12. Sparda-Münster-City-Triathlon
Zwei Heimsiege im Hafen – Luca Heerdt und Sebastian Czerny triumphieren

Münster -

Was für ein Spektakel. 4500 begeisterte Zuschauer feuerten im Hafen 1350 Dreikämpfer an – Rekordbeteiligung. Tri Finisher Luca Heerdt setzte sich über die olympische Distanz die Krone auf. Mit deutlichem Vorsprung.

Sonntag, 14.07.2019, 18:38 Uhr aktualisiert: 14.07.2019, 18:55 Uhr
Der Dominator: Luca Heerdt spulte die olympische Distanz ohne viel Schweiß runter. Sein Pendant bei den Frauen: Hannah Arlom. Über die Volksdistanz siegte Sebastian Czerny.
Der Dominator: Luca Heerdt spulte die olympische Distanz ohne viel Schweiß runter. Sein Pendant bei den Frauen: Hannah Arlom. Über die Volksdistanz siegte Sebastian Czerny. Foto: Peter Leßmann

Wer laufend denkt, bewegt sich. Luca Heerdt ist mit seinen gerade 23 Lenzen ein Großer darin. Am Sonntag schaltete er auf der letzten Laufrunde seinen Kopf ein – und einen Gang runter. Mehr als 1000 Meter Vorsprung vor seinem ärgsten Widersacher Sven Wies hatte er auf der olympischen Distanz herausgelaufen. Beeindruckend. Ein Auslaufen auf den letzten Metern bis ins Ziel. „Das war die Vorgabe von meinem Trainer Ralf Kleemann“, verriet er. Am Montag stehen schon wieder 25 Kilometer auf dem Trainingsplan. In knapp zwei Wochen geht es zur Challenge nach Prag. Von nichts kommt nichts.

Tri Finisher Heerdt wirkte total locker. Gab ohne groß Luft holen zu müssen die ersten Sieger-Interviews. Ein Ausdauerkerlchen par excellence. Es ist sein Jahr. Im Mai schaffte er es in Heilbronn bei der Deutschen Meisterschaft über die Mitteldistanz als Siebter in einem erlesenen Starterfeld in die Top Ten. Der Lehramtsstudent (Sport und Mathe) ist auf dem Weg zum Profi – und freute sich diebisch über seinen Triumph vor der Haustür.

„Ich wollte gewinnen. Es ist was Besonderes hier“, gab er zu Protokoll und stürmte in die Arme seiner Familie. Nur 15:26 Minuten benötigte er für die 1500 Meter im Hafenbecken. Bestzeit. Auch die 1:46,52 Stunden, nach einem einsamen Ritt auf dem Rad und einem „entspannten“ Lauf, konnten sich sehen lassen.

Impressionen vom Sparda-Münster-City-Triathlon 2019

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Nicht minder alleingelassen auf weiter Flur: Hannah Arlom (Tri-Team der LG Emsdetten) bei den Frauen. Die ehemalige Tri Finisherin siegte überlegen in 2:00,57 Stunden vor Petra Stöppler (Marathon Steinfurt, 2:11,09), im Vorjahr noch in Münster für die Zweitligamannschaft am Start. Zweimal setzte sich Arlom zuletzt auf der kürzeren Distanz durch, jetzt auf der Olympischen. Souverän. „Das Schöne ist ja, dass hier so viele Zuschauer so nahe dran sind. Das schiebt einen voran“, sagte sie.

Kommentar

Turnier der Sieger, Volksbank-Münster-Marathon, Sparkassen-Münsterland-Giro – die sportlichen Großereignisse sind so vielfältig und wertvoll wie die Stadt selbst. Der Sparda-Münster-City-Triathlon reiht sich nahtlos in die Phalanx der beliebtesten Events ein. Volks- und olympische Distanz waren am 1. Februar bei der Freischaltung der Onlineanmeldung binnen 40 Minuten ausgebucht.

In Rekordzeit zum Rekordergebnis. 1350 Dreikämpfer tummelten sich am Sonntag im und um den Hafen. Nie waren es mehr. Weil die Bundesliga nach zwei erfolgreichen Jahren draußen blieb, wurde der Breite eine weitere Tür geöffnet. Dankend trat sie ein. Ja, mittlerweile ist Triathlon ein absolut massentaugliches Happening, längst kein Sport mehr nur für Exoten oder verrückte Paradiesvögel.

