Basketball: 2. Bundesliga Pro B
Philipp Kappenstein bleibt auch im achten Jahr Trainer der WWU Baskets

Münster -

Er ist neben Manager Helge Stuckenholz der Architekt des Erfolgs und das Gesicht des Vereins: Philipp Kappenstein. Nun hat der Trainer der WWU Baskets Münster die Zusage gegeben, auch in der kommenden Saison am Seitenrand zu stehen.

Freitag, 31.05.2019, 12:22 Uhr aktualisiert: 31.05.2019, 13:53 Uhr
Philipp Kappenstein
Philipp Kappenstein Foto: Jürgen Peperhowe

Helge Stuckenholz hatte seine Wertschätzung für Philipp Kappenstein nicht erst Ende Januar klar und deutlich geäußert. „Wir haben mit unserem Trainer einen emotionalen ,Vorturner‘, der die Werte, für die unsere Mannschaft steht, einfach perfekt vorlebt. Er ist ein sogenannter Players Coach“, hatte der Manager der WWU Baskets Münster damals gesagt. Nun, vier Monate später, adelte er den Coach ein weiteres Mal. „Philipp ist fester Bestandteil der Erfolgsgeschichte, mit ihm bleibt nun quasi unser Kapitän an Bord. Er wird das Ruder auch in der neuen, hoffentlich erfolgreichen Saison in der Hand behalten“, erklärte Stuckenholz nach der Vertragsverlängerung mit Kappenstein, der in seine achte Saison als Baskets-Coach geht.

Der Mann des Aufschwungs

Im Sommer 2012 hatte der Coach den Job in seiner Heimatstadt übernommen und hat sich mit dem Manager zum Architekten des Baskets-Aufschwungs gemauster. Stetig ging es in höhere Gefilde, sportlich entwickelte der bald 40-Jährige die Mannschaft Schritt für Schritt weiter. Der Höhenflug des letztjährigen Aufsteigers endete erst im Finale der 2. Bundesliga Pro B, in dem Bayer Leverkusen zu stark war. Doch es soll weiter emporgehen, die 2. Liga Pro A bleibt mindestens ein Fernziel.

"Keine leichte Entscheidung"

Da schien es nur logisch, dass der Lehrer am Pascal-Gymnasium sein Engagement fortsetzt. Die Einigung also reine Formsache? Mitnichten, Kappenstein benötigte Zeit zum Nachdenken, reflektierte die jüngere Vergangenheit. „Es war keine einfache Entscheidung. In den letzten beiden Jahren sind wir absolut ans Limit gegangen, sowohl vom Einsatz her als auch emotional. Das stellt sich die Frage: Kann man das wirklich noch steigern oder hat man das irgendwann alles am Seitenrand gelassen? Aber ich glaube, dass wir noch Luft nach oben haben und wir nächste Saison von der ersten Sekunde hervorragende Bedingungen vorfinden werden. Basketball ist ein absolutes Thema in der Stadt, das möchte man mitnehmen, genießen und weiter pushen“, meinte Kappenstein.

Underdog-Rolle passé

Dabei weiß der Familienvater, dass die Erfolge der vergangenen Jahre mit „etwa 85 Prozent gewonnenen Spielen“ (Kappenstein) Ansprüche im Umfeld wecken. „Mir ist bewusst, dass die Erwartungshaltung für uns eine schwierige sein wird. Wir können uns nicht mehr die Underdog-Rolle einfach so nehmen wie in der vergangenen Saison. Aber was Stand jetzt die Teamzusammensetzung angeht, bin ich zuversichtlich“, sagte Kappenstein, der weiter mit Co-Trainer Atilla Göknil und Athletik-Coach Baris Türkel arbeiten wird.

So läuft die Kaderplanung 

In der Kaderplanung steckt Kappenstein schon seit Wochen, im Kopf schwirren viele Ideen herum. Klar ist bis jetzt, dass Kapitän Jan König selbstredend einer der Baskets bleibt, zudem wurde jüngst mit Power Forward Helge Baues – der 24-Jährige kommt vom Ligakonkurrenten Dresden Titans – der erste Neuzugang vorgestellt. Viele intensive Gespräche laufen längst im Hintergrund – mit internen wie mit externen Spielern. Aus dem Kader der fulminanten Vorsaison gelten Stefan Weß, Andrej König, Leo Padberg, Kai Hänig und Alex Goolsby als Kandidaten für eine weitere Zusammenarbeit, zumal Stuckenholz immer wieder betonte, auf ein gefestigtes Gerüst bauen zu wollen.

Auch um die Dienste von Malcolm Delpeche bemühen sich Trainer und Manager dem Vernehmen nach – Ausgang offen. Dies gilt auch für Jojo Cooper, der sich mit seiner starken Saison in den Fokus vieler Clubs gespielt haben dürfte, sowie für Marco Porcher. Die Zukunft von den Youngstern Nico Funk – der im April 18 Jahre alt gewordene Aufbau kam auf knapp zwölf Spielminuten im Schnitt – und Leo Lüsebrink hängt auch (aber nicht nur) von der Qualifikation von Münsters U 19 für die Jugend-Bundesliga ab. Fix sind dagegen die Abschiede von Daniel Woltering und Anton Geretzki, den es beruflich nach Köln verschlägt.

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