Leichtathletik: ZfS-Münster-City-Run
Eyob Solomun allein auf weiter Flur

Münster -

Eyob Solomun dominierte die 13. Auflage des ZfS-Münster-City-Runs. 31:26 Minuten bedeuteten eine starke Zeit und den Sieg. Bonnie Andres setzte sich bei den Frauen durch (35:55).

Sonntag, 07.07.2019, 21:34 Uhr aktualisiert: 08.07.2019, 07:12 Uhr
Die Zehn-Kilometer-Läufer kehrten der Lamberti-Kirche erst den Rücken, kamen aber reuig zurück. Eyob Solomun (Startnummer 466) war der schnellste Mann.
Die Zehn-Kilometer-Läufer kehrten der Lamberti-Kirche erst den Rücken, kamen aber reuig zurück. Eyob Solomun (Startnummer 466) war der schnellste Mann. Foto: fotoideen.com

Irgendwann schlägt es 13. Jetzt hat auch der ZfS-Münster-City-Run diese stolze Zahl an Austragungen erreicht. Das beliebte Innenstadtrennen über zehn Kilometer, ein von den Laufsportfreunden umgesetzter Dauerbrenner im hiesigen Sportkalender, stand am Sonntag ganz im Zeichen von Start-Ziel-Siegen. Im 500-köpfigen Feld gehörte angereisten Gästen der Triumph.

Eyob Solomun aus dem sauerländischen Olpe, startend für das AYO Team Essen, setzte sich unangefochten in starken 31:26 Minuten durch und war von den Mitbewerbern nur von hinten zu sehen. Elias Sansar (LG Lage Detmold/31:50) und Volker Goineau (LG Braunschweig/32:04) folgten auf den (Treppchen-)Plätzen. Für den VfL Oldenburg startet Bonnie Andres, ebenso wie Solomun im U-20-Bereich geführt. Und die erstmals in Münster startende Studentin siegte in 35:55 Minuten beachtlich schnell wie souverän. Lauter junge Gewinner hatte der 1,2-Kilometer-Lauf für Schülerinnen und Schüler mit 58 Startern.

„2017 war ich auch hier – und genauso schnell, aber nur Vierter“, sagte Solomun, der einen klaren Plan hatte und den ganz allein sauber durchzog. „Ich musste meinen Weg machen. Eine echte Konkurrenz war nicht zu sehen.“ Andres musste sich dagegen „erst einmal zurecht finden auf den unterschiedlichen Belägen. Als ich mich aus dem Pulk heraus gekämpft hatte, lief es sehr gut.“ Nach Runde eins merkte sie spätestens, wie gut sie klar kam.

Als Fünfter erreichte Yannick Rinne von den Laufsportfreunden das Ziel. Der Vorjahresdritte – seinerzeit grippegeschwächt am Start – aus dem Jahrgang 1988 erfüllte sich einen Wunsch. „Zum zweiten Mal überhaupt bin ich unter 33 Minuten geblieben – ich bin top zufrieden“, strahlte er am Rathaus nach 32:54 Minuten. Der Führende war zu schnell weg, da führte Rinne zunächst die Verfolger an, um dann Platz für Platz aufzuholen. Sein Trainer riet ihm angesichts guter Zwischenzeiten, „in der letzten Runde noch mal Gas zu geben, um die Marke zu knacken. Das hat ja hingehauen.“

Vereinskollege David Schönherr, in dieser Saison so eifrig unterwegs auf ambitionierten Wettbewerben, hatte Pech. Er schied nach einem Sturz auf den Rücken aus. Gerade im Promenadenbereich, der Linden-Strecke, sorgten die von den Bäumen gefallenen und nass gewordenen Blüten für einen rutschigen Belag.

„Ich hab’ da lieber Vorsicht walten lassen“, sagte die routinierte Christl Dörschel (SG Wenden), die im Vorjahr siegte und nun in 38:08 Vierte wurde. Vor ihr schaffte es die bestechend durchziehende LSF-Läuferin Miriam Zirk (U 20) in 36:12 Minuten auf Rang zwei – in Düsseldorf brauchte sie unlängst für den Marathon gerade einmal 2:46 Stunden.

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