Fußball: Westfalenliga
Viel mehr als Schall und Rauch – Luca de Angelis bremst nur eine Verletzung aus

Münster -

Beim TuS Hiltrup hat er voll eingeschlagen: Luca de Angelis traf bislang viermal. Nun bremst den ehemaligen Gievenbecker eine Verletzung aus. Montag wird sich herausstellen, wie lange er ausfällt.

Freitag, 06.09.2019, 17:38 Uhr
Ausgebremst: Nach vier Saisontoren für den TuS muss sich Luca Marco de Angelis (l.) gedulden – Schulterverletzung!
Ausgebremst: Nach vier Saisontoren für den TuS muss sich Luca Marco de Angelis (l.) gedulden – Schulterverletzung! Foto: fotoideen.com

Der Name hat im münsterischen Fußball einen guten Klang: De Angelis! Vater Claudio und Onkel Marco, später auch langjähriger Präsident des SC Preußen, spielten beim BFV 72 und beim 1. FC Gievenbeck. Inzwischen ist aus dem Duo ein fußballerisches Trio geworden. Denn aktuell macht auch Luca von sich reden.

Doch der 20-Jährige ist längst über die rein akustische Wahrnehmung hinaus. Mit aktuell vier Toren hat er sich in der Bestenliste der Westfalenliga hinter Marvin Höner (VfL Theesen) auf Platz zwei positioniert. Zunächst einmal, aber wohl auch für die nahe Zukunft.

Denn so gut der Einstand beim TuS Hiltrup verlief, so unbefriedigend ist die aktuelle Phase. Zunächst bremste ihn eine Leistenzerrung aus. Luca Marco de Angelis verpasste daraufhin schon die letzte Auswärtspartie in Clarholz. Mit einem Kurzeinsatz im Freundschaftsspiel des TuS gegen die U 23 des SC Preußen Münster (3:1) am vergangenen Dienstag sollte er aber wieder Anschluss finden. Doch nur zehn Minuten nach seiner Hereinnahme wurde er erneut gestoppt.

Der Angreifer stürzte auf die rechte Schulter. Die Untersuchung im Krankenhaus brachte zwar keine knöcherne Verletzung zu Tage – aber eine Schiene. Die wurde am Freitag entfernt, die Zwangspause aber noch nicht beendet. Eine MRT-Untersuchung soll am Montag Aufschluss über den Zustand der Bänder bringen. Nach einem Beinbruch 2015, da noch im Dress der SC Preußen U 17, durchlebt er gerade die erste Leidenszeit.

„Es lief gut. Daher ist das jetzt ziemlich ärgerlich. Ich hoffe nur, dass es sich nicht in die Länge zieht“, ließ de Angelis am Freitag auf der Rückfahrt vom Arzt schon erste Ungeduld erkennen. Wegen der guten Form, aber auch ob des guten Einstands. „Es war die bisher beste Entscheidung, nach Hiltrup zu wechseln. Da unterstützt dich jeder. Zudem habe ich dort die bisher charakterlich beste Truppe angetroffen“, schwärmt der Torjäger. Und das ist es, was er mit Vorliebe macht: „Ich schieße eben gerne aufs Tor.“

Klingt simpel, ist aber nicht immer einfach. „Mit meiner Spielweise bin ich in Gievenbeck nicht warm geworden. Das Spiel war nicht auf meinen Typ zugeschnitten“, blickt er zurück. Nach nur einem Seniorenjahr beim FCG, in dem er 13 Mal für die Zweite in der Bezirksliga sowie zweimal für die Erste traf. Einmal gleich beim Oberliga-Einstand. Fester Bestandteil wurde er jedoch nicht. „Ich brauchte etwas Neues“, sagt er. Dass es der TuS wurde, war auch dem Job geschuldet. Denn bei der Arbeit traf der Auszubildende auf Frank Busch, zu der Zeit noch Sportlicher Leiter bei den Blau-Weißen. Der Kontakt war hergestellt, der Wechsel eingeleitet. Zumal auch TuS-Trainer Christian Hebbeler schon ein Auge auf den Angreifer geworfen hatte.

Nicht verwunderlich, wie Rolf Neuhaus weiß. „Luca ist schnell und robust, setzt seinen Körper ein. Er ist immer präsent, offensiv wie defensiv“, spart der Abteilungsleiter nicht mit Lob. Der Name de Angelis klingt eben auch weiterhin gut.

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