Jugend-Basketball-Bundesliga
Berlin beendet Traumreise der jungen UBC-Talente

Münster -

Der Erfolgsweg des Nachwuchses beim UBC Münster in der Jugendbasketball-Bundesliga ist gestoppt: Im dritten und entscheidenden Playoff-Spiel gegen die jungen Albatrosse aus Berlin kassierten die Münsteraner eine unglückliche 61:64-Niederlage.

Sonntag, 12.05.2019, 17:07 Uhr aktualisiert: 13.05.2019, 12:22 Uhr
Phil Schmidt und Connor Konietzka kümmern sich hier in Gemeinschaftsarbeit um den Berliner Finn Seidel – am Ende leider erfolglos.
Phil Schmidt und Connor Konietzka kümmern sich hier in Gemeinschaftsarbeit um den Berliner Finn Seidel – am Ende leider erfolglos. Foto: Peter Leßmann

Das Schlechteste haben sich die langen Jungs von den UBC/SCM Münsterland Baskets für den Schluss aufgehoben. Ausgerechnet in der Crunchtime dieser entscheidenden Partie am Sonntagmittag gegen Alba Berlin wollte im letzten Viertel der Ball nicht mehr durch die Reuse. Aus der Distanz, aus der Nähe und von der Linie – welche Distanz die Talente auch wählten, der Ball fand nicht den Weg in den Korb. Sechs magere Punkte notierte Trainerin Marsha Owusu Gyamfi im Spiel gegen Alba Berlin für den Abschlussdurchgang, der gleichzeitig zum letzten Viertel der Saison wurde. Denn das halbe Dutzend reichte am Ende nicht, um die über 30 Minuten hart erarbeitete Führung gegen den Hauptstadtclub ins Ziel zu bringen. Mit 61:64 (32:30) ging das dritte und entscheidende Nord-Halbfinale der Jugend-Basketball-Bundesliga und damit die Finalserie mit 1:2 verloren.

Statt des erhofften Final-Wochenendes in 14 Tagen in Jena steht nun an diesem Dienstag der vorgezogene Saisonabschluss in der Trainingshalle an. „Dann kommen wir zusammen und besprechen die Saison. Dann können die Jungs noch ein bisschen zocken, und dann ist erst mal Pause“, beschreibt Owusu Gyamfi den kurzfristig angepassten Terminkalender.

Den Fahrtstress nach Jena hätte die bewährte Reisegesellschaft des UBC nur zu gerne noch einmal auf sich genommen. „Aber es hat nicht sollen sein“, so die enttäuschte Trainerin. Mit hängenden Köpfen waren ihre Schützlinge in der erneut prall gefüllten Pascal-Halle nach der Schlusssirene vom Feld geschlichen. „Vorher haben uns alle prophezeit, dass wir gegen Berlin keine Chance hätten. Aber nachdem wir in Berlin gezeigt haben, wie die Mannschaft sich entwickelt hat und dass wir da mithalten können, wollten wir jetzt auch den nächsten Schritt machen. Leider war uns das nicht vergönnt.“

Der Sonntagabend kam sicher noch etwas zu früh, um die bärenstarke Saison der jungen UBC-Garde angemessen würdigen zu können. Der akute Frust braucht Zeit, um sich mit etwas Abstand in so etwas wie verdientes Wohlgefallen über eine insgesamt höchst erinnerungsträchtige und gelungene Spielzeit aufzulösen.

Punkte: Konietzka (12), Neuhaus, Schulte, Schmidt (je 11), Schell (10), Rosic, Brozio, Gebehenne (je 2)

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