Fußball: Kreispokal Frauen
Wacker hat im Elfmeterschießen gegen Ostbevern die besseren Nerven

Münster -

Die ersten Hälfte war mau, die zweite schon besser, die Verlängerung von Taktik geprägt. Die Frauen von Wacker Mecklenbeck hatten schließlich im Kreispokal-Finale gegen den BSV Ostbevern die besseren Nerven und gewannen 6:5 im Elfmeterschießen.

Freitag, 31.05.2019, 13:08 Uhr aktualisiert: 02.06.2019, 13:17 Uhr
Großer Jubel um Trainer André Frankrone herrschte nach dem spannenden Pokal-Erfolg der Wacker-Frauen.
Großer Jubel um Trainer André Frankrone herrschte nach dem spannenden Pokal-Erfolg der Wacker-Frauen. Foto: Jürgen Peperhowe

Nach 120 Minuten stand es im Kreispokal-Finale der Frauen zwischen Wacker Mecklenbeck und dem BSV Ostbevern immer noch 0:0. Und auch im anschließenden Shootout dauerte es noch sehr lange, ehe der Sieger feststand. Die Entscheidung vom Punkt brachte schließlich die 16. Schützin im Elfmeterschießen. Sarah Zinn verwandelte den entscheidenden Schuss vom Punkt und sorgte für großen Jubel beim lila-weißen Anhang. Für Trainer André Frankrone war das Endspiel ein gelungener Abschied. Er, obwohl noch nicht mal annähernd 30, hat den Frauenfußball an der Egelshove und ganz besonders in der ersten Mannschaft in den vergangenen Jahren im Besonderen mitgeprägt. In der nächsten Saison trainiert er die Männer von GW Amelsbüren in der Kreisliga B.

Das Spiel begann zäh und ließ im ersten Durchgang jegliche Höhepunkte vermissen. Zwar agierten die Teams jeweils aus einer gut organisierten Defensive heraus, waren aber im Angriff zu kopflos. Ungenaue Pässe und lange Bälle prägten das Spiel auf beiden Seiten. Frankrone formulierte es im Nachklang geradezu drastisch: „Die erste Hälfte war grausam. Da müssen sich die beiden Mannschaften schon fast bei den Zuschauern entschuldigen.“ Er habe aber vor allem auch gemerkt, dass sich beide Teams seit vielen Jahren gut kennen und um die Stärken des anderen wissen.

Die zweite Hälfte hatte da schon etwas mehr zu bieten, und Ostbevern startete zunächst besser. BSV-Kapitänin Michelle Schlattmann hatte in der 60. Minute die bis dahin beste Gelegenheit der Partie: Ihr Schuss aus 15 Metern von der rechten Strafraumseite knallte gegen den linken Pfosten. Dann übernahm der viertplatzierte Westfalenliga-Konkurrent das Kommando. Ein Versuch von Verena Funke aus 25 Metern ging ebenfalls an den Pfosten (68.), Paula Funcke köpfte kurz vor dem Abpfiff nur knapp über das Tor (82.). „Ab unserem Pfostenschuss war der Sieg in jedem Fall verdient“, sagte der Wacker-Coach hinterher.

In der Verlängerung setzten die Münsteranerinnen dann auf den Lucky-Punch, aber die Defensive des BSV hielt. Im Elfmeterschießen hatte der Gegner schließlich sogar kurzzeitig den Matchball, doch Wacker am Ende die besseren Nerven. Emine Ibrahimi, Torfrau Jule Krützmann, Isabel Riemann, Luca Selle, Laura Bezhaev und am Ende eben Zinn verwandelten mehr oder weniger sicher. Laura Glenzki hätte für den BSV zum Sieg nur verwandeln müssen, scheiterte aber. Genau wie ihre Kollegin Michelle Schlattmann ganz am Ende. „Das war ein überragender Abschluss, obwohl er jetzt noch mehr wehtut“, sagte Frankrone. Wacker: Krützmann – Selle, Stein, Schipke (33. Düking), Bezhaer – Dircks, Funke (99. Riemann), Zinn, Hauser – Haack (63. Ibrahimi), Funcke (120. Rottwinkel)

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