Reiten: Vielseitigkeit
Vanessa Bölting mit vier Pferden in Baborowko erfolgreich

Münster -

Im polnischen Baborowko erzielte Vanessa Bölting vom RFV Zum Rieselfeld erstklassige Ergebnisse – und das mit vier verschiedenen Pferden. Die Münsteranerin sieht sich bestätigt: Für die Zukunft ist sie bestens präpariert.

Montag, 27.05.2019, 14:17 Uhr aktualisiert: 27.05.2019, 17:44 Uhr
Platz eins und im Fokus der Fotografen: Vanessa Bölting gewann in Baborowko die Zwei-Sterne-Vielseitigkeit.
Platz eins und im Fokus der Fotografen: Vanessa Bölting gewann in Baborowko die Zwei-Sterne-Vielseitigkeit. Foto: Helmut Bölting

Es war nicht nur den Top-Ergebnissen mit einem Sieg sowie einem fünften und einem siebten Rang geschuldet, dass Vanessa Bölting auf der über 700 Kilometer langen Heimreise aus dem polnischen Baborowko nach Münster mit viel Zuversicht in die Zukunft schaute. „Ich habe am Wochenende einmal mehr die Perspektive nach oben erkannt. Ich bin für die nächsten Jahre gut beritten“, sagte die Vielseitigkeitsreiterin des RFV Zum Rieselfeld.

Mit vier Pferden war die 38-Jährige gen Osten gereist – und das Quartett lieferte ihr eine Menge guter Gründe, optimistisch zu sein. Da waren die beiden Nachwuchspferde Ready to go und Filou, die in der Zwei-Sterne-Prüfung die Konkurrenz aufmischten. Allen voran Ready to go, dieser erst sieben Jahre alte Wallach, mit dem sich Bölting schon für die WM der jungen Vielseitigkeitspferde im Oktober qualifiziert hat. Er zeigte sich in Baborowko von seiner besten Seite und war nicht zu schlagen. Mit einer „hervorragenden Dressur“ reihte sich Bölting mit Ready to go auf Rang zwei ein und übernahm mit dem fehlerfreien Springen die Führung. „Und dann ging er im Gelände ­galaktisch, er war einfach fantastisch“, meinte Bölting. Mehr Lob geht nicht.

Positive Worte fand die Münsteranerin auch für ­Filou, mit dem sie im Ge­lände schlappe acht Sekunden über der Zeit blieb und so den vierten Platz knapp verpasste. „Aber auch er ist eine tolle Prüfung gegangen.“

Die freudigste Erkenntnis der Tage im westlichen Polen waren die Leistungen von Carlson im Drei-Sterne-Wettbewerb. „Er ist nach ­seiner Verletzung back in Business“, frohlockte Bölting. 2018 hatte der elfjährige Wallach pausieren müssen, sein Comeback vor zwei Wochen in Marbach endete mit einem „holprigen Geländeritt“ (Bölting) vorzeitig. Doch nun war Carlson wieder ganz der Alte, war voll in seinem Element. Okay, die Dressur war noch „etwas spannig“, wie seine Reiterin zugab, doch im Gelände war er „bombastisch“ unterwegs. „Leider hatten wir dann im Springen einen Fehler, der auf meine Kappe geht. Sonst wären wir statt Siebte sogar Dritte geworden“, so Bölting.

Als Vierte im Bunde komplettierte Comtesse die Reisegruppe, zu der unter anderem auch die Familie um Ehemann Helmut sowie Töchterchen Emma gehörten. In der mit vier Sterne klassifizierten Prüfung war die zehn Jahre alte Stute nach einer akzeptablen Leistung im Viereck auf einer „Spitzenrunde“ im Gelände unterwegs, zog aber am vorletzten Hindernis den direkten Weg zum Ziel vor und galoppierte munter an der Ecke vorbei. Da sich Com­tesse zudem eine Hautverletzung, die geklammert werden musste, zugezogen hatte, verzichtete Bölting trotz bestandener Verfassungsprüfung auf das Springen. „Das tat nicht mehr not. Ich bin auch so zufrieden mit ihr.“ Und diese Aussage galt nicht nur für Comtesse.

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