Triathlon: Bundesliga
US-Boy Rider führt Tri Finish auf Platz vier im Kraichgau – W+F Elfter

Münster -

Mit einem hervorragenden vierten Platz schlossen die Dreikämpfer von Tri Finish Münster den ersten Bundesliga-Start in dieser Saison ab. Seth Rider schaffte es ebenfalls auf Platz vier der Einzelwertung. Stadtrivale W+F wurde Elfter.

Sonntag, 02.06.2019, 15:00 Uhr aktualisiert: 04.06.2019, 14:56 Uhr
Starke Tri Finisher: (von links) Yannic Stollenwerk, Georg Leidhold, Jocelyn Mourier, Thomas Sayer und Seth Rider.
Starke Tri Finisher: (von links) Yannic Stollenwerk, Georg Leidhold, Jocelyn Mourier, Thomas Sayer und Seth Rider. Foto: Tri Finsh

Paukenschlag im Kraichgau: Weicon Tri Finish nutzte den Auftakt im Oberhaus, um die internen Geschichtsbücher neu aufzulegen. Platz vier stand nach dem Rennen in der Abendsonne in den Protokollen der Deutschen Triathlon-Union – nie war der Erstligist besser unterwegs. Das Höchste der Gefühle bislang: Rang fünf, ebenfalls im hügeligen Baden-Württemberg. Das war 2018. Die Jungs um US-Boy Seth Rider, Vierter in der Einzelwertung, kratzten frecherweise lange am Podest. Ärgerlich nur: Yannic Stollenwerk wurde Opfer eines Massensturzes. Selbst wenn er nicht direkt involviert war, verlor er wichtige Zeit. W+F Münster, im zweiten Jahr nach dem Aufstieg bei den Großen dabei, finishte als elftbestes Team. Auch wenn Teamchef Patrick Hoffmann mit den Top Ten geliebäugelt hatte, „war das ein richtig guter Anfang, weil das Feld ungemein stark besetzt war“. Münsters Dreikämpfer rocken die Liga.

Ironman 70.3: Platz zwei für Dirksmeier

Das ist schon herausragend: Patrick Dirksmeier, gerade Vater geworden, ist beim Ironman 70.3 im Kraichgau auf Platz zwei eingelaufen – hinter keinem geringeren als Jan Frodeno, zweimaliger Hawaii-Sieger (2015/2016). Der Münsteraner (Tri Finish) benötigte für die 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und den finalen Halbmarathon 4:05,56 Stunden. Frodeno schaffte die Distanz in 3:53,06 Stunden.

...

„Sensationell!“ Martin Epkenhans, Sportlicher Leiter von Tri Finish, ging durch die Decke. Weil er am Samstag bei der Altersklassen-EM im niederländischen Weert über die olympische Distanz startete, versuchte er am Abend verzweifelt, den Liveticker auf dem Handy zu aktivieren – vergebens. Betreuer Wolfgang Verhoeven informierte ihn unmittelbar nach der Glanztat über die Sprintdistanz (750 Meter schwimmen, 20 Kilometer Radfahren, fünf Kilometer Laufen). „Das hebt die Stimmung, klar“, so Epkenhans.

„Ami“ Rider zeigte nach einem Jahr Abstinenz einmal mehr, wie wertvoll seine Anwesenheit für ein gutes Gesamtergebnis ist. Nach 49:47 Minuten lief er ins Ziel – nur drei Bundesliga-Helden machten es besser. Thomas Sayer (Platz 21/50:44 Minuten), Georg Leidhold (30/51:03) und Stollenwerk (39/51:35) waren nur unwesentlich langsamer. Jocelyn Mourier (54/52:02) lieferte die Streichwertung. Möglich, dass Rider und Co. in diesem Jahr, im siebten Jahr der Erstklassigkeit, mit der besten Platzierung ever für Aufsehen sorgen werden. Noch stehen drei Events aus.

Wasser+Freizeit musste ein wenig improvisieren. Jonas Osterholt weilte bei der EM in Weert, Robin Willemsen plagte sich unter der Woche mit einer Erkältung. „Er hat durchgezogen, war aber nicht in Vollbesitz seiner Kräfte“, sagt Hoffmann. Das beste Resultat lieferte der Jüngste im Bunde. Paul Völker, zurzeit am Stützpunkt im Saarland beheimatet, benötigte 50:56 Minuten für die anspruchsvolle Distanz – Platz 27. Cedric Osterholt (34/51:07), Willemsen (38/51:32) und der Niederländer Joey van’t Verlaat (63/53:05) folgten. David Wetzels 56:42 Minuten als 74. fanden keine Berücksichtigung im Gesamtergebnis.

Nach dreiwöchiger Pause lockt Düsseldorf mit seinem lebendigen Medienhafen. Am 23. Juni hebt sich dort der Vorhang für die zweite Runde – mit münsterischer Beteiligung.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6660027?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F
Nachrichten-Ticker