Fußball: Westfalenliga
Hiltrups neuer Sportchef Prieto im Interview: „Der Oberliga-Traum lebt“

Münster -

Der TuS Hiltrup hat sich neu aufgestellt auf dem Posten des Sportlichen Leiters. Raul Prieto löst zum 1. Juli Frank Busch ab. Sein erstes Interview in neuer Position zeigt, dass er nicht nur die erste Mannschaft auf dem Schirm hat. Doch auch mit der hat der 48-Jährige große Pläne.

Mittwoch, 05.06.2019, 10:30 Uhr aktualisiert: 05.06.2019, 14:03 Uhr
Raul Prieto, der zuletzt die U 15 des 1. FC Gievenbeck trainierte, steigt nun beim TuS Hiltrup ein.
Raul Prieto, der zuletzt die U 15 des 1. FC Gievenbeck trainierte, steigt nun beim TuS Hiltrup ein. Foto: Johannes Oetz

Nach dem überraschenden Rückzug von Frank Busch zum Saisonende musste es schnell gehen für den TuS Hiltrup. Und es ging schnell. Zum 1. Juli steigt Raul Prieto als Sportlicher Leiter am Osttor ein. Im Interview erklärt er seine vorrangigsten Ziele und benennt den heimlichen Traum des Vereins erneut.

Wie kam es zu der zügigen Einigung zwischen Ihnen und dem TuS?

Prieto: Kontakte existieren ja schon lang, beim TuS bin ich bekannt. Der Abteilungschef Rolf Neuhaus hat mich angerufen, wir haben gesprochen. Ich habe mir Bedenkzeit erbeten, weil ich noch verschiedene Anfragen hatte. Im Endeffekt ist es nicht nur eine große Herausforderung, sondern auch eine Herzensangelegenheit.

Sie waren bisher ausschließlich als Coach im Jugendbereich tätig. Liegt in der Verzahnung zwischen Westfalenliga und Junioren Ihr Augenmerk?

Prieto: Primär wurde ich für die erste Mannschaft geholt, aber natürlich geht es immer um den kompletten Verein. Auch wenn im Nachwuchs andere in der Verantwortung sind. Aber klar, aufgrund einer verbesserten Verknüpfung bin ich da.

Muss nach dem Doppel-Abstieg der Zweiten und Dritten in die B- und C-Liga sowie diversen Querelen im Seniorenbereich nicht alles auf den Prüfstand?

Prieto: Ja, beide Mannschaften müssen wieder in die Spur finden. Das ist eine riesige Baustelle. Wir kennen das Problem, auch der Abstieg der U 23 kam ja nicht aus heiterem Himmel, sondern war die Konsequenz aus den letzten Jahren. Im Moment sprechen wir mit potenziellen Trainerkandidaten und arbeiten dann auch gezielt am Kader.

Wie läuft der Übergang von Frank Busch zu Ihnen? Immerhin hat Ihr Vorgänger am Freitag noch die letzten Neuen für die kommende Saison präsentiert.

Prieto: Offiziell steige ich nächsten Monat ein, hinter den Kulissen arbeiten wir aber Hand in Hand. Das Aufgebot steht zu 99 Prozent, nur einen Stürmer würden wir noch nehmen, wenn sich etwas anbietet. Frank hat sehr gute Arbeit geleistet.

Auch Trainer Christian Hebbeler wird neu sein. Funken Sie mit ihm schon auf einer Wellenlänge?

Prieto: Ich habe ihn persönlich kennengelernt, das passt gut. Mit seinem Co-Trainer Kay Göttsch habe ich ja schon in Gievenbeck zusammen trainiert.

Mehr oder weniger heimlich träumt der TuS von der Oberliga. Bleibt’s dabei?

Prieto: Der Traum lebt. Wehren würden wir uns nicht. Aber wir haben eine komplett neue Mannschaft und wollen den Druck nicht schon im Vorfeld hochschrauben. Wichtig ist ein ruhiges Umfeld, das ist auch meine Aufgabe. PS wurden geholt, wir müssen sie jetzt auf die Straße bringen.

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