Rudern: Europameisterschaften
Bronze für RVM-Athlet Brummel und seine Crew im Vierer ohne Steuermann

Münster -

Platz drei bei den Europameisterschaften in Luzern – Felix Brummel vom RV Münster und seine Kollegen im Vierer ohne Steuermann holten die erträumte Medaille in der Schweiz. Die Titelkämpfe waren aber nur eine Zwischenstation auf dem Weg zu großen Zielen.

Sonntag, 02.06.2019, 16:14 Uhr aktualisiert: 03.06.2019, 13:44 Uhr
Der Start des Endlaufs: Das deutsche Boot mit Felix Brummel hatte sich die dritte Bahn von unten gesichert, der Münsteraner sitzt an letzter Position.
Der Start des Endlaufs: Das deutsche Boot mit Felix Brummel hatte sich die dritte Bahn von unten gesichert, der Münsteraner sitzt an letzter Position. Foto: dpa

Die ersehnte Medaille baumelte am Sonntagmittag um den Hals von Felix Brummel. Der Musterathlet des RV Münster ließ gar keine anderen Gedanken zu, als sich über das Edelmetall bei der EM in Luzern zu freuen. Nach zwei grandiosen Vorstellungen im Vorlauf und im Halbfinale, die jeweils mit einem Sieg endeten, musste sich der deutsche Vierer ohne Steuermann im Endlauf nur Großbritannien und Polen beugen. „Wir sind sehr mutig losgefahren, lagen anfangs auch vorne, konnten dann aber das Tempo nicht halten“, erzählte Brummel, dessen Vereinskameraden im Clubhaus am Bildschirm kollektiv mitfieberten.

Die Gewinner waren letztlich nach 2000 Metern 5,07 Sekunden schneller als das DRV-Quartett, auch auf den Silberrang fehlten 2,18 Sekunden. Nach hinten waren es 1,35 Sekunden Luft auf die Ukraine. RVM-Cheftrainer Thorsten Kortmann sagte: „Noch mehr wäre wohl nur bei einem perfekten Verlauf drin. Nein, das war eigentlich schon optimal für Felix.“ Der Sportler selbst sagte: „Wir sind mit dem dritten Platz überaus zufrieden. Er ist für uns zugleich eine große Motivation in den nächsten Trainingswochen. Wir sind da auf dem richtigen Weg.“

Mit Felix Wimberger (Passauer RG), Maximilian Planer (Bernburger RC) und Nico Merget (Frankfurter RG Germani) hatte der 24-Jährige einen super Einstieg in die Europameisterschaften. Den Vorlauf gewann das Boot deutlich. „Da haben wir richtig gut reingefunden in die Regatta“, so Brummel. Im Halbfinale am Samstag lieferten sich die Deutschen mit Vize-Weltmeister Italien ein enges Rennen. Beide Teams hatten sich zur Hälfte deutlich abgesetzt, am Ende hatten die Südeuropäer das Nachsehen. Der starke Schlussspurt der Athleten von Trainer Tim Schöneberg war beeindruckend.

Und er brachte einen Platz auf der mittleren Bahn fürs Finale auf dem Rotsee. „Das war uns wichtig“, sagte Brummel. Vor den Titelkämpfen hatten er und seine Kollegen das Erreichen des Endlaufs als Ziel ausgegeben, gleichzeitig aber auch einen Podestplatz ins Auge gefasst. Beide Pläne gingen auf. Nun gilt der Blick den Weltmeisterschaften in Linz Ende August. Und natürlich hat der Münsteraner mit seiner Crew weiterhin Tokio vor Augen. Olympia 2020, darauf arbeiten die Jungs hin. Und liegen voll im Plan.

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