Voltigieren: Junioren-WM
Anna Löw und Fabian Pentrop vom PSV Haus Getter auf der großen Bühne

Münster -

Gesucht – gefunden. Anna Löw und Fabian Pentrop vom PSV Haus Getter gehen erst seit eineinhalb Jahren als Voltigierduo an den Start. Ihr erfolgreicher Weg führt die beiden Münsteraner nun gemeinsam mit Pferd Sir Valentin zur Junioren-WM in den Niederlanden.

Montag, 22.07.2019, 15:53 Uhr aktualisiert: 23.07.2019, 09:40 Uhr
Das passt: Anna Löw und Fabian Pentrop sind erst seit 18 Monaten sportlich ein Paar, haben sich aber direkt für die Junioren-WM qualifiziert.
Das passt: Anna Löw und Fabian Pentrop sind erst seit 18 Monaten sportlich ein Paar, haben sich aber direkt für die Junioren-WM qualifiziert. Foto: Daniel Kaiser

Als sich Anna Löw und Fabian Pentrop vor 18 Monaten sportlich als Paar gefunden hatten, deutete zunächst noch nichts auf die rasante Karriere hin. Klar, das Projekt des Duos war schon auf Leistungssport ausgelegt. Dass es aber schon in diesem Jahr mit der Qualifikation für die Junioren-Weltmeisterschaften in Ermelo (Niederlande) klappte, kam dann doch etwas überraschend. Sei es drum, die Erfahrung nehmen die beiden 17-Jährigen vom PSV Haus Getter gerne mit, bereits am Mittwoch wird es für sie mit dem ersten Durchlauf ernst.

„Der Wunsch war schon da, dass es Richtung Championate gehen könnte. Aber abzusehen war diese Entwicklung damals nicht wirklich“, sagt Dina Menke, die als Longenführerin die beiden anleiten wird – mit dem international erprobten Pferd Sir Valentin. Binnen kurzer Zeit entwickelten sich Löw und Pentrop zu einem harmonierenden Paar, das bei Westfälischen Meisterschaften, der Jugend-DM und beim Preis der Besten nicht nur die Bundestrainerin Ulla Ramge mit turnerischer Klasse und Ausdrucksstärke überzeugte. „Die beiden passen kräfte- und größenmäßig zusammen, auch sportlich klappt es gut“, meint Menke. Dabei kommt Löw als ehemalige Athletin des TV Greven mehr vom Turnen, Pentrop ist natur­gemäß der Stärkere und kann seine Partnerin bei Hebefiguren stemmen. „Die klassische Rollenverteilung mit einem Mann und einer Frau ist im Pas de Deux eine gute Voraussetzung. Und Anna und Fabian ergänzen sich“, sagt Menke, die ihr Duo in der Vorbereitung auf die Titelkämpfe auf einem ansprechenden Weg sah. „Das Training war gut, sie laufen passend zum WM-Start zur Höchstform auf.“

Am Freitag ging es von Amelsbüren aus nach Warendorf, wo sich die deutsche Equipe traf und am Samstag ein letztes Mal den Ernstfall probte. In Ermeloe wollen Menkes Sohn Pentrop als Schlangenbeschwörer und Löw in der Rolle einer Schlange mit ihrer 90-sekündigen, stets in Feinheiten weiterentwickelten Kür, der ausgewählten Musik und den liebevoll gestalteten Kostümen bei den Richtern punkten – das Gesamtpaket steht und passt, wie die vergangenen Monate gezeigt haben. Wie weit sie damit nach vorne kommen können und wollen, lässt ihre Trainerin bewusst offen. „Die beiden sind Newcomer und haben auf einem Championat noch keine Erfahrung. Wir wollen eine gute Leistung abrufen“, meint Menke, die mit Ronja Kähler und Julian Kögl das zweite deutsche Team als „Favorit und eigentlich unschlagbar“ einstuft. Den letzten internationalen Härtetest zumindest bestanden Löw und Pentrop, im belgischen Lier belegten sie Platz zwei.

Am Mittwoch und dann am Samstag im zweiten Durchlauf gilt es für das Getter-Team, die Anspannung steigt stetig. Nur gut, dass mit Sir Valentin ein routiniertes Pferd dabei ist und Menke an der Longe auch schon mit Sarah Kay oder Philipp Stippel Welt- und Europameisterschaften erlebt hat. Und präsentieren sich Löw und Pentrop in Ermelo so gut, wie die vergangenen 18 Monate verlaufen sind, dürften sie auch bei der WM für Furore sorgen.

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