Segeln: U-23-WM
Mackenbrock von der Schulbank aufs WM-Podest

Münster -

Romy Mackenbrock aus Münster und Steuermann Silas Mühle machten es spannend bis zum Schluss. Bei der U-23-WM in Norwegen sicherte sich das Duo auf den letzten Drücker mit einem Sieg doch noch die Bronzemedaille – und als Zugabe den WM-Titel der U 21.

Sonntag, 07.07.2019, 17:16 Uhr aktualisiert: 08.07.2019, 16:06 Uhr
Nehmen nach der Abi-Pause sofort wieder Fahrt auf: Romy Mackenbrock (l.) und Silas Mühle.
Nehmen nach der Abi-Pause sofort wieder Fahrt auf: Romy Mackenbrock (l.) und Silas Mühle. Foto: Orsini

Ergebnisflaute am Samstag und ein Finale furioso am Sonntag: Nach Abschluss der 15. Wettfahrt am Nachmittag hatten Romy Mackenbrock vom SC Hiltrup und der Hamburger Silas Mühle bei der U-23-Weltmeisterschaft im südnorwegischen Risör noch einen verbindlichen Folge-Termin: Das deutsche Duo war als Bronzegewinner unverzichtbarer Teil der abschließenden Medaillenzeremonie – und hatte fast unbemerkt auch noch den Weltmeistertitel der U 21 abgeräumt, der im gleichen Wettbewerb ausgesegelt wurde. Gold und Bronze also auf einen Schlag, viel mehr ging an diesem Wochenende nicht.

Nach den starken Auftritten am Freitag mit den Rängen eins, zwei und drei folgte am Samstag das jähe Ende der Aufholjagd. Ein vierter und zwei sechste Plätze brachten stattdessen die Verfolger aus den Niederlanden wieder ins Kielwasser des deutschen Nacra-17-Duos, während das Spitzenduett aus Dänemark und Italien einem einsamen Zweikampf um Gold entgegensegelte.

Doch zum Finale ließen Steuermann Mühle und seine Vorschoterin aus Münster noch mal ihr ganzes Können aufblitzen: Rang zwei zum Start der Finalserie folgte zwar noch ein fünfter Rang, dann aber zum krönenden Abschluss ein weiterer Sieg – der insgesamt dritte bei den 15 gewerteten Wettfahrten.

Zwei Disqualifikationen hatten zuvor für das Streichergebnis und eine hohe Hypothek in der Punktesammlung gesorgt. Dennoch zeigte dieser erste Wettkampf-Auftritt nach der Abiturpause von Mackenbrock und in der neuen Bootsklasse, dass auch in den kommenden Jahren erneut mit dem optimal eingespielten Duo aus Hamburg und Münster zu rechnen ist.

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