Fußball: Tribünengespräch
Gegensätzliche Stimmung zum Start in Kinderhaus und Hiltrup

Münster -

Unterschiedlicher hätten die Auftaktspiele für Westfalia Kinderhaus und den TuS Hiltrup kaum laufen können. Während sich die Nordmünsteraner über ein 0:2 gegen Mesum ärgerten, kletterte der Club vom Osttor gleich auf den ersten Platz.

Montag, 12.08.2019, 20:00 Uhr aktualisiert: 13.08.2019, 15:02 Uhr
Kapitän Nick Rensing (l.) erlitt mit Kinderhaus gegen Mesum, hier Nils Wiethölter, eine empfindliche Schlappe.
Kapitän Nick Rensing (l.) erlitt mit Kinderhaus gegen Mesum, hier Nils Wiethölter, eine empfindliche Schlappe. Foto: fotoideen.com

Beim Landesligisten Westfalia Kinderhaus grübelten sie am Montag über die Ursachen des Fehlstarts. Das 0:2 gegen den SV Mesum passte sogar nicht ins Bild des ehrgeizigen und personell noch einmal verstärkten Titelanwärters. Ein angebliches verbales Scharmützel zwischen Gönner Alfred Fislage und Trainer Marcel Pielage im unmittelbaren Nachgang der Partie verwies der Sportliche Leiter, Dieter Hanebuth, ins „Reich der Fantasie. Wer erzählt denn so etwas, das hätte ich ja wohl mitbekommen“, erklärte Westfalias Urgestein.

Sehr wohl aber gab es Gesprächsbedarf nach der Startpleite. Hanebuth sah in Mesum „die robustere und an diesem Tag auch cleverere Mannschaften.“ In Bezug auf die eigene warb er um Geduld. „Wir haben uns auf einigen Positionen verändert, da müssen sich gewisse Automatismen erst einspielen.“ Außerdem gehe die Welt auch in Kinderhaus nach nur einer Niederlage nicht unter. Hanebuth: „Der Kader hat genügend Qualität, um die Dinge in Zukunft zu korrigieren.“

Genau andersherum liegen die Dinge beim TuS Hiltrup. Weniger der erste Platz in in der Westfalenliga, als vielmehr die Art und Weise, wie sich die Mannschaft in der Vorbereitung und dann auch in der ersten Partie in Vreden (4:1) präsentierte, macht Abteilungschef Rolf Neuhaus Mut. „Man hat in den letzten Wochen schon gesehen, dass etwas zusammenwächst. Jetzt ist es wichtig, dass wir Stabilität und Nachhaltigkeit erzeugen und nicht gleich wieder einen Rückschlag erleiden, wenn wir oben dran sind“, so der 62-Jährige. Neuling VfB Fichte Bielefeld ist Sonntag am Osttor zu Gast.

Für Neu-Trainer Christian Hebbeler war der Auftaktsieg, wie er vor eineinhalb Monaten schon betonte, besonders wertvoll, um auch das Umfeld vom Umbruch zu überzeugen. „Stimmt“, sagt Neuhaus. „Zu den Skeptikern gehörte ich aber nie.“

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