Leichtathletik: Landesleistungsstützpunkt
Standort Münster bleibt – unter neuer Leitung

Münster -

Was wird aus dem Leichtathletik-Landesleistungsstützpunkt in Münster? Standort gesichert, hieß es am Dienstag aus Verbandskreisen. Strukturelle und personelle Änderungen werde es aber geben.

Dienstag, 04.06.2019, 16:50 Uhr aktualisiert: 05.06.2019, 10:30 Uhr
Noch in Münster – demnächst möglicherweise Trainer am Bundesstützpunkt Dortmund: Elke und Frank Bartschat
Noch in Münster – demnächst möglicherweise Trainer am Bundesstützpunkt Dortmund: Elke und Frank Bartschat Foto: Jürgen Peperhowe

Still ist es geworden in der Diskussion um den Landesleistungsstützpunkt Leichtathletik in Münster. Still, aber nicht ruhig. Im Hintergrund laufen weiterhin Gespräche und Verhandlungen, wie es künftig weitergehen soll mit dem sportlichen Aushängeschild in der Stadt. Wobei die Betonung auf wie, nicht auf ob liegt.

Unbestritten ist mittlerweile, dass der Stützpunkt „im“ und „wegen des“ besonderen Landesinteresses fortgesetzt wird. Das bestätigte am Dienstag der Vorsitzende der AG Leistungssport im Fußball- und Leichtathletik-Verband (FLVW), Hubert Funke, und auch Leistungssport-Koordinator Winfried Vonstein betonte das besondere Landesinteresse: „Der Stützpunkt Münster bleibt auf jeden Fall.“

Die Frage ist nur, wie der zukünftig aufgebaut sein wird. Bislang sind hier Elke Bartschat als hauptamtliche DLV-Bundes- und Stützpunkttrainerin sowie Ehemann Frank Bartschat (beide zudem ehemals Preußen Münster) tätig. Das könnte, war von Verbandsseite zu hören, demnächst nicht mehr der Fall sein. Ein neuer Einsatz der beiden im Bundesstützpunkt Dortmund-Bochum-Wattenscheid werde nach einem „Zielvereinbarungsgespräch“ zwischen LSB und Staatskanzlei erwogen. Die Versetzung nach ­Leverkusen – von beiden aufgrund der Nähe zu den ­meisten von Münster dorthin abgewanderten Athleten favorisiert –, wurde in dem Gespräch unter Federführung des Deutschen Leichtathletik-Verbandes nicht verfolgt, da der Bundesstützpunkt Leverkusen in der Vergangenheit ohnehin sehr stark priorisiert worden sei. Überhaupt ist die Leichtathletik in NRW strukturell im Umbruch: Der Landesverband Nordrhein will sich acht Jahre nach der Fusion mit Westfalen zum „Leichtathletik NRW“ wieder verselbstständigen.

In Münster wird der Stützpunkt wohl keinem Verein mehr zugeschlagen. Bislang war der SC Preußen bis zu seinem Ausscheiden aus dem leichtathletischen Spitzensport stützpunkttragender Verein. Die Leitung des Stützpunktes werde demnächst ausgeschrieben und extern besetzt, hieß es. Das Anforderungsprofil umfasse den Besitz einer A-Lizenz und eine sportwissenschaftliche Ausbildung.

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