Football: Oberliga
Heimlichkeiten zum Football-Fest zwischen den Blackhawks und den Mammuts

Münster -

Es geht rund auf der Sentruper Höhe: Am Samstag treffen sich die Blackhawks und Mammuts – auf Augenhöhe. Das Derby wird die Massen elektrisieren. Auch emotional hat das Duell seine Bedeutung.

Samstag, 07.09.2019, 10:00 Uhr aktualisiert: 07.09.2019, 11:23 Uhr
Augenhöhe: Die schwarzen Falken warten auf den Besuch der roten Mammuts.
Augenhöhe: Die schwarzen Falken warten auf den Besuch der roten Mammuts. Foto: fotoideen.com

Sascha Krotil kann nicht, Alexander Naretz will nicht. Vor dem mit viel Spannung erwarteten Football-Derby an diesem Samstag auf der Sentruper Höhe ist über die Kader beider Clubs im Vorfeld erstaunlich wenig in Erfahrung zu bringen. Mammuts-Coach Sascha Krotil hadert mit dem Verletzungspech, Blackhawks-Teamsprecher Alexander Naretz baut auf den Überraschungseffekt.

„Das ist bei uns im Moment ein bisschen problematisch – das läuft eher unglücklich“, muss Krotil auf einen deutlich geschrumpften Kader zurückgreifen. „Ich weiß noch nicht, wer am Samstag alles fit ist.“ Die Liste der Ausfälle ist lang und wächst nahezu täglich.

„Lasst euch überraschen“

Alexander Naretz hat auch eine lange Liste und ganz konkrete Ideen, gibt aber nur vage Auskünfte, wie sich die Blackhawks für die unglückliche Hinspiel-Niederlage revanchieren wollen. „Lasst euch überraschen“ bleibt das bewusst magere offizielle Statement.

Bereits am vergangenen Wochenende meldete sich nach fast einjähriger Verletzungspause Toni Tu bei den Blackhawks eindrucksvoll zurück , weitere hochkarätige Rekonvaleszenten spielten sich bereits in der Reserve warm oder wurden beim Training gesichtet – beispielsweise Alexander Fuchs. Krotil kann sich gut vorstellen, dass der überragende Quarterback der vergangenen Spielzeit am Samstag wieder auf dem Platz steht. „Das würde mich nicht wundern. Gegen uns lassen sich die Blackhawks immer etwas einfallen. Das ist meist eine ganz andere Mannschaft, als in den anderen Spielen.“ „Kein Kommentar“, lautet der passende Kommentar von Naretz.

Was das Spiel so besonders macht

Fest steht: Dieses Derby hat abseits der ohnehin brisanten Tabellenkonstellation auch emotional einen ganz besonderen Stellenwert für Münsters Football-Szene. Vor sechs Jahren entstanden die Blackhawks aus den Mammuts, mittlerweile ist aus dem Ableger ein Konkurrent auf Augenhöhe geworden – in der vergangenen Spielzeit sogar eine Nasenspitze voraus. Lange hielten die Blackhawks damals ihren Aufstiegskurs, landeten im Abschlussklassement auch vor dem Lokalrivalen, aber eben nicht an der Tabellenspitze. Den Titel kosteten ausgerechnet die drei Verlustpunkte aus den beiden Derbys. Aktuell haben sich die Kräfteverhältnisse zumindest laut Tabelle umgekehrt: Jetzt sind die Mammuts Spitze (10:2) und die Blackhawks (6:6) ein wenig hintendran. Ein Heimsieg der Falken könnte beide Clubs wieder ganz eng zusammenbringen – und wie im Vorjahr einen dritten Club als Nutznießer an die Spitze hieven. Die Düsseldorf Bulldozer werden besonders interessiert auf das Ergebnis aus Münster warten. Sie drücken den Blackhawks die Daumen und hoffen nach der ersten Saisonniederlage der Mammuts am vergangenen Wochenende auf einen zweiten Rückschlag des Konkurrenten. Am kommenden Wochenende kommt es dann zum Gipfeltreffen in Düsseldorf, das allerdings am letzten Spieltag auch noch die Blackhawks am Rhein begrüßen muss.

Infos aus dem Personalbereich

Es geht also um wertvolle Punkte an der Sentruper Höhe, auch wenn der Eintritt frei bleibt – und vor dem Kickoff gibt es dann kostenlos doch noch einige verwertbare Infos aus dem Personalbereich: Die Blackhawks müssen am Samstag und für den Rest der Saison auf Kapitän Justus Müller-Rensmann verzichten, der sich in der Vorwoche das Schlüsselbein brach und in dieser Woche in der Uniklinik bereits operiert wurde. Die Mammuts geben dagegen Entwarnung für Moritz Petzold, der am vergangenen Sonntag nicht nur zwei Touchdowns erzielte, sondern sich auch noch einen schmerzhaften Schlag auf die Nase einfing, aber im Derby am Start sein dürfte. Teamkollege Achim Bah beendete den vergangenen Spieltag mit Brummschädel und bleibt gegen die Blackhawks ebenso außen vor wie die beiden offensiven Leistungsträger Marvin Riemer und Nils Hähndel, die die stattliche Ausfallliste der Mammuts weiter verlängern.

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