Boxen: European Games
Kochen lässt er die Experten: Salah Ibrahim in Minsk

Münster -

Und wieder ist er unterwegs. Salah Ibrahim vom BC Münster 23 startet bei den European Games in Minsk im Halb-Fliegengewicht (bis 49 Kilogramm). Gold wäre ein Riesending.

Mittwoch, 19.06.2019, 17:00 Uhr aktualisiert: 19.06.2019, 21:20 Uhr
Alpenpanorama: Salah Ibrahim trainierte mit der deutschen Auswahl auch in Sölden.
Alpenpanorama: Salah Ibrahim trainierte mit der deutschen Auswahl auch in Sölden. Foto: BC Münster 23

Dieser Junge sieht was von der Welt. Vom Stützpunkt Köln zog Salah Ibrahim vom BC Münster 23 unlängst aus, um in Sölden (Österreich) in den Bergen ein Höhentraining zu absolvieren. Der beste Ort, um ganz schnell Leistung zu steigern und neue rote Blutkörperchen zu bilden, die den Sauerstofftransport optimieren. Drei lange Wochen. Nicht ohne – aber längst nicht alles. Den Feinschliff vor den zweiten European Games in Minsk (21. bis 30. Juni) holte sich der 21-Jährie im Bundesleistungszentrum in Kienbaum mit der Konkurrenz aus England und Thailand. Pratzentraining, Schnell- und Explosionskraft: weitere 14 Tage ging der junge Mann an seine Grenzen. Für einen Traum: Gold im Halb-Fliegengewicht (bis 49 Kilogramm). Dienstag hat er in Weißrussland das olympische Dorf bezogen. Nach zwei Nächten im Hotel wird es jetzt langsam ernst.

„Ja, ich freue mich und bin gespannt, was mich erwartet“, sagt Ibrahim. Vor allem, wer auf ihn wartet. „Die Auslosung ist am Freitag. Es ist alles offen.“ Zumindest weiß er jetzt, mit wem er die Zimmer in den nächsten Tagen teilen wird. Schwergewicht Nelvie Tiafack (Köln) und die Berliner Hamsat Shadalov (Leichtgewicht) sowie Abdulrahman Abu-Lubdeh (Halbschwergewicht) sind seine Mitbewohner in dem Apartment, das sogar eine eigene Küche hat. „Gegessen wird aber in der Mensa. Die hat jeden Tag 24 Stunden geöffnet. Da gibt es alles“, sagt Ibrahim. „Wenn wir uns gegenseitig bekochen müssten? Ich weiß nicht, was dabei rauskommen würde“, lacht das Fliegengewicht.

2018 gewann er im sechsten Anlauf seiner erste Medaille bei einer großen internationalen Meisterschaft. Bei der U-22-EM im rumänischen Targu Jiu holte er Bronze. Damals musste er vor dem Event ein wenig abspecken. Wie jetzt. „Ja, meist sind das so zwei bis drei Kilo. Die kriege ich schnell runter. Ich bin ein schlanker Typ.“

Seine Nervosität hat er noch ganz gut im Griff. „Vor dem ersten Kampf wird es denn schon kribbeln“, weiß er. Normal. Auch die Temperaturen von 26 bis 28 Grad ähnlich wie in Münster lassen ihn kalt. „Davon kriege ich kaum was mit“, erzählt er. Zwei Einheiten sind es Minimum am Tag. Für Gold muss er sich schinden ...

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