Boxen: 1. Hiltruper Boxnacht
Worst-Case-Szenario: Elina Tissen steigt am Samstag nicht in den Ring

Münster -

Jetzt ist es doch passiert: Der WM-Fight im Global Boxing Council (GBC) am Samstag in der Stadthalle in Hiltrup fällt aus. Am Donnerstag hat auch die Kenianerin Everline Akinyi Odero abgesagt.

Donnerstag, 18.07.2019, 17:32 Uhr aktualisiert: 18.07.2019, 21:20 Uhr
Am Donnerstag war Elina Tissen nicht unbedingt zum Lachen zumute. Ihr WM-Kampf soll jetzt zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Die Suche nach einer passenden Gegnerin hat bereits begonnen.
Am Donnerstag war Elina Tissen nicht unbedingt zum Lachen zumute. Ihr WM-Kampf soll jetzt zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Die Suche nach einer passenden Gegnerin hat bereits begonnen. Foto: Jürgen Christ

Worst Case. „1. Hiltruper Boxnacht muss verschoben werden! Neuer Termin in Kürze! Tickets behalten Gültigkeit!“ Mit dieser kurzen Nachricht ging das Management von Elina Tissen am Donnerstagnachmittag in den sozialen Netzwerken an die Öffentlichkeit. Der WM-Fight im Global Boxing Council (GBC) am Samstag in der Stadthalle fällt aus. Rechter Haken, linker Haken – Knock-out.

Ein Schlag ins Gesicht für Trainer Maiki Hundt und seinen Schützling. Noch am Mittwoch beim Pressetraining bei „Absolute Teamsport“ war der Weltmeister-Trainer voller Hoffnung, nach der überraschenden Absage von Kim Angelina Jäckel aus gesundheitlichen Gründen in der Kenianerin Everline Akinyi Odero einen Ersatz gefunden zu haben. Im Laufe des Tages wurde auch diesem Lichtblick die Leuchte ausgeknipst. Die Bemühungen, eine adäquate Gegnerin aus Polen und Österreich auf die Schnelle zu finden, scheiterten. „Es tut mir so leid“, sagt Hundt. Vor allem für Tissen, die sich seit Februar im Training befindet und sich konsequent vorbereitet, sogar Gewicht gemacht hat.

Gedanken, dass der Deal mit der Afrikanerin denn doch platzen könnte, machte sich Trainer Maiki Hundt schon. Die Uhr tickte gegen ihn und die 32-jährige Warendorferin. Letztlich kam die endgültige Absage in den frühen Stunden des Nachmittags. Es fehlte schlicht an der Zeit. Die Testergebnisse der ärztlichen Untersuchung, der sich Odero im Vorfeld unterziehen muss, hätten im Labor auf sich warten lassen (Blut, HIV, Schwangerschaft). Zumindest lag ein Visum vor – wenigstens etwas. Aber kein Trost.

Hundt hat noch am Donnerstag Kontakt zu Michael Inkmann, Betreiber der Stadthalle, aufgenommen. Möglichst zeitnah soll das Spektakel nachgeholt werden. „Am besten in drei, vier Wochen“, meint Hundt. Wunschdenken, keine Frage. Die Tickets verfallen jedenfalls nicht. „Wer seine Eintrittskarte trotzdem zurückgeben möchte, bekommt sein Geld selbstverständlich wieder“, verspricht Hundt. Eine kurze Mail an info@elinboxing.de genügt.

So bitter diese „Niederlage“ ist: „Du kannst es nicht übers Knie brechen“, sagt Maiki Hundt. „Zehn Jahre haben wir Glück und nie Probleme gehabt. Jetzt müssen wir das so akzeptieren.“ Mund abwischen und weitermachen. Auch wenn „Elin the machine“ ihren wohlverdienten Urlaub verschieben muss. Ihren 33. Geburtstag am Freitag kann sie derweil etwas ausgiebiger feiern als geplant. Nein, über die Stränge wird sie nicht schlagen, aber das eine oder ander Stück Torte ist sicher drin.

► Da der Hauptkampf nicht stattfindet, wurden auch die anderen acht Fights abgesagt. „Alles andere wäre Unfug“, sagt Hundt. Fortsetzung folgt.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6788583?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F
Nachrichten-Ticker