American Football: Oberliga
Die Münster Mammuts bringt nichts aus der Ruhe

Münster -

Wenn Mammuts einmal in Bewegung sind, dann sind sie kaum noch aufzuhalten: Auch im dritten Spiel der Saison haben die Münsteraner ihre Gegner nach allen Regeln der Football-Kunst in Grund und Boden gespielt. Leidtragende diesmal: Die Greyhounds aus Wuppertal.

Sonntag, 16.06.2019, 18:56 Uhr aktualisiert: 18.06.2019, 14:56 Uhr
Eine Galavorstellung lieferte Mammut Johnny Earl King ab. Den pfeilschnellen Receiver sahen die Greyhounds nur im Konturenflug.
Eine Galavorstellung lieferte Mammut Johnny Earl King ab. Den pfeilschnellen Receiver sahen die Greyhounds nur im Konturenflug. Foto: fotoideen.com

Im Oberligaduell am Schifffahrter Damm warfen sich die Münster Mammuts für das zweite Heimspiel am neuen Platz in die Schutzkleidung. Das American-Football-Spiel gegen die Wuppertal Greyhounds geriet nahezu ausnahmslos zur Demonstration ihres Formats, denn vor gut 250 Zuschauern gab es nach dem 36:7 (19:7) keine Diskussionen in Kanalnähe. Drei Spiele, drei Siege – besser kann es nicht laufen für jene, die zuletzt erst in der Rückrunde punkteten.

Die Bergischen hatten Pfingstmontag ihren ersten MS-Auftritt bei den Blackhawks mit 34:26 gewonnen. Nach ihrem zweiten in der Unistadt fragt man sich unweigerlich: warum nur? Denn sie fanden weder taktisch noch spielerisch ein probates Mittel, die Mammuts-Defense um den wirkungsvollen Tammo Braun, genannt „Maschine“, zu durchbrechen. „Das war anfangs eine echte physische Aufgabe, aber unsere Defense ist aktuell die beste der Liga“, sagte Mammuts-Headcoach Sascha Krotil zufrieden.

Wuppertal versuchte stets, die geballte Power durch die Mitte zum Raumgewinn zu bringen, doch die hellwachen Gastgeber agierten planmäßig wie durchgehend konzentriert. Das Sagen in der Offense hat der zum Quarterback umfunktionierte Yannik Steinberg, der sich pudelwohl fühlt als Pass- und Rhythmusgeber. „Daran habe ich auch lange gearbeitet“, grinste er, der die Ruhe weg hat und bestechend präzise zuzuspielen vermag. „In erster Linie muss man cool bleiben und gucken, was gehen könnte.“ Im Vergleich zu ihm wirkte der zügig attackierte Gäste-Quarterback Julien Awater oftmals ratlos, flüchtete regelrecht mit dem Ball in den Händen oder streute Pässe ins Nichts ein.

Nach dem ersten Touchdown von Simon Schirk und dem geglückten Kick von Jonas Spitzer erhöhte Braun per Safety. Achim Bahs Touchdown krönte wieder „Kicker“ Spitzer. Nach der 16:0-Führung verkürzten die Greyhounds dank einer der wenigen gelungenen Aktionen auf 16:7. Das Field Goal des extrem souveränen Spitzer schrieb den Pausenstand fest. Danach brillierte der zuvor schon auffällige, aber noch glücklose Johnny Earl King. Der eher kleine, aber enorm sprintstarke und wendige US-Amerikaner jagte über die rechte Seite auf und davon – gesucht und gefunden von Steinberg. Seinen ersten Touchdown veredelte Spitzer erneut, dem dann auch ein zweites Fieldgoal gelang. Und den zweiten Sechs-Punkte-Versuch von „König“ King erhöhte erneut Spitzer zum 36:7.

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