Leichtathletik: Volksbank-Münster-Marathon
Michael Brinkmann und der 36-Stunden-Tag

Münster -

Wenige Tage noch, ehe die Startschüsse für den 18. Münster-Marathon fallen. Chef-Organisator Michael Brinkmann gibt einen Überblick über den Stand der Vorbereitungen und schildert, was sich diesmal alles ändert, was sich verbessert und wo Problemstellungen liegen.

Dienstag, 03.09.2019, 16:32 Uhr aktualisiert: 04.09.2019, 17:42 Uhr
Der „Marathon-Macher“: Michael Brinkmann
Der „Marathon-Macher“: Michael Brinkmann Foto: Jürgen Peperhowe

Wenn die Countdown-Uhr einen Zeiger hätte, er wäre schon längst heiß gelaufen: Vier Tage vor dem Startschuss zum 18. Volksbank-Münster-Marathon am Sonntag (9 Uhr, Schlossplatz) glühen die Drähte im Büro in der Windthorststraße, schwitzen die Mitarbeiter des ausrichtenden Münster Marathon e. V. und laufen sich einige Eliteläufer aus Afrika und Fernost auf den bekannten Strecken der Stadt, am Aasee und auf der Promenade warm. ► Was ist neu? „Die ersten Eliteläufer sind bereits in der Stadt“, sagt der Vereinsvorsitzende Michael Brinkmann in einer kurzen Verschnaufpause. Jetzt, da die Vorbereitungen zur größten Laufveranstaltung des Münsterlandes in ihre finale Phase gehen, hat sein Tag 36 Stunden. „In ganz Münster ist kein Hotelzimmer mehr zu bekommen“, weiß der jahrelang als „Marathon-Macher“ bekannte Banker des Namenssponsors um die Anziehungskraft des Marathons. Und: „Das ist doch schön für die Stadt.“ ► Was wird gut? „Die Wettervorhersage verspricht den Läufern nahezu optimale Verhältnisse“, schildert Brinkmann und zeigt sich optimistisch: „So haben sich schon einige Läuferinnen und Läufer entschieden, sich kurzfristig am Freitag oder am Samstag (bis 16 Uhr möglich) auf der Marathonmesse nachzumelden. Bis Dienstagmittag waren 2198 Startnummern vergeben. Die aktuellen Anmeldezahlen entsprechen damit in etwa denen des Vorjahres. ► An welchen Stellschrauben muss nun noch gedreht werden? Viel kann man jetzt nicht mehr drehen. „Alles läuft jetzt aufs Zentrum hinaus“, umschreibt Brinkmann. „Die zahlreichen Helfer müssen nun noch exakt eingewiesen werden – es mussten ja mehr Streckenposten wegen der erhöhten Sicherheitsauflagen eingearbeitet werden. Wir legen zurzeit ein sogenanntes Rettungsraster – wer steht wo? Und jeder Helfer bekommt eine eigene Nummer, mit der exakt und punktgenau der jeweilige Standort bestimmt und angefunkt werden kann.“ ► Schade ist? Der Marathon verzichtet zugunsten der fünf potenziellen Olympia-Kandidatinnen aus Südamerika und der Türkei auf die Voraussetzungen, das Bronze-Label vom Leichtathletik-Weltverband (IAAF) zu bekommen. „Zwei Herzen schlagen in meiner Brust“, sagt Brinkmann, „aber es war die richtige Entscheidung, den Läuferinnen die Olympia-Qualifikation in Münster zu ermöglichen und dafür auf die geforderte Anzahl der Eliteläufer zu verzichten“, betont Brinkmann und ist sicher, „dass das Publikum diese fünf ganz besonders unterstützen wird. Vielleicht schreiben wir ja olympische Geschichte.“ ► Was hat es mit dem Bronze-Label auf sich – und gibt es im nächsten Jahr einen neuen Anlauf? Das Label dient in erster Linie der Außendarstellung. Aber nicht nur. Bei Veranstaltungen mit der entsprechenden Bescheinigung können sich Läufer in der neuen Punktewertung verbessern, die jeweilige Veranstaltung wächst demnach in der Gunst der (Elite-)Läufer. Mit den Dopingkontrollen sind zudem erste Voraussetzungen dafür erfüllt. ► Soll in diesem Jahr noch mehr Remmidemmi an der Strecke gemacht werden? „Ja“, betont Brinkmann und verweist auf das Concentrix-Fanprojekt. Es haben sich schon einige Fangruppen gemeldet.“ Vor einigen Jahren, als das Fanprojekt schon einmal lief, überraschten mehrere „Bräute“ in ihren alten Brautkleidern mit dem Slogan „Haltet durch – wir tun’s auch“ – eindeutig, zweideutig. Bis zum Donnerstag ist die Anmeldung noch unter der Telefonnummer 0251-927 72 88 oder per Mail an info@volksbank-muenster-marathon.de möglich. Es winken den drei Erstplatzierten zudem attraktive Geldprämien. ► Wie hoch ist der Stressfaktor kurz vor dem Start im Marathon-Büro? Brinkmanns Devise lautet: „Wenn man nicht positiv denkt, dann ist man verloren. Wir müssen alle eine Stressresistenz aufbauen.“ ► Wo lauern die Gefahren und Unvorhersehbarkeiten? „Einer der Eliteläufer sollte eigentlich in Münster/Osnabrück landen, kam aber in Düsseldorf an. Beinahe hätten wir das Taxi zur falschen Adresse geschickt. Glücklicherweise haben wir die Flugnummer noch mal kontrolliert. Solche Dinge erleichtern die Arbeit natürlich nicht gerade“, schildert Brinkmann.

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