Leichtathletik: 18. Volksbank-Münster-Marathon
Olympia-Chancen made in Münster

Münster -

Zum Schluss müssen alle Handgriffe sitzen, viel Zeit zur Korrektur gibt es nicht: 24 Stunden vor dem Startschuss zum 18. Volksbank-Münster-Marathon an diesem Sonntag (Start: 9 Uhr) am münsterischen Schlossplatz sind die Vorarbeiten auch schon weitgehend erledigt. In der Nacht zu Sonntag werden Bühnen aufgebaut, Straßensperrungen vorbereitet, Verpflegungsstände zusammengeschraubt. Was halt so zu tun ist, wenn das größte Lauf-Spektakel des Münsterlandes ansteht. Nicht zuletzt werden knapp 9200 Starterbeutel gepackt, „inklusive der acht Sicherheitsnadeln“, wie der Vorsitzende des ausrichtenden Münster Marathon e.V., Michael Brinkmann, am Freitag berichtete. Die Startnummern müssen schließlich wegflugfest am Trikot befestigt werden.

Freitag, 06.09.2019, 20:56 Uhr
Starke Frauen: Fünf Läuferinnen aus Südamerika und der Türkei (links) wollen die Olympia-Norm in Münster knacken. Die Japanerinnen Yumiko Kinoshita und Yoshiko Sakamoto (r.) gehören zu den schnellsten vorangemeldeten Läuferinnen. Michael Brinkmann (l.) und Dr. Dirk Kökler (Sponsor Agravis, 2.v.r.) stimmten auf den 18. Volksbank-Münster-Marathon ein.
Starke Frauen: Fünf Läuferinnen aus Südamerika und der Türkei (links) wollen die Olympia-Norm in Münster knacken. Die Japanerinnen Yumiko Kinoshita und Yoshiko Sakamoto (r.) gehören zu den schnellsten vorangemeldeten Läuferinnen. Michael Brinkmann (l.) und Dr. Dirk Kökler (Sponsor Agravis, 2.v.r.) stimmten auf den 18. Volksbank-Münster-Marathon ein. Foto: Claudia Ix

„Alles im grünen Bereich“, stellte Brinkmann denn auch rückblickend auf die Arbeit der zahllosen Helfer erleichtert fest. Alle haben ihren Job gut gemacht – fehlen nur noch der eine oder andere Eliteläufer, die „auf den letzten Drücker“ den Flieger aus beispielsweise Kenia am Samstag nutzten. „Es gab hier und dort Probleme mit dem Visum“, sagte Brinkmann zur Erklärung.

Es wird auf jeden Fall schnell auf der und es wird laut an der Strecke. Dafür sorgen die rund 9000 Teilnehmer am Marathon, Staffelmarathon, Gesundheits- und Charitylauf, Kids-Marathon und diversen anderen (Teil-)Strecken. Bis Freitag lagen allein für die 42,195 Kilometer lange Distanz 2350 Anmeldungen vor. Da bewegt sich was zwischen Schlossplatz, Innenstadt, Gievenbeck, Nienberge, Roxel und Prinzipalmarkt. 300 Musiker, Stelzenläufer, Trommler, Spaßmacher, Artisten sorgen für den Rahmen. Und natürlich Tausende Zuschauer, die im Vorhinein zum fantasievollen Mitmachen aufgerufen wurden und im Nachhinein als deren Beste mit Geldpreisen für großartiges Remmidemmi belohnt werden.

Sportlich geht’s wieder ordentlich zur Sache. Zwar dürfte der Streckenrekord von 2:09:28 Stunden bei den Männern nach Lage der Dinge unangetastet und das Preisgeld dafür in Höhe von 3000 Euro in der Schatulle des Marathon e.V. bleiben. Bei den Frauen allerdings deutet sich ganz besondere Spannung an: Fünf Teilnehmerinnen aus Venezuela, Mexiko, El Salvador und der Türkei werden versuchen, die Olympia-Norm ihrer nationalen Leichtathletik-Verbände für Tokio 2020 zu unterbieten. Aufgrund der besonderen Kontingentierung für kleinere Nationen liege die bei 2:40 Stunden, teilte deren Lauf-Agentur „Vitafit“ aus Wedel mit. Der Streckenrekord bei den Frauen liegt seit 2013 bei 2:29:12 Stunden.

Neben den erwartet starken Läufern aus Afrika – und Läuferinnen auch aus Japan – gilt das Augenmerk auch den Besten aus Deutschland. Neben Elias Sansar (Detmold/Lage), schnellster deutscher Teilnehmer der vergangenen Jahre, dürften David Schönherr (LSF Münster) und Miriam Zirk (Sendenhorst/LSF Münster), mittlerweile in den Top Ten der deutschen Bestenliste aufgestiegen, in den Fokus rücken. Die Vorbereitungen sind jedenfalls abgeschlossen, ab 11.10 Uhr wird’s spannend am Prinzipalmarkt, wenn der Erste im Ziel erwartet wird.

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