Fußball: Testspiel
Preußen-Sieg gegen Fortuna Köln: Mörschel lässt es erstmals klingeln

Telgte -

Ein Erfolgserlebnis gab es am Mittwochabend für den SC Preußen Münster im Testspiel gegen Fortuna Köln. Im Telgter Takko-Stadion setzte sich der Drittligist gegen seinen letztjährigen Konkurrenten mit 1:0 (0:0) durch. Den Treffer erzielte Heinz Mörschel – es war sein Premierentor für den SCP.

Mittwoch, 10.07.2019, 21:16 Uhr aktualisiert: 10.07.2019, 21:43 Uhr
Heinz Mörschel erzielte im Test gegen Fortuna Köln das einzige Tor des Tages. Den Siegtreffer vor 750 Zuschauern im Telgter Takko-Stadion hatte ihm Rufat Dadashov aufgelegt.
Heinz Mörschel erzielte im Test gegen Fortuna Köln das einzige Tor des Tages. Den Siegtreffer vor 750 Zuschauern im Telgter Takko-Stadion hatte ihm Rufat Dadashov aufgelegt. Foto: Jürgen Peperhowe

Es ist in diesem Sommer vielleicht noch schwieriger als sonst, den Leistungsstand der Preußen zu beurteilen. Richtige Aufschlüsse brachte der vorletzte Test am Mittwoch gegen Fortuna Köln dem Publikum nahe der Heimat nicht, Trainer Sven Hübscher – und das ist der Maßstab – sieht seine runderneuerte Mannschaft nicht erst seit dem 1:0 (0:0) gegen die Südstädter auf einem vielversprechenden Weg.

„Der Einsatz war top“, sagte er. Vor der Pause erkannte der 40-Jährige Phasen, in denen die Kugel gut lief, aber auch Sequenzen, in denen der Zugriff fehlte. „Da haben wir uns locken lassen, wenn der Gegner zu sechst hinter dem Ball war. Das wurde in der zweiten Halbzeit besser. Da waren wir abwartend und haben situativ im richtigen Moment attackiert.“

Spielkontrolle beim SCP

Neuzugang Julian Schauerte trug in Abwesenheit von Simon Scherder und Ole Kittner die Kapitänsbinde. Vielleicht mehr als ein Intermezzo. Münster machte sich in der Anfangsphase das Leben in der Abwehr schwer. Etwa, als Keeper Marian Prinz ins Dribbling ging gegen Roman Prokoph und Ali Ceylan, der den Ball aufnahm und aus spitzem Winkel aufs fast verwaiste Tor zielte. Okan Erdogan klärte auf der Linie (4.). Der später verletzte Franko Uzelac setzte den folgenden Eckball nur knapp drüber (5.). „Die defensive Ordnung passte nicht immer, da müssen sich erst Automatismen entwickeln“, sagte Hübscher. „Insgesamt müssen die Jungs ihre Erfahrungen mit unserem System machen.“

Testspiel: Preußen Münster schlägt Fortuna Köln

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  • Mörschel im Duell mit Torwart Kevin Rauhut.

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  • Gefüllte Ränge im Takko-Stadion in Telgte.

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  • Zweikampf zwischen Dadashov und Ali Ceylan.

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  • Motiviert seine Spieler: Preußen Trainer Sven Hübscher.

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  • Pires und Wagner im Duell mit Hamza Salman.

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  • Griechisch-römisch formvollendet: Heidemann und Ali Ceylan.

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  • Pires und Wagner kommen gegen Hamza Salman nicht an den Ball.

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  • Hamza Salman und Wagner im Zweikampf.

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  • Pires gegen Farid Abderrahmane.

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  • Griechisch-römisch formvollendet, zweiter Teil: Heidemann und Ali Ceylan.

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  • Mörschel hat den Ball im Blick.

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Die Spielkontrolle lag dennoch beim SCP, im Zentrum überzeugte Fridolin Wagner mit seiner Rigorosität, die finalen Pässe aber ließen auf sich warten. Ab und an für Alarm sorgte Rufat Dada­shov. Der Stürmer besaß die besten Abschlüsse. Erst scheiterte er an Keeper Kevin Rauhut (26.), dann jagte er die Kugel nach schönem Angriff über Kevin Rodrigues Pires und Heinz Mörschel über den Kasten (42.). Die Kölner, in der Vorsaison noch Drittliga-Rivale der Preußen und nach dem Abstieg fast mit komplett neuem Aufgebot unterwegs, waren insgesamt aber ein hartnäckiger Sparringspartner.

Wiedersehen mit Ex-Preußen-Spieler

Nico Brandenburger kam zur Pause für Jannik Borgmann und damit nach längerer Auszeit (Zerrung) gegen den Verein zum Einsatz, von dem er gerade an die Hammer Straße gewechselt war. Es spielte vor der Viererkette, in die stattdessen Wagner rückte.

Nach dem Wechsel intensivierte Münster die offensiven Bemühungen. Seref Özcan bot sich die erste gute Szene (53.), er setzte das Leder aber über den Kasten. Wenige Augenblicke später war Mörschel nach Dada­shov-Anspiel frei vor Rauhut und markierte entschlossen sein erstes Tor für den neuen Club (54.). Das ließ sich gut an. Fortuna, angereist mit dem Ex-Preußen Zlatko Muhovic als Assistent von Chefcoach Thomas Stratos, hatte durch Blendi Idrizi (68.) und Prokoph (69.) zwei Versuche, Münster einen durch Lucas Cueto (85.). Ansonsten plätscherte die Begegnung so dahin. Finale Erkenntnisse, was das SCP-Ensemble drauf hat, wird auch diesmal erst der Ligabetrieb liefern.

Mannschaftsaufstellung:

SCP: Prinz – Schauerte (62. Tezel), Erdogan, Borgmann (46. Brandenburger), Heidemann – Wagner, Rodrigues Pires (76. Klann) – Schnellbacher (62. Hoffmann), Mörschel (62. Litka), Özcan (62. Cueto) – Dadashov (76. Hoffmeier)

Interview

Drei Fragen an Niklas Heidemann:

Niklas Heidemann ist in diesem Sommer der Vielspieler in den Testpartien. Platt ist der Linksverteidiger nicht.

Würden Sie sich ein paar Verschnaufpausen mehr wünschen?

Heidemann: Nein, ich trainiere ja hart. Das kann ich aushalten. Und es ist schön, dass ich so viel Vertrauen bekomme.

Was haben Sie sich für Ihr zweites Drittliga-Jahr vorgenommen?

Heidemann: Im ersten wollte ich ankommen und mich etablieren. Jetzt geht es darum, die Leistungen zu bestätigen und vielleicht auch eine Führungsrolle anzunehmen.

Wie sehr setzt das Team die Vorstellung von Trainer Sven Hübscher um?

Heidemann: Wir arbeiten noch an Feinheiten, aber das hört auch mit dem Ende der Vorbereitung nicht auf. Es ist gewollt, erst mal defensiv gut zu stehen und über Ballgewinne die richtige Situation abzuwarten. Das dauert seine Zeit, und Punktspiele sind dann sowieso noch mal ganz andere Situationen

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