Handball: Landesliga
Kommen und Gehen bei Westfalia Kinderhaus

Münster -

In Ibbenbüren beschließt Westfalia Kinderhaus an diesem Wochenende die Saison. Längst laufen die Planungen für die kommende. Es gibt gute und weniger gute Nachrichten.

Donnerstag, 09.05.2019, 17:24 Uhr aktualisiert: 09.05.2019, 17:44 Uhr
Christopher Kohl macht den Abflug: Der gefährliche Schütze verlässt Kinderhaus und wechselt zum TV Friesen Telgte.
Christopher Kohl macht den Abflug: Der gefährliche Schütze verlässt Kinderhaus und wechselt zum TV Friesen Telgte. Foto: Johannes Oetz

Ganz gleich, ob es am letzten Spieltag noch zu Rang drei reicht oder ob es bei Platz vier bleibt. Sebastian Dreiszis kann die Saison von Westfalia Kinderhaus getrost unter „gelungen“ verbuchen. Nach dem Abstiegskampf der Vorsaison, hatten die Landesliga-Handballer aus Münsters Norden früh mit unteren Tabellenregionen nichts tun. Gelegenheit für ein frühzeitiges Fazit.

„In der Summe bin ich mit dem Verlauf zufrieden. Wir stehen am Ende dort, wo wir in dieser Saison auch hingehören. Leider haben wir uns nicht in dem Maß weiterentwickelt, wie es möglich gewesen wäre“, lautet die Bewertung. Doch das Verletzungspech war groß, die Trainingsbeteiligung nicht immer.

Auch in Sachen Planung für die kommende Saison wähnte sich Dreiszis schon weiter. Zwei Hiobsbotschaften nach zuvor erfolgter Zusage, fordern nun Nachbesserungen. Denn Christopher Kohl und Niek Jung folgen Nullacht-Trainer Björn Hartwig von Münster zum TV Friesen Telgte. „Das war anders abgesprochen. Mit Chris verlieren wir rund 150 Tore“, verdeutlicht Dreiszis die Folgen für Westfalia.

Zuvor war bereits bekannt, dass Michael Rau (Karriereende), Jonas Pakullat (beruflich nach Düsseldorf) und Fabio Dudenhausen (Auslandssemester bis Anfang 2020) das Team (vorerst) verlassen. Dem stehen mit David Honerkamp und Jan Limke, der vom Ortsrivalen SC Münster 08 wechselt, Neuzugänge gegenüber, was das Feld anbelangt. Eigentlich sind es sogar drei, denn auch Manuel Honerkamp darf getrost als neuer Spieler eingestuft werden. Sein letztes Spiel für Westfalia absolvierte er am 1. Dezember in Ladbergen. Ein Nasenbeinbruch und anschließende Rückenprobleme setzten ihn für die Rückrunde komplett außer Gefecht. Darüber hinaus geht Westfalia mit zwei neuen Torhütern in die Saison, die mit Christopher Cooper ein Trio bilden. Till Schwenker (Jahrgang 1997) kommt vom SC Greven 09, Moritz Rückforth (1993) vom Ligakonkurrenten 1. HC Ibbenbüren, dem Gastgeber des Saisonausklangs.

Mindestens ein weiterer Feldspieler muss aber dennoch her. „Ich habe zwei Kandidaten im Auge. Das zieht sich aber noch zwei oder drei Wochen hin. Ich hoffe, dass mir einer zusagt“, befindet sich Dreiszis noch im Wartestand.

So oder so hat sich die Zielsetzung durch die späte und unerwartete Personalverschiebung verändert. „Klar, haben wir nun eine andere Erwartungshaltung. Realistisch dürfte es ein Platz zwischen vier und sechs werden“, verrät der Coach. Mehr möchte er erst nach der Vorbereitung sagen. Aber auch so hat der 37-Jährige schon Vorstellungen über weitere Veränderungen und die Ausrichtung. „Ich möchte weniger auf individuelle Aktionen als vielmehr und häufiger auf das gebundene Spiel setzen“, sagt der Coach mit Blick auf sein dann viertes Jahr auf der Kinderhauer Bank: „Wir wollen einfach auch nach weiteren Alternativen suchen.“

Das gilt nun zunächst auch wieder für die Kaderplanung.

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