Fußball: Westfalenliga
Preußen-Trainer Weinfurtner rechnet nicht

Münster -

Derby-Zeit in der Westfalenliga: Am Sonntag trifft Liga-Primus Preußen Münster II auf den Rangvierten TuS Hiltrup. Mit einem Dreier würde der SCP im Zweikampf mit Neuenkirchen vielleicht schon entscheidend, aber mindestens vorentscheidend punkten.

Freitag, 10.05.2019, 17:52 Uhr aktualisiert: 12.05.2019, 14:00 Uhr
Sören Weinfurtner ist seit sieben Jahren Cheftrainer der zweiten Mannschaft von Preußen Münster. Aktuell ist das Team dem Aufstieg so anhe wie nie zuvor.
Sören Weinfurtner ist seit sieben Jahren Cheftrainer der zweiten Mannschaft von Preußen Münster. Aktuell ist das Team dem Aufstieg so nahe wie nie zuvor. Foto: Johannes Oetz

Die zweite Mannschaft des SC Preußen Münster war der Oberliga in den vergangenen Jahren nie wirklich fern. Aber auch nie so nahe, dass es angeraten gewesen wäre, den Sekt für die große Aufstiegsparty zu bestellen. Nun ist es vielleicht sogar an der Zeit, das Prickelwasser rasch kaltzulegen. Im günstigsten Falle können die Adlerträger die Dinge schon an diesem Wochenende erfolgreich beenden. „Das setzt den eigenen Erfolg im Münster-Derby gegen den Nachbarn TuS Hiltrup und einen Punktverlust von Verfolger SuS Neuenkirchen gegen den SV Spexard voraus.

Sören Weinfurtner mag sich an kleinen mathematischen Spielchen nicht beteiligen. Er sieht die Herausforderung auf dem Platz. „Jeder kann die Tabelle lesen: Wir sind Erster, Hiltrup Vierter, das ist eng und außerdem ein Derby“, sagt der Coach des Tabellenführers. Ohnehin erwartet er keine Titel-Entscheidung an diesem Wochenende. „Die wird ganz sicher vertagt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Neuenkirchen gegen den Tabellenvorletzten Spexard patzt.“

Weinfurtner ist im siebten Jahr Trainer der SCP-Zweiten. Er hat mit seiner Mannschaft Erfolg und arbeitet gern an der Hammer Straße. Erst unlängst einigte er sich mit den Preußen auf eine Verlängerung seines Vertrages bis 2021. „Die Arbeit macht Spaß. Ich spüre die Wertschätzung, die uns entgegengebracht wird. Sie ist unter dem neuen Sportvorstand sogar noch einmal gestiegen“, erklärt der Pädagoge die Perspektive.

Weil der Kunstrasenplatz auf der SCP-Anlage just renoviert wird, bestreitet der Liga-Primus die beiden letzten Heimspiele auf Naturrasen. Gegen Hiltrup zieht die Mannschaft ins große Stadion um, Weinfurtner macht daraus kein Thema. „Egal, wie es gegen Hiltrup läuft: So etwas darf nie eine Ausrede sein. Wir haben auswärts schon mehrfach auf Rasen gespielt. Und das einige Male richtig gut.“

Der Begegnung mit Hiltrup folgen noch die Partien in Rödinghausen und gegen Clarholz. Mit vier Punkten aus diesen drei Spielen wären die Preußen ganz sicher durch. Wahrscheinlich genügen schon drei, schließlich ist der SCP Verfolger Neuenkirchen nicht nur sechs Punkte, sondern auch 14 Treffer voraus. Tatsächlich würde bei Punktgleichheit das Torverhältnis entscheiden.

So weit denkt Sören Weinfurtner (noch) nicht. Sein Fokus gilt komplett dem Vergleich mit Hiltrup. Das Hinspiel endete 1:1. Diesmal darf es für den SCP auch mehr sein. Weinfurtner sagt: „Wir spielen auf Sieg. Aber das machen wir immer.“ Und dann wirft er doch noch einen flüchtigen Blick in die Zukunft. Meisterschaft und Aufstieg seien die Krönung für ein Jahr harter Arbeit, meint er. „Und für den Verein sehr wertvoll.“

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