Tennis: 2. Bundesliga Damen
Erwartete Klatsche gegen Marienburg – doch für Union wird’s gegen Lintorf ernst

Münster -

Das 0:9 am Donnerstag gegen den Marienburger SC tat richtig weh, war aber im Prinzip einkalkuliert. Doch jetzt wird es richtig ernst für den TC Union Münster. Am Sonntag im Kellerduell gegen den Lintorfer TC ist ein Sieg Pflicht.

Freitag, 31.05.2019, 10:58 Uhr aktualisiert: 02.06.2019, 13:16 Uhr
Franziska Etzel und der TC Union stehen vor einer extrem wichtigen Partie gegen Lintorf.
Franziska Etzel und der TC Union stehen vor einer extrem wichtigen Partie gegen Lintorf. Foto: fotoideen.com

Keinen Satz gewonnen, nur 36 Spiele in neun Matches geholt – diese Bilanz lässt nur einen Schluss zu. Der TC Union Münster hat am Donnerstag gegen den Marienburger SC eine derbe Niederlage eingesteckt. Das 0:9 gegen den Aufstiegsaspiranten aus Köln aber war einkalkuliert, der Zweitligist hatte angesichts der kaum lösbaren Aufgabe mit seinem überschaubaren Budget gehaushaltet und auf den Einsatz seiner Spitzenkräfte Nastja Kolar (Slowenien) und Melanie Klaffner (Österreich) verzichtet. Das wird sich am Sonntag (11 Uhr) allerdings ändern, wenn der TCU beim ebenfalls noch sieglosen Lintorfer TC eine vorentscheidende Partie um den Klassenerhalt bestreitet.

„Wir schauen jetzt nur nach vorne. Die Niederlage war einkalkuliert. Es lag an Marienburgs hoher Qualität, dass wir so chancenlos waren“, sagte Trainer Thomas Heilborn. In den Bereich eines Satzgewinns kamen lediglich Manon Kruse an Position zwei (5:7, 3:6 gegen die Britin Sarah-Beth Grey) und Ria Dörnemann als Nummer drei (4:6, 2:6 gegen die Französin Marine Partaud). Das weitere Quartett wehrte sich in der Außenseiterrolle tapfer, stand aber auf verlorenem Posten. „Da war der Unterschied einfach zu groß“, meinte Heilborn etwa mit Blick auf die Partie der kämpferisch starken Pia Ziegler, die gegen Lisa Ponomar – die Marienburgerin gewann am vergangenen Sonntag noch ein 15 000-Dollar-Turnier in Portugal – beim 2:6, 3:6 alle ihr zur Verfügung stehenden Mittel ins Match warf.

Ein komplett anderes Duell steht dem TCU nun am Sonntag bevor – eines auf Augenhöhe und eines, in dem beide Mannschaften den Druck spüren. Mit dem, das hat Union in den vergangenen fünf Jahren bewiesen, kann das Team umgehen. „Klar, wir müssen in Lintorf gewinnen. Aber die Mannschaft ist gut aufgestellt, die Mädels wissen, das Marienburg-Spiel richtig einzuordnen, sagte Heilborn. Zuversicht verbreitet auch die Aussicht, mit Kolar und Klaffner gegen Lintorf, das bislang fast durchgehend mit der ersten Sechs antrat, erstmals in Bestbesetzung aufzulaufen. Franziska Etzel, Kruse, Dörnemann und Tina Kötter komplettieren das Team. Einen Ersatz nimmt Heilborn mit Blick auf die zweite Mannschaft (Westfalenliga) nicht mit. „Die sechs müssen es machen. Und ich glaube, dass sie es schaffen wird“, sagte der Coach. Der Glaube an den sechsten Klassenerhalt ist auch nach drei Niederlagen vorhanden.

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