Rudern: Bundesliga-Finale
Zum Abschluss will der Münster-Achter noch den Meister meistern

Münster -

Die Meteorologen haben für Samstag etwas Niederschlag prophezeit – wie immer ohne Garantie. Im Gegensatz zu Münsters Sprint-Ruderern. Die garantieren beste Unterhaltung auf dem Aasee, wenn ab 12 Uhr die letzte Etappe der Ruder-Bundesliga eingeläutet wird.

Freitag, 06.09.2019, 16:54 Uhr aktualisiert: 06.09.2019, 17:07 Uhr
Der Aasee wäre dann schon mal bereit: Am Samstagmittag sind dann auch die Achter auch dem See.
Der Aasee wäre dann schon mal bereit: Am Samstagmittag sind dann auch die Achter auch dem See. Foto: Ansgar Griebel

Heimspiel, Finale, Endspurt, Höhepunkt: Bei derart vielen Anreizen mutet die Zielsetzung des Münster-Achters beim Finale daheim auf dem Aasee seltsam bescheiden an. Im Grunde wollen sich die acht Recken nebst Chefstratege Leo Brüggemann als Steuermann beim fünften und letzten Rennen der deutschen Ruderbundesliga nur um schlichte zwei Hundertstelsekunden gegenüber dem letzten Rennen in Hannover verbessern – eine Hundertstel, um die Zeit des Hauptstadtachters aus Berlin zu egalisieren, eine, um am designierten neuen Deutschen Meister vorbeizuziehen.

Der Titel ist den Berlinern nach vier Siegen in vier Rennen praktisch nicht mehr zu nehmen, fällig ist allerdings die erste Saisonniederlage – durch Münster in Münster. Dicht genug dran war die kombinierte Besatzung des RV Münster und des ARC Münster schon häufig genug, einmal Dritter, dreimal Zweiter – und das zuletzt eben um die Winzigkeit von einer Hundertstelsekunde geschlagen. Diesmal soll also die Spitze des Münster-Achters vor der Konkurrenz aus Berlin über die Ziellinie gleiten – dazu reicht eine Hundertstel Vorsprung.

„Wir wollen in Münster und vor unserem Publikum natürlich voll angreifen“, gibt Teamsprecher Friedrich „Fiete“ Tewinkel die offensive Marschroute aus. Mit vier Punkten vor dem Mindener Achter dürfte Platz zwei ebenso sicher sein wie Rang eins mit fünf Zählern Rückstand außer Reichweite. Am Ende des Renntages soll also am Aaseeufer mindestens die Vize-Meisterschaft gefeiert werden, gerne garniert mit dem Tagessieg. Taktische Winkelzüge, den Berlinern auf den letzten Metern doch noch den Titel zu entreißen, sind keine Option.

Ruder-Bundesliga

Tabelle nach vier von fünf Renntagen 1. Hauptstadtsprinter DWB Holding Berlin 722. Münster-Achter 673. Melitta-Achter Minden „Team Black“ 634. Domstadtachter Wetzlar/Limburg 545. TÜV NORD-Maschseeachter (Hannover) 506. Sparkasse Gießen-Achter 497. Wurzen-Achter (Sachsen) 468. Sparkasse-Hameln-Weserbergland-Achter 409. Lokomotive Bremen 3810. Crefelder Ruder-Club 3311. Salzland-Achter Bernburg 3112. Sprintteam Mülheim 3013. Ruder-Club Witten Achter 2614. Mainzer Achter 2315. DER-Achter Dresden 1816. Germania Achter (Frankfurt) 1717. Waldsee 8er (Bad Waldsee/BW) 1618. Travesprinter Lübeck 11

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Bei der Besetzung im Liga-Finale hatte das Kernteam des Münster-Achters alle Hände voll zu tun: Erstmals in der laufenden Saison hieß es im Vorfeld „alle Mann an Bord“ – und damit deutlich mehr Aktive, als in das Boot passen, das naturgemäß mit acht Ruderern hinreichend gefüllt ist. Rund 14 könnten zum Einsatz kommen, um vom Zeitrennen über die drei Ausscheidungsrennen bis eben zum Finale ausreichend Möglichkeiten zum Wechseln zu bieten. Der Rest der Crew ist an diesem Samstag als lautstarke Anfeuerung am Aaseeufer eingeteilt – unterstützt von vielen weiteren Fans am Ufer. „Je lauter desto besser“, sagt Tewinkel.

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