Fußball: Oberliga
Gievenbeck unterliegt Eintracht Rheine und verabschiedet sich

Münster -

Das war es also mit dem Kapitel Oberliga für den 1. FC Gievenbeck. Wie vor sechs Jahren endete es mit dem Abstieg. Zum Abschluss unterlag der Neuling, der die wenigsten Punkte sammelte, Eintracht Rheine 1:2. Der Gast rettete sich so.

Sonntag, 26.05.2019, 18:26 Uhr aktualisiert: 26.05.2019, 19:00 Uhr
Ein verbissener Zweikampf zwischen Gievenbecks Abgang Yasin Altun (l.) und Rheines Torjäger Timo Scherping.
Ein verbissener Zweikampf zwischen Gievenbecks Abgang Yasin Altun (l.) und Rheines Torjäger Timo Scherping. Foto: fotoideen.com

Die Gäste sorgten noch einmal für stattlichen Besuch im Sportpark. Der vorerst letzte Oberliga-Auftritt des 1. FC Gievenbeck lebte von der Spannung, mit der sich Eintracht Rheine im Abstiegskampf herumplagen musste. Die Münsteraner gaben vor 423 Zuschauern keineswegs klein bei, verloren aber mit 1:2 (1:1) und sahen gedankenverloren den ans rettende Ufer gesprungenen und ausgelassen jubelnden FCE-Kickern zu.

Rheines Kapitän und Vorzeige-Torjäger Timo Scherping (20 Saisontreffer) verließ ausgepumpt kurz vor Abpfiff den Rasen, an dem seine Fans parat standen zum Feiern. Der FC Brünninghausen kippte zuletzt noch auf den zweiten Abstiegsplatz – den schlechteren hatte der FCG längst inne. Weniger Partien als alle anderen, nur sechs an der Zahl, gewann der Aufsteiger, der auch offensiv harmlos war wie kein Zweiter (40 Tore). „Der Abstieg ist leider nur logisch“, sagte Trainer Benjamin Heeke. „Wir haben in dieser Liga keinen Platz.“ Im Vorjahr dachten viele noch ganz anders, aber der seit Jahren geschulte und von eigenen Kräften geprägte FCG-Spielstil reichte nicht zur Wettbewerbsfähigkeit.

Auch die 17. Niederlage ärgerte den ehrgeizigen Heeke, weil der lange ziemlich wackelige Gast nun wahrlich keine Größe darstellte und defensiv grobe Fehler fabrizierte. Youngster Leon Varelmann, mangels Alternativen in der Innenverteidigung aktiv, unterliefen im Duell mit Fabian Gerick gleich einige Patzer am Stück, ehe er elfmeterreif einschritt. Con­stantin Rieger, der künftig ob des Medizinstudiums sportlich kürzer tritt, verlud souverän Keeper Philipp Hinkerohe zum 1:0 (23.).

Der gute Sprint über rechts von Daniel Mladenovic, dem künftigen Kicker des TuS Hiltrup, sorgte für Rheines erste Szene, die Omar Guetat in Abstaubermanier zum 1:1 nutzte (27.). Womöglich fiel das Gegentor zu früh für die zuvor willigen und auch planvoll agierenden Gievenbecker, denn Rheine kam auch angesichts der Spielstände der Keller-Konkurrenten nach dem Wechsel vehementer auf. Scherping schoss Nico Eschhaus auf der Linie an (52.) und fand im FCG-Dauerbrenner seinen Meister mit einem verdeckt angesetzten Versuch (59.).

Dann schenkten die Absteiger dem Gegner einen Freistoß, den Nils Hönicke auf den per Kopf treffenden Luca Meyer platzierte (66.). Stand jetzt war Rheine am Ziel – und zog sich zurück. In den nun engen Räumen tat sich tatsächlich nicht mehr viel aus FCG-Sicht. „Es ist das erste Mal in zwei Jahren, dass wir nach eigener Führung noch verlieren“, machte Heeke einen nächsten Negativpunkt aus. Nach dem Kreispokalfinale am Donnerstag (16 Uhr) in Roxel gegen den SV Herbern werde er „vier Wochen lang den Sportpark meiden“ und später im Sommer, vielleicht, neue Lust auf Westfalenliga-Fußball entwickeln. FCG: Eschhaus – Krasenbrink (85. Kurk), Rieger, Franke, Scherr – Altun – Niemann, Geisler, Canisius (61. Balz) – Gerick (75. Brüwer), Keil

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