Bewährt hat sich der Termin zu Beginn der Sommerferien. In der Urlaubsplanung des ein oder anderen wird der Stichtag im Kalender frühzeitig eingepflegt. Eng könnte es 2020 werden. Dann endet das Schuljahr am 26. Juni. Terminkollisionen mit anderen Veranstaltungen drohen. Aber auch diese Hürde wird das Organisationsteam um Holger Fritze nehmen. Geht nicht, gibt es nicht. Münster kann Triathlon – egal wann. Schön, dass es ihn gibt. Und all die anderen sehenswerten und herausragenden Großereignisse.

von André Fischer

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Mit Sebastian Czerny krönte sich der österreichische Spaßvogel im Tri-Finish-Team zum Sieger. Diesmal auf der Volksdistanz, nachdem er 2018 noch auf der langen Strecke erfolgreich war. Dabei sollte er ursprünglich für das Zweitligateam in Verl starten, dass parallel in voller Montur in Ostwestfalen auflief. Blöd nur: Czerny hatte kein Triathlon-Rad dabei. Musste sich eines vom Vereinsvorsitzenden Matthias Arnold borgen.

„Es ging“, stammelte er nach dem Rennen, um denn doch preiszugeben: „Das Rad war zu tief. Ich musste mich ducken, ganz andere Muskelgruppen beanspruchen. Trotzdem hat es funktioniert. Irgendwie.“ Hat es, sogar fix – der „Ösi“ brauchte nur 55:21 Minuten. Am Montag geht es zurück in die Alpenrepublik. Czerny ist Teil des Helferteams und hatte nach einem Erfolg noch einen arbeitsreichen Tag vor sich. Bei den Frauen hatte Josefine Röttgering (Hengst SE) die Nase vorn. Nach 1:04,40 Stunden finishte sie mit einem Lächeln auf den Lippen.

Osterkamp finisht mit 81 Jahren

Mit Freistil hat er wenig am Hut: „Nach 25 Metern bekomme ich Schnappatmung“, gesteht Josef Osterkamp, mit 81 Jahren der älteste Teilnehmer bei der zwölften Auflage. Der Coesfelder ist seit jeher ein starker Brustschwimmer – und zog seinen Streifen durch. „Ich habe mich mal im Kraulen versucht, aber schnell die Geduld verloren“, ließ er durchblicken.

Zum zehnten Mal war er in Münster zu Gast. Mehr als 250 Triathlons und Duathlons hat er in all den Jahren seit seiner ersten Ausdauer-Premiere 1983 auf dem Buckel. „Wenn die Gelenke weiter mitmachen, werde ich 2020 wieder hier sein“, versprach er. Das 19,5 kalte Wasser war ihm denn doch zu kalt. „Ich habe einen Neoprenanzug mit kurzen Beinen, da friere ich schon mal.“ Die innere Hitze wirkte Wunder.

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Thöne spricht und sputet sich

Im Vorjahr feierte Hartwig Thöne in seiner Heimatstadt Premiere am Mikrophon. Der bundesweit bekannte Sprecher ist Sportart-Insider und TV-Redakteur sowie Moderator bei Sport 1. Als er vor diesem Dreikampf den Anruf von Anne Hassenjürgen erhielt und gefragt wurde, ob er noch einmal zum Hafen kommen möge, hat Thöne nur kurz in den Terminkalender geschaut. „Ich war froh, dass es passt. Ich bin gerne hier, denn diese Location ist einfach etwas besonderes“, sagte Thöne, der auf etlichen Wettkämpfen im Einsatz ist.

In Münster gab er an der Seite von Hassenjürgen, die die Starter mit den technischen Details vertraut machte, alles, auch rein zeitlich. Denn der TV-Dienst rief ihn noch in die Lohrheide nach Bochum-Wattenscheid, wo die Regionalliga-SG am späten Nachmittag im Test gegen den Nachbarn und Erstligisten FC Schalke 04 antrat. Thöne jubelte übrigens unlängst selbst: In Hamburg packte er den Triathlon als Aktiver und finishte über die Olympische Distanz in 2:42 Stunden.

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