Handball: Verbandsliga Frauen
Westfalia holt drei Neue und plant den nächsten Schritt

Münster -

Der Rückblick auf die abgelaufene Saison fällt durchaus positiv aus, auch wenn den Frauen von Westfalia Kinderhaus auf den letzten Metern kräftig die Luft ausging. Nun kommt es in der Sommerpause zu einem etwas kleineren Umbruch als zuletzt. Drei Neue stehen fest, drei Spielerinnen gehen.

Samstag, 01.06.2019, 12:00 Uhr aktualisiert: 02.06.2019, 13:17 Uhr
Vorwärts in der Frauen-Verbandsliga: Esther Schwarz (2.v.l.) und Westfalia streben in der neuen Saison den nächsten Schritt an.
Vorwärts in der Frauen-Verbandsliga: Esther Schwarz (2.v.l.) und Westfalia streben in der neuen Saison den nächsten Schritt an. Foto: Riemenschneider

Zwei Drittel der Saison mischte Westfalia Kinderhaus in der Frauen-Verbandsliga im Kampf um den Platz an der Sonne mit. In den letzten Wochen sorgten teilweise überraschende Niederlagen für einen paar Wolken am Handball-Himmel – und leichte Abkühlung. Als Schlechtwetter-Periode bleibt die Spielzeit aber nicht in den Köpfen hängen. „In der Gesamtsicht war es ein super Verlauf einer Saison, die gerade zu Beginn herausfordernd war“, bilanziert Trainer Florian Ostendorf nach Platz fünf. Für vereinzelte Niederschläge hatten Vereinswechsel gesorgt. Nahezu ein halbes Dutzend Leistungsträger hatte sich umorientiert. Ein Umbruch inklusive Verjüngung war daher erforderlich.

Das junge Team fand jedoch unerwartet rasch zusammen. „Man kann daran sehen, was durch Trainingsfleiß möglich ist“, so der Coach, der eine Beteiligung von 90 bis 95 Prozent lobt. Auch zwei zusätzliche Rückschläge im weiteren Verlauf durch die Knieverletzungen von Alexa Beckmann und Frauke Schibilla stürzten Westfalia nicht in Turbulenzen. Auch nicht, dass Spielerinnen wie Anna Klapdor und Kira Enders regelmäßig durchspielen mussten.

All das in der Summe der Erfahrungen sorgt dafür, dass Ostendorf vor seiner dritten kompletten Saison – der gebürtige Osnabrücker übernahm im Dezember 2016 – „super optimistisch ist“. Was für 2019/20 zunächst nichts mit der Tabelle zu tun hat. „Ich möchte das nicht an einem Platz festmachen, wenngleich es schon einer zwischen eins und acht sein sollte. Ich möchte nur, dass wir stärker werden, den nächsten Schritt machen.“

Dazu zählt der 34-Jährige die Verbesserung im Spiel sieben gegen sechs. Aber neben der 6:0- und 5:1-Abwehr soll auch eine 3:2:1-Deckungsvariante zum Repertoire zählen.

Chiara Bolze ist eine von drei Neuzugängen, die damit schon Erfahrungen gemacht haben – in der A-Juniorinnen-Bundelsiga sowie der 3. Liga mit dem Thüringer HC. Zuletzt pausierte die Rückraumspielerin. Julia Stegmann ist die nun achte Rückraumspielerin im Aufgebot, sie kommt von der SV Ibbenbüren. Katharina Ruschhaupt komplettiert das Trio. Die Kreisläuferin spielte zuletzt bei der Ahlener SG im A-Juniorinnen-Oberhaus sowie in der Landesliga. Womit die Planung nahezu abgeschlossen ist. Einen so großen Umbruch wie vor der vergangenen Saison gibt es nicht. Eine freie Planstelle soll aber noch zwischen den Pfosten besetzt werden. Mit Patricia Wette und Kim Farwick verfügt der Kader aktuell über zwei Torhüterinnen. Mit Torfrau Anja Westbeld (zurück zur TSG Harsewinkel), Astrid Rehorst (beendet Karriere) und Jutta Müller-Deile (bleibt Stand-by) stehen den Zugängen drei Abgänge gegenüber.

Ein am Ende 15-köpfiger Kader soll in die Saison gehen. Der Trainingsauftakt ist für den 2. Juli terminiert. Bis dahin genießen die Damen, die seit dem letzten Spieltag frei haben, die handballfreie Zeit. Nur einmal, Mitte Juni, trifft sich das Team zu einer Laufeinheit. In der Vorbereitung bittet Ostendorf dann fünf- bis sechsmal wöchentlich zu Übungsschicht. Schließlich geht es ab dem 14. September wieder um einen Platz an der Sonne.

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