.), genau wie später Maximilian Brüwer gegen Leon Varelmann (78.). Eschhaus rettete gegen Nils Hönicke (67.) und Varelmann (77.) mit Sahnereflexen. Der FCG hatte Glück.

Keil macht alles klar

Diese Drangphase überstanden die Gievenbecker irgendwie, auch dank leidenschaftlicher Zweikampfführung. Mittlerweile war es ohne Flutlicht ganz schön dunkel. Doch Keil bewahrte den Durchblick. Justus Kurk steckte bei einem Konter perfekt durch, und der Kapitän tunnelte erst Varelmann und düpierte dann Hinkerohe per Lupfer (83.) zum 2:0. FCG: Eschhaus – Brüwer, Scherr, Franke, Gerbig – Altun – Balz, Canisius (46. Kurk) – Geisler – Keil (90.+1 Rieger), Niemann (88. Gerick)

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