Rad: 14. Sparkassen-Münsterland-Giro
Emanuel Buchmann wäre ein großer Name

Münster -

Der Sommer geht in seine entscheidende Phase. Und danach? Hebt sich die Bühne für zwei Mega-Events in Münster. Der Volksbank-Münster-Marathon und der Sparkassen-Münsterland-Giro werfen langsam ihre Schatten voraus. Radsportfreunde dürfen sich Hoffnungen machen, Emanuel Buchmann vor dem Schloss begrüßen zu dürfen.

Mittwoch, 31.07.2019, 16:22 Uhr aktualisiert: 01.08.2019, 14:08 Uhr
Fährt er in Münster? Emanuel Buchmann taugt derzeit allemal als Zugpferd.
Fährt er in Münster? Emanuel Buchmann taugt derzeit allemal als Zugpferd. Foto: dpa

Sie steht bereit: Die nächste Generation deutscher Radprofis pocht auf Ablösung. Emanuel Buchmann, sensationell Vierter bei der Tour de France, gehört nach seinem 21-tägigen Höllenritt auf zwei Rädern zur Weltspitze. Ein Kandidat für die 14. Auflage des Sparkassen-Münsterland-Giros am 3. Oktober? Am Mittwochabend in Neuss gab der neue Stern an Deutschlands Fahrrad-Himmel bereits seine Visitenkarte ab – und fuhr bei der „Tour de Neuss“ einen eindrucksvollen Sieg heraus.

Fakt ist: Cheforganisator Rainer Bergmann und Markenbotschafter Fabian Wegmann haben ihre Kontakte spielen lassen. „Er wäre eine Bereicherung“, ist sich Bergmann sicher. Einziger Haken: Buchmann ist kein Sprinter vor dem Herrn, hätte mit dem Ausgang des Rennens wenig bis gar nichts am Hut. Es sei denn, er setzt sich ab und fährt einsam voran. Aber: Als Zugpferd taugt er jetzt allemal.

Sein Rennstall Bora-hansgrohe gehört zu jenen zwölf World Tour Teams, die für das Mega-Event mit Start in Emsdetten und Ziel vor dem barocken Schloss in Münster gemeldet haben. So viel wie nie zuvor. „Das ehrt uns“, freut sich der Giro-Macher über solch Wertschätzung. Ja, Bergmann und Co. haben sich mit ihrem Spektakel einen Namen gemacht – und ganz nebenbei liegt der Termin diesmal wieder günstig, weil konkurrenzlos. Da wundert es nicht, dass auch zwölf Professional Continental Teams einen Trip ins Münsterland planen. Vier davon wird Bergmann die Tür zustoßen müssen. „Wir werden nur acht aufnehmen können“, sagt er. Zumal vier deutsche Continental Teams ihren Platz auf der Liste finden sollen. Zwölf, acht, vier – das sind jene 24 Mannschaften, die den Giro auch 2019 ausmachen.

Wer denn den Weg zur 14. Auflage findet, das wird frühestens zwei Wochen vor der Veranstaltung feststehen. Dann müssen die Teams ihre Fahrer benennen. Dylan Groenewegen (Jumbo-Visma) könnte Teil der Show sein. Auf der siebten Etappe der Tour setzte sich der Niederländer auf dem 230 Kilometer langen Teilstück von Belfort nach Chalon-sur-Saône vor dem Australier Caleb Ewan (Lotto Soudal) und dem Slowaken Peter Sagan (Bora-hansgrohe) durch. Apropos Sagan: Den will Bergmann schon lange. Aber für den siebenmaligen Gewinner des Grünen Trikots ist traditionell nach der Straßen-Weltmeisterschaft die Saison vorbei. Sprich vor dem Giro – die WM findet vom 22. bis 29. September in Yorkshire statt. Danach wird Sagan die Beine hochlegen.

Wie auch immer: Die Schleife durch Frankreich haben Bergmann und seine Mitstreiter mit Spannung verfolgt. In den kommenden Wochen formulieren sie ihre Wünsche in Richtung der Teams. Ab und an hilft ein wenig Vitamin B. Bergmann hat einen engen Draht zu Ralph Denk. Der Gute ist Teamchef bei Bora-hansgrohe. Und hat jüngst den Angriff auf die Top drei für den Sommer 2020 bekräftigt. Mit Buchmann in der Hauptrolle. Sollte der Shootingstar in Münster fahren, egal wie, würde das noch mehr Fans an die Strecke locken. Wetten, dass ..?

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