Hockey: Regionalliga
Der THC Münster siegt zum Ausstand von Spielertrainer Paar

Münster -

So kann man abtreten: In seiner letzten Partie als Spielertrainer trug Moritz Paar eine Menge zum 6:2-Erfolg gegen den Crefelder HTC II bei. Drei Tore erzielte der scheidende Coach, der in der kommenden Saison wieder ein einfaches Kader-Mitglied beim künftigen Hockey-Oberligisten ist.

Montag, 01.07.2019, 19:38 Uhr
Bald nur noch ein „ganz normaler Spieler“ – und nicht mehr Spieler­trainer: Moritz Paar.
Bald nur noch ein „ganz normaler Spieler“ – und nicht mehr Spieler­trainer: Moritz Paar. Foto: Wilfried Hiegemann

Dieser Abschied war wie gemalt und linderte zumindest ein wenig den Schmerz nach dem bereits feststehenden Abstieg. Seine letzte Partie in der Verantwortung als Spielertrainer gewann Moritz Paar mit dem Hockey-Regionalligisten THC Münster gegen den Crefelder HTC II mit 6:2 (1:2) – ein Ausstand nach Maß.

„Wir haben schwach angefangen, dann aber gut kombiniert und den Gegner zerlegt“, sagte Paar, der passenderweise das erste (zum 1:2), dritte und letzte Tor des THC erzielte. Zudem traf Anton Schellhorn doppelt, Henry Nonn hatte nach einer kurzen Ecke ausgeglichen. Im Frühjahr hatte Paar die Entscheidung getroffen, sein Traineramt an Elias Gövert abzugeben. Zu groß war der zeitliche Aufwand für den Mediziner, der die vergangenen beiden Jahre als eine „intensive Zeit“ bezeichnet.

„Es war ein aufreibender Job im Trainingsalltag, der aber viel Spaß gemacht hat. Für mich ist die Sache jetzt rund, der Zeitpunkt für einen Wechsel ist gut. Für die Mannschaft ist es vielleicht auch gar nicht schlecht, wenn mal ein ­frischer Wind weht und sie neue Impulse von Elias bekommt“, sagte Paar.

„Wiederaufstieg nicht unrealistisch“

In seiner Ägide als spielender Coach setzte sich der von seinem Vorgänger Maurus Beck eingeleitete Aufschwung fort, der THC um Abteilungschef Tobias Achatzy hat sich im Herren-Bereich (und nicht nur dort) einen Namen im Hockey-Land gemacht. Nicht zuletzt dank der Regionalliga-Aufstiege auf dem Feld und in der Halle. „Damit haben wir fast das Maximum erreicht. Dass wir die Regionalliga nun nicht halten konnten, lag auch ein bisschen an der fehlenden Erfahrung und Konstanz. Schwächephasen werden in der Regionalliga bestraft. Aber unsere junge Mannschaft hat viel gelernt und sich gut verkauft. Ein Wiederaufstieg ist nicht unrealistisch“, meinte Paar. Vier Punkte fehlten letztlich zum Klassenerhalt.

Nach der Sommerpause kehrt Paar zurück an den Dingbängerweg und nimmt die Vorbereitung auf. Dann als „ganz normaler „Spieler“, wie der 30-Jährige betont. Und sollte Gövert mal einen Rat benötigen – Paars Tür steht sicher offen.

THC-Damen mit stolzer Serie

Eine bärenstarke Rückrunde haben die THC-Damen mit dem 4:0 (0:0) gegen Eintracht Dortmund abgeschlossen. Es war der sechste Sieg in Serie, einzig das erste Spiel nach der Pause hatte Münster beim Meister Kahlenberger HTC 0:2 verloren. Gegen Dortmund mühte sich der Gastgeber in Halbzeit eins, dann aber münzten Lili Achterwinter, Luca Wilhelm, Franziska Hansen und Susanne Siedhoff die drückende Überlegenheit in Zählbares um.

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