Tennis: 2. Bundesliga, Frauen
Den Klassenerhalt vor Augen – TC Union Münster siegt beim Lintorfer TC

Münster -

Der TC Union Münster bleibt im Spiel in Sachen Klassenerhalt im Unterhaus. Beim Lintorfer TC gab es am Sonntag einen ungefährdeten 8:1-Erfolg. Die Liga kann das Team von Trainer Thomas Heilborn aus eigener Kraft halten.

Sonntag, 02.06.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 02.06.2019, 19:09 Uhr
Melanie Klaffner gewann ihr Einzel souverän und ließ auch im Doppel an der Seite von Manon Kruse nichts anbrennen – wie der TC Union, der mit 8:1 beim Lintorfer TC siegte.
Melanie Klaffner gewann ihr Einzel souverän und ließ auch im Doppel an der Seite von Manon Kruse nichts anbrennen – wie der TC Union, der mit 8:1 beim Lintorfer TC siegte. Foto: fotoideen.com

Part eins haben die Tennisspielerinnen des TC Union Münster erfüllt, um zum sechsten Mal in Serie den Klassenerhalt in der Nordstaffel der 2. Bundesliga zu schaffen. Im Kellerduell zweier bis Sonntag noch siegloser Mannschaften gewann der TCU mit 8:1 (5:1) beim Lintorfer TC und gab damit nicht nur die rote Laterne an die Rheinländerinnen weiter, sondern kletterte auch am kommenden Gegner Bayer Leverkusen vorbei. „Das war genial. Im entscheidenden Moment kann man sich auf die Mädels verlassen, sie bringen dann volle Leistung“, sagte Trainer Thomas Heilborn.

Anders als vor Wochenfrist beim THC von Horn und Hamm in Hamburg, als Union nach vier vergebenen Matchbällen in den Einzeln 4:5 verloren hatte, war den Münsteranerinnen diesmal das Glück hold. Zumindest Nastja Kolar bei ihrem Debüt für den TCU. Die Slowenin kämpfte sich nach dem 2:6 im ersten Satz gegen die Französin Constance Sibille zurück in die Partie, die sie mit dem 6:4 ausglich. Es folgte ein nervenaufreibender Match-Tiebreak, in dem die 24-jährige Kolar drei Matchbälle abwehrte, um dann ihre dritte Chance zu nutzen. „Ich weiß nicht, was ,coole Socke’ auf slowenisch heißt. Aber Nastja war eine coole Socke. Es hat ein bisschen gedauert, um ins Spiel zu kommen, sie hat es dann aber sehr gut gemacht. Das war eine hochklassige Partie“, erklärte Heilborn

Deutlich einfacher und weniger aufregend hatte sich die Aufgabe zuvor für Melanie Klaffner gestaltet, die Union mit dem 6:2, 6:0 gegen Laura Heinrichs in Führung gebracht hatte. Und da Manon Kruse (6:4, 6:4 gegen die Niederländerin Nicole Thijssen) sowie Tina Kötter mit ihren schlanken 40 Jahren (6:3, 6:3 gegen Daniela Kalthoff) nachlegten, war Union früh auf Siegkurs.

Diesem folgten Ria Dörnemann mit ihrem 7:6 (7:3), 6:2 gegen Emelie Schwarte und eben Kolar, einzig Franziska Etzel musste sich in den Einzeln geschlagen geben. An Position drei unterlag sie Anouk Tigu (Niederlande) mit 3:6, 5:7. „Auch dieses Spiel hätte anders laufen können, doch wir wollen uns nicht beschweren“, meinte Heilborn.

Warum auch? Denn in den Doppeln knüpfte Münster an seine Leistungen aus den Einzeln an und schraubte den Erfolg durch die Siege von Kolar/Etzel (7:5, 6:2 gegen Sibille/Heinrichs), Klaffner/Kruse (6:3, 6:3 gegen Tigu/Thijssen) und Dörnemann/Kötter (6:1, 6:2 gegen Schwarte/Kalthoff) in die Höhe. Mit Blick auf die möglicherweise entscheidenden Match-Punkte nicht unwichtig. Den Klassenerhalt hat Union weiter vor Augen – und kann ihn noch aus eigener Kraft schaffen.

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