Fußball: Kreispokal
Favorit Gievenbeck lässt sich Schneid abkaufen

Münster -

Der Abstieg aus der Oberliga war bitter, als Trostpflaster sollte immerhin der Titel im Kreispokal her. Doch auch den schaffte der 1. FC Gievenbeck nicht und unterlag dem zwei Klassen tiefer spielenden SV Herbern in Roxel mit 0:2.

Freitag, 31.05.2019, 10:04 Uhr aktualisiert: 02.06.2019, 13:16 Uhr
Der Herberner Julius Höring (Mitte) kommt – umgeben von den Gievenbeckern Jannik Balz, Yasin Altun, Christian Keil, Felix Krasenbrink und Tom Gerbig (v.l.) – zum Kopfball.
Der Herberner Julius Höring (Mitte) kommt – umgeben von den Gievenbeckern Jannik Balz, Yasin Altun, Christian Keil, Felix Krasenbrink und Tom Gerbig (v.l.) – zum Kopfball. Foto: Jürgen Peperhowe

Der Titel geht an den Underdog. Neuer Kreispokalsieger ist der SV Herbern. Mit 0:2 unterlag Noch-Oberligist 1. FC Gievenbeck dem Landesligisten aus dem Kreis Coesfeld am Donnerstag in Roxel. In einer aufreibenden und sehr robusten Partie gelang es dem Team von Trainer Benjamin Heeke nur selten, die Spielkontrolle zu übernehmen. Dabei haderte er vor allem mit der Gangart der Gegner.

„Sie haben unser Spiel durch viele Foulspiele komplett zerstört. Es ging gar nicht darum, ein Fußballspiel aufzuziehen“, sagte der FCG-Coach. Julian Canisius musste bereits nach sechs Minuten den Platz verletzt verlassen. Vor allem in der ersten Halbzeit war die Partie von vielen kleinen Fouls geprägt. Torchancen gab es jedoch auch.

Tristan Niemann setzte sich auf der linken Seite gut durch und legte in den Rückraum zu Justus Kurk, dessen Schuss scharf über den Querbalken flog (10.). Drei Minuten später köpfte Philipp Dubicki nach einer Ecke auf der anderen Seite ebenso knapp über den Kasten. Dann parierte SVH-Keeper Leonhard Fenker glänzend gegen Jannik Balz (18.).

Dem FCG gelang es durch die kurzen Unterbrechungen nicht, die Sache in die Hand zu nehmen. Der Außenseiter agierte hingegen mutiger: Simon Mors traute sich aus 18 Metern – und sein Schuss ging vom linken Innenpfosten über die Linie (30.). Kurz vor der Pause hatte er sogar die Gelegenheit nachzulegen, verpasste aber eine stramme Flanke von Eric Sabe im Fünfmeterraum (41.).

Von der Spielweise des SVH zeigte sich Heeke überrascht: „Ich hätte nicht gedacht, dass sie das so aufziehen.“ Bei seiner Mannschaft habe er sich in der Halbzeitpause „fast entschuldigt“, weil er sie nicht darauf vorbereitet habe. Den zweiten Durchgang ging sein Team offensiver an und trat ebenfalls robuster auf. Die beste Gelegenheit hatte Kapitän Christian Keil mit einem starken Schuss aus 20 Metern, den Fenker aber ebenso stark um den rechten Pfosten lenkte (61.).

Nach 70 Minuten musste Yasin Altun vorzeitig in die Kabine, da er sich nach einem weiteren Foul gegen ihn zum Nachtreten gegen Oscar Franco Cabrera hinreißen ließ. Fünf Minuten später erhöhte Whitson mit einem wuchtigen Schuss aus 17 Metern auf 2:0. Zwar kamen die Gievenbecker auch in Unterzahl noch zu einigen Chancen, doch ein Treffer wollte auch in der Schlussoffensive nicht mehr fallen. „Herbern hat zwei super Tore geschossen, das muss man am Ende anerkennen. Aber die Art ihres Auftritts finde ich schade“, so Heeke, der nach dem Abstieg vor wenigen Wochen die nächste Enttäuschung verdauen musste. FCG: Eschhaus – Kurk (81. Gerick), Scherr, Krasenbrink, Gerbig – Balz, Geisler, Altun, Niemann – Canisius (6. Brüwer), Keil

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