Leichtathletik: U-16-DM
Premierenfieber an der Weser für Talente der LG Brillux und des SC Preußen

Münster -

Sowohl die LG Brillux Münster als auch der SC Preußen schicken ihre Talente am Wochenende nach Bremen zu den Deutschen Meisterschaften der U-16-Junioren. Die Ziele sind unterschiedlich, Medaillen aber keineswegs ausgeschlossen.

Donnerstag, 04.07.2019, 16:50 Uhr aktualisiert: 05.07.2019, 13:24 Uhr
Startet bei der U-16-DM: Maja Huesmann vom SCP
Startet bei der U-16-DM: Maja Huesmann vom SCP Foto: Kai Brandhofe

In Richtung Norden über die A 1 geht es für die jungen Leichtathleten der LG Brillux und des SC Preußen. Die U-16-Sportler zieht es zu ihrem Saison-Höhepunkt nach Bremen, wo sie ihre ersten Deutschen Meisterschaften bestreiten – Premierenfieber inklusive.

Neun Nachwuchskräfte der LGB qualifizierten sich für die Titelkämpfe auf der Sportanlage Obervieland, zwei von ihnen haben durchaus Chancen, in den Kampf um Edelmetall einzugreifen. Silas Zahlten ist über 3000 Meter ein Kandidat, mit seinen 9:31,73 Minuten reist er als Nummer vier der Bestenliste an die Weser. An den Top-Mann Christoph Waligorski (TSV Gräfelfing) scheint Platz eins vergeben zu sein. „Dahinter aber mischen einige Läufer um Silber und Bronze mit. Und dazu gehört Silas“, sagt Trainer Jörg Riethues, der mit Stabhochspringerin Marla Matthiesen eine zweite Medaillen-Anwärterin dabei hat. Kommt sie in den Bereich ihrer Hallen-Bestmarke von 3,25 Metern, ist sie im Vorderfeld dabei.

Auf den letzten Drücker knackte Westfalenmeister Leonard Horstmann im Dreisprung die Norm von 11,80 Metern und kann nun befreit auftreten – „ganz ohne Druck“, so Riethues. Dies trifft auch auf die 100-Meter-Sprinterinnen Ida Schwering und Guely Batantou zu, die unbeschwert in den Startblock gehen können. Das A-Finale, so ihr Coach, ist utopisch, der B-Lauf aber das erklärte Ziel. Zudem will Schwering über 80 Meter Hürden ihre Bestzeit von 12,05 Sekunden angreifen. „Dann kann man mal sehen, was es wird“, meint Riethues.

In guter Form tritt auch Jil-Marie Flieger an. Vor knapp zwei Wochen unterbot sie in 2:18,51 Minuten über 800 Meter den 35 Jahre alten Kreisrekord. Als Nummer zehn der Meldeliste geht sie in das Rennen und peilt das A-Finale an.

Der Kreisrekord ist auch ein Thema beim SCP. Die 4 x 100-Meter-Staffel, die mit Liv Patterson, Luisa Manegold, Maja Huesmann und Nora Falk bei den Westfälischen Meisterschaften Zweite wurde, will sich für den Endlauf qualifizieren. „Eine Zeit unter 49 Sekunden sollte machbar sein“, so SCP-Abteilungsleiter Kai Brandhofe. Damit würde das Quartett, zu dem auch Laura Brandhofe und Franziska Lupfer gehören, die Bestmarke der alten Ratio-Staffel um Tatjana Pinto (48,98 Sekunden) angreifen und das LG-Team mit Schwering, Batantou, Laura Calderon und Lia Filax wohl hinter sich lassen.

Mit Huesmann stellen die Preußen zudem eine Einzelstarterin. Im Dreisprung wird sie mit 10,98 Metern als 15. der Meldeliste geführt, die gleich sechs Springerinnen zwischen 10,95 und 11 Metern führt. „Für Maja ist es das Ziel, erstmals die Schallmauer von elf Metern zu durchbrechen“, sagt Brandhofe.

U 18 und U 20 in der Lohrheide

Nur wenige Kilometer entfernt in Bottrop startet Kai Sparenberg den nächsten Versuch, sich über 200 Meter für die DM in Berlin zu qualifizieren. Die Norm liegt bei 21,30 Sekunden, zuletzt blieb er zwei Zehntel unter der Norm. „Aber ich bin optimistisch, dass es klappt“, sagt Riethues, der unter anderem auch die Sprinter Justus Hilling und Jan Vogt, Jari Bender und Oskar Enseling (beide 1500 Meter) loslässt.

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