Fußball: 3. Liga
Rossipal nimmt die letzte Kaderstelle beim SC Preußen ein

Münster -

Mit Alexander Rossipal, der für ein Jahr vom Zweitligisten SV Sandhausen ausgeliehen wird, hat Preußen Münster eine Woche vor Schließung des Transferfensters seinen Kader komplettiert. Der 23-Jährige soll Konkurrent von Linksverteidiger Niklas Heidemann sein.

Montag, 26.08.2019, 17:18 Uhr aktualisiert: 27.08.2019, 10:51 Uhr
Alexander Rossipal (l.) soll bei den Preußen Niklas Heidemann Druck machen.
Alexander Rossipal (l.) soll bei den Preußen Niklas Heidemann Druck machen. Foto: imago-images

Eine stressreiche Woche vor der Schließung des Transferfensters erspart sich Preußen Münster auch in diesem Jahr. Am Montagnachmittag besetzte der Drittligist auch seine letzte Kaderstelle und lieh Alexander Rossipal vom SV Sandhausen aus. Der Neuzugang, der am Hardtwald noch einen Vertrag bis 2021 besitzt, kommt für ein Jahr an die Hammer Straße und soll auf der Linksverteidiger-Position in Konkurrenz zu Niklas Heidemann treten.

Der 23-Jährige ist kein reiner Frischling und muss sich nicht mühsam rantasten. „Lassen wir ihn erst mal ankommen. Aber klar, er soll uns schon direkt weiterhelfen“, sagt Trainer Sven Hübscher. Das Experiment mit Ugur Tezel als Backup für Heidemann war in der vergangenen Woche in Würzburg schiefgegangen. Unabhängig davon hatte der SCP aber auch immer kommuniziert, einen Außenspieler für die Abwehr holen zu wollen.

Weil Rossipal beim SVS an Leart Paqarada nicht vorbeikommt und mit Sören Dieckmann ein weiterer Akteur für seine Position im Aufgebot steht, bot sich ein Leihgeschäft an. Ausgebildet wurde er bei 1899 Hoffenheim, für die Kraichgauer spielte er in der Jugend und in der zweiten Mannschaft (60 Regionalliga-Partien) – sowie einmal über 90 Minuten in der Europa League für die Profis (1:1 gegen Ludogorez Rasgrad). Im vergangenen Sommer wechselte der 1,84 Meter große Defensivspezialist zum SVS, kam dort seitdem aber nur auf zwei Punktspieleinsätze.

Hintergrund der Verpflichtung ist auch die taktische Flexibilität des ehemaligen U-18-Nationalspielers. „Er kann zum Beispiel auch in einem 3-5-2 auf der Bahn spielen oder bei Bedarf in einer Dreierkette“, sagt Sportchef Malte Metzelder. Weil aktuell mit Ole Kittner und Jannik Borgmann zwei der vier Innenverteidiger verletzt sind und noch etwas ausfallen, kann es ohnehin nicht schaden, eine Notfall-Alternative fürs Abwehrzentrum zu besitzen. „Er will spielen, er will weiterkommen“, so Metzelder. „Mit seinem Alter und seinem Charakter passt er genau in unser Aufgebot. Und er hat in Hoffenheim eine sehr gute Ausbildung genossen.“

Der gebürtige Stuttgarter, der in jungen Jahren sowohl für den VfB als auch für die Kickers in der Neckarstadt spielte, selbst sagt: „Für mich war ausschlaggebend, dass ich hier die Chance habe, Spielpraxis zu sammeln und mich weiterzuentwickeln.“

Bis zum 2. September sind auch in der 3. Liga theoretisch noch Wechsel möglich. Bei den Preußen aber wird nichts mehr passieren. Auch Abgänge sind nicht vorgesehen. Die jetzige Kadergröße von 25 (inklusive Joel Grodowski, Dominik Klann, Marian Prinz oder Naod Mekonnen, die momentan nur in der U 23 eingesetzt werden) hält der Geschäftsführer für ideal. Nicht zu viel, nicht zu wenig.► Fest terminiert ist jetzt das Zweitrundenspiel im Westfalenpokal beim SV Rödinghausen. Gespielt wird nächste Woche Mittwoch, am 4. September. Anstoß ist um 19 Uhr. 2016 und 2018 war Münster am Regionalligisten gescheitert.

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