Reiten: Turnier des RuF Roxel
Laurenz Buhl schlägt allen ein Schnippchen und siegt mit Drachten

Münster -

Der letzte Reiter sollte der schnellste sein. Beim Turnier des RuF Roxel schloss Laurenz Buhl das Stechen des abschließenden S-Springens ab und entriss damit noch Hans-Thorben Rüder den Sieg. Unter den Geschlagenen war auch Markus Merschformann, der schon so oft an der Bösenseller Straße gewonnen hat.

Sonntag, 14.07.2019, 19:18 Uhr aktualisiert: 15.07.2019, 15:08 Uhr
Laurenz Buhl und Drachten waren beim abschließenden S-Springen in Roxel nicht zu schlagen und verwies Hans-Thorben Rüder mit Singu auf den zweiten Platz.
Laurenz Buhl und Drachten waren beim abschließenden S-Springen in Roxel nicht zu schlagen und verwies Hans-Thorben Rüder mit Singu auf den zweiten Platz. Foto: Peter Leßmann

Dem Vernehmen nach haben die übrigen Teilnehmer beim Reit- und Springturnier des RFV Roxel schon den Kaffee auf, wenn sie in die Starterliste blicken und den Namen Markus Merschformann entdecken. Grund dafür ist die Dominanz, die der Familienvater aus Osterwick in den vergangenen Jahren in Roxel an den Tag legte. Aber was will er machen? Er ist ein sehr guter Springreiter und verfügt über einen starken Beritt. Das summiert garantiert nun mal den Erfolg.

In diesem Jahr kam es besonders dicke für all die anderen. Denn „MM“ hatte im Zwei-Sterne-Springen mit Stechen gleich drei Eisen im Feuer. Mit Lifestyle und Cuma erlaubte er sich im Umlauf jeweils einen Abwurf, mit Cornet’s Cambridge kam er fehlerfrei durch und stand damit im Stechen. Der Weg war frei für den nächsten Sieg im Großen Preis in Roxel, doch Merschformann hatte ein Einsehen mit seinen Mitbewerbern: Er absolvierte den Stechparcours zwar souverän ohne Fehler, hatte aber nicht so sehr auf die Tube gedrückt. Seinem siebenjährigen Pferd wollte er das noch nicht zumuten. Es gibt ja auch nächstes Jahr ein Turnier in Roxel.

So durfte sich am Sonntagnachmittag der Albachtener Laurenz Buhl feiern lassen, der mit dem elfjährigen Wallach Drachten als letzter und sechster Starter des Stechens die Konkurrenz düpierte. Null Fehler in 41,36 Sekunden hieß es für den Stallkollegen von Jens Baackmann am Ende, was das Topergebnis sein sollte. Im Vorfeld hatten die Fachleute so manchen Favoriten ausgemacht, Buhl stand da sicher nicht auf jedem Zettel. Kam der Sieg für ihn auch überraschend? „Na ja, planen tue ich immer, aber klappen tut es nicht so oft. Aber mein Pferd ist sehr erfahren und hat mir diesen Sieg leicht gemacht.“

Bis zu Buhls Ritt hatte Hans-Thorben Rüder (RV Fehmarn/Greven) auf Singu (0/41,66 Sekunden) die Nase vorn und wirkte ziemlich entspannt. Erst recht, als nach ihm weder die Amazonen Andrea Hoppe (Münster) auf Diacada und Luzie Jüttner (Greven) auf Buffy noch Merschformann sein Ergebnis knacken konnten. Als dann der entfesselte André Sakakini (St. Hubertus Wolbeck) seinen Fabian mit einer Verspätung von drei Zehntelsekunden auf Rüder ins Ziel brachte, kam es gönnerhaft vom Führenden: „Gut geritten, André, hat mir gut gefallen.“ Doch dann kam Buhl, und Rüder guckte sparsam.

Das S-Springen am Samstag hatte sich der Bösenseller Alexander Potthoff auf Spike mit sieben Hundertstelsekunden Vorsprung vor dem Iren Jonathan Gordon (St. Georg Münster) auf Caluna gesichert. Die S-Dressur ging an Jutta Zimmermann aus Rhede-Krommert auf Real Flash (72,381 Prozent).

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