Leichtathletik: Münsteraner erfolgreich
Gold und Platz vier in Gävle

Münster -

Bei den U-23-Europameisterschaften im schwedischen Gävle sorgten Nils Voigt (ehemals LG Brillux Münster, nun TV Wattenscheid) über 10 000 Meter und Manuel Sanders (ehemals SC Preußen Münster, nun LG Olympia Dortmund) für herausragende Ergebnisse.

Montag, 15.07.2019, 18:02 Uhr aktualisiert: 15.07.2019, 18:24 Uhr
Manuel Sanders
Manuel Sanders Foto: imago

Die Akzente bei den hochkarätigen Leichtathletik-Wettkämpfen des Wochenendes setzten einmal mehr die „ehemaligen“ Münsteraner vom SC Preußen und der LG Brillux. Bei den U-23-Europameisterschaften im schwedischen Gävle sorgten Nils Voigt (ehemals LG Brillux, nun TV Wattenscheid) über 10 000 Meter und Manuel Sanders (ehemals SC Preußen Münster, nun LG Olympia Dortmund) für herausragende Ergebnisse: Voigt war jedenfalls glücklich über seinen vierten Platz in 28:54,16 Minuten: „Einmal war ich in der Jugend Zweiter und einmal Dritter über 5000 Meter bei Deutschen Jugend-Meisterschaften. Aber ich habe so schwere Jahre hinter mir, ich war viel verletzt. Niemals hätte ich gedacht, dass ich hier Vierter werde! Ich bin letztes Jahr zum TV Wattenscheid und zur Trainingsgruppe von Tono Kirschbaum gewechselt – das ist so geil dort, die haben mich wieder aufgebaut. Die Zeit ist sehr stark, das hätte ich ­vorher nie gedacht“, sagte der Münsteraner auf „leichtathletik.de“

Zwar hatte Manuel Sanders, der von der TSG Dülmen zum SC Preußen und von dort nach Dortmund gewechselt war, die Einzel-Nominierung für die 400-Meter-Strecke verpasst. Mit der Staffel stellte Sanders allerdings seine Qualitäten deutlich unter Beweis. Als Schlussläufer des DLV-Quartetts mit Maximilian Grupen (LV 90 Erzgebirge), Marvin Schlegel (Chemnitz) und Fabian Dammermann (LG Osnabrück) feierte Sanders in starken 3:03,92 Minuten zur Goldmedaille. „Wahnsinn. Ich kann es noch gar nicht glauben“, sagte Sanders. „Ich habe das Rennen auch noch gar nicht gesehen. Wir haben die ganze Nacht ge­feiert. Ich habe noch keine Stunde geschlafen.“

Bei der hoch angesehenen und stark besetzten, aber witterungsbedingt „unglücklichen“ Kurpfalz-Gala in Weinheim blieben die Athleten der LG Brillux Münster etwas hinter den Erwartungen zurück. Zumindest 200-Meter-Sprinter Kai Sparenberg hatte sich viel vor­genommen. Viel hieß in diesem Fall: die Norm (21,30 Sekunden) für die Deutschen Meisterschaften in Berlin (3. und 4. August) doch noch zu erfüllen. Mit 21,74 Sekunden und Platz sechs verfehlte der Brillux-Athlet dieses Ziel und konzentriert sich nun auf die ausstehenden Möglichkeiten an diesem Wochenende in Mannheim oder Rhede. Weitspringer Ole Grammann blieb in Weinheim ebenfalls mit 6,67 Metern klar hinter der DM-Norm (7,65 Meter) zurück – und war enttäuscht. Zufrieden zeigte sich Greta Piepel als Vierte über 100 Meter in 12,48 Sekunden – sie wird als eine von zehn Brillux-Athleten bei den U-18/20-Meisterschaften in Ulm (26. bis 28. Juli) an den Start gehen.

Erfüllt hat die DM-Norm für Berlin auch die zweite Sprint-Staffel der LG Brillux Münster mit Ole Patterson, Jan Vogt, Joshua Michalik und Luka Herden. Das Kleeblatt lief beim Internationalen Pader-Meeting in Paderborn in 41,90 Sekunden zum Sieg und hat das Berlin- ­Ticket als zweites Brillux-Quartett in der Tasche. Zum Sieg lief auch Jari Bender (U 20) über 800 Meter in 1:56,05 Minuten. Luka Herden gewann die Weitsprung-Konkurrenz mit 7,24 Metern.

